FAANG-Probleme verschärfen Handelskriegsorgen

Die andauernden Unsicherheiten bezüglich des fortgeschrittenen Konjunkturzyklus, der US-Handelspolitik sowie der hohen Positionierung globaler Investoren in den FAANG-Geschäftsmodellen führten in den letzten Wochen zu einer weiteren Korrekturwelle an den globalen Aktienmärkten. Vor allem US-Präsident Donald Trump sorgt wieder für Verunsicherung, da er die Strafzölle immer weiter ausweiten will und damit Peking zu Gegenmaßnahmen zwingt. Noch ist den vielen Worten relativ wenig Konkretes gefolgt. Was bleibt ist aber Unsicherheit – ein Umstand, den die Börsen rund um den Globus gar nicht mögen. Entsprechend reagieren die Kurse mit zum Teil extremen Ausschlägen. Dabei hatten Dow Jones, S&P 500 oder auch der DAX nach den Äußerungen von US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow erleichtert durchgeatmet. Doch nur wenige Stunden später gab Trump bekannt, er wolle die Strafzölle gegen China auf 100 Milliarden US-Dollar ausweiten. Ruhe sieht anders aus.

Facebook und andere Tech-Sorgen

Neben der angespannten Handelspolitik ist es aber vor allem der sich immer mehr ausweitende Datenskandal bei Facebook, der besonders bei Tech-Aktien einen weitreichenden Kursrutsch ausgelöst hatte. Dabei muss man aber feststellen, dass die Technologie-Story gleich von mehreren Seiten her untergraben wird. Denn FAANG & Co. – also Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google – stehen gleich mehrfach unter Druck. Da ist zum einen Tesla. Wenn man etwa den Tweet-Aprilscherz von Elon Musk zum 1. April sieht, drängt sich mehr und mehr der Eindruck auf, dass der „Kurzschluss bei Tesla“ real wird. Diese Form von Aprilscherz kommt am Markt nicht so gut an, weil in ihr ein wahrer Kern steckt und die Gefahr besteht, dass Musk sich dem Ernst der Lage seiner auf billiger Finanzierung beruhender Geschäftsidee vielleicht nicht voll im Klaren ist. Auch Amazon-Chef Jeff Bezos steht unter Druck, nachdem er zum offiziellen „Feind“ des US-Präsidenten erklärt wurde. Und wie gesagt Facebook. Last but not least, ist auch Apple nicht mehr unumstritten. Das Unternehmen verliert weiter seine technologische Vormachtstellung im wichtigen Smartphone-Markt an Firmen wie Samsung und Huawei. Bleiben aktuell nur Microsoft und Google als Tech-Giganten ohne größere Probleme. Auch wir haben in unseren Mandaten auf diese Tech-Schwäche reagiert und unsere Positionen in der Google-Mutter Alphabet sowie bei Oracle reduziert, die Position im chinesischen Internetgiganten Alibaba gar ganz veräußert.

Weiterhin defensive Ausrichtung

Aufgrund einer weiterhin sehr defensiven Ausrichtung und diversen Absicherungsstrategien gelang es, den Rückgang beim Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen sowie beim PRIMA – Globale Werte deutlich geringer als im Gesamtmarkt zu halten. Beim Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen lag die Bruttoaktienquote zum Ende des dritten Quartals bei 64 Prozent. Die Nettoquote lag aufgrund der Hedging-Struktur zeitweise wesentlich darunter. Ähnlich war es beim PRIMA – Globale Werte. Neu ins Portfolio des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen wurde Jabil und eine Position im Silber aufgenommen. Jabil Circuit Inc. ist ein US-amerikanischer Auftragshersteller für Elektronikartikel und zählt global zu den größten Unternehmen in diesem Segment. Selektiv nachgekauft wurden zudem EDPR, Freenet, Metro und die Software AG.

FAANG-Probleme verschärfen Handelskriegsorgen | Frank Fischer | wallstreet-online.de – Vollständiger Artikel unter:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10433933-faang-probleme-verschaerfen-handelskriegsorgen

 

Positive Halbjahresbilanz des Frankfurter Stiftungsfonds

SVM – Halbjahresbilanz des Frankfurter Stiftungsfonds – März 2018

Der Frankfurter Stiftungsfonds hat in den ersten sechs Monaten seines Bestehens die Erwartungen gut erfüllt. Seit seiner Auflage am 1. September 2017 hat der Fonds in den ersten sechs Monaten eine Performance von 4,4 Prozent erzielt und so seine Zielvorgabe von 5 – 7 Prozent p.a. schon fast erreicht. Damit hat der Absolute Return Fonds in den zurückliegenden Monaten, die zum Teil von heftigen Turbulenzen an den Märkten gekennzeichnet waren, besser abgeschnitten als die meisten Fonds seiner Vergleichsgruppe.

Dieses erste halbe Jahr war geprägt von einem „Mini“-Zyklus an den Kapitalmärkten. Anfang September erfolgte nach der Sommer-Korrektur die Erholung. Ab Anfang Februar 2018 gerieten die Märkte jedoch in heftige Turbulenzen mit zum Teil erheblichen Verlusten an den Börsen. Doch durch seine Struktur bewältigte der Fonds diese Phase ohne nennenswerte Schwankungen.

Drei-Säulen-Struktur hat sich bewährt

Das Konzept des Fonds ist eher konservativ ausgerichtet. Es basiert auf drei miteinander gering korrelierten Einzelstrategien, und strebt weitestgehend unabhängig vom Aktienmarkt eine stabile Rendite an. Der erste Teil („Säule 1“) des Multi Asset Absolute Return Fonds ist das Kernelement und besteht aus einem weitestgehend marktneutralen Portfolio aus rund 100 gleichgewichteten Aktien, die ca. 70 Prozent des Fondsvolumens darstellen. Die Auswahl dieser Aktien folgt der bekannten Value-Stockpicking Expertise der Shareholder Value Management AG und soll ein reines Alpha gegenüber dem Aktienmarkt generieren, da es über Derivate laufend abgesichert wird. Die Aktienauswahl wird dabei auch ethischen und nachhaltigen Gesichtspunkten gerecht.

Die zweite Ertragskomponente (Säule 2“) besteht aus Volatilitätsstrategien, aus denen sich beispielsweise sog. „Relative Value“ Ideen wie Index vs. Index oder Aktie vs. Index ergeben können.

Die dritte Säule schließlich bilden direktionale Makro-Trades und Ideen, die durch Marktindikatoren und Sentiment-Daten generiert werden. Dabei werden auch interessante Signale für weitere Asset-Klassen, wie Währungen, Anleihen oder Rohstoffe ausgewertet. Zusätzlich ist die dritte Strategiekomponente („Säule 3“) für die Risikosteuerung des gesamten Fonds verantwortlich, was sog. Faktorrisiken wie Kreditrisiken, Währungen, Sektoren oder sonstige Risiken betrifft.

Aktiver Einsatz aller drei Säulen – in der Praxis bewährt

Was die direkte Umsetzung während der letzten Monate betrifft, so nutzte das Fondsmanagement um Ulf Becker, Cedric Schwalm und Frank Fischer die Phase von September bis Mitte Oktober, um die Grundstruktur in Säule 1 (Aktienportfolio) aufzubauen und hat in der Zeit ein moderates Nettoaktien-Exposure gefahren. Zusätzlich wurde in Säule 3 (Risikostreuung) auf long Japan gesetzt und das Investment bis Jahresende schrittweise aufgelöst. Nach einem zwischenzeitlichen Rücksetzer im Laufe der Berichtssaison zum dritten Quartal 2017 konnte über das Jahresende bis Mitte Januar hinein dank eines sehr positiven Umfelds für Aktien insbesondere in Säule 1 eine positive Performance erzielen. Hierzu trugen sowohl die Einzeltitelauswahl als auch die bullische Marktpositionierung bei.

Gegen Ende Januar war die Positionierung aufgrund der vor allem in den USA stärker werdenden Überhitzung und des sehr positiven Sentiments annähernd marktneutral. Anfang Februar kam es dann zu einer deutlichen Korrektur an den globalen Aktienmärkten mit stark steigender Volatilität. Diese relativ schnelle Korrekturphase von 1-2 Wochen ermöglichte es dem Fondsmanagement die Positionierung in Säule 1 nach zeitweise negativer Nettoaktienquote wieder auf positiv zu drehen. Zusätzlich wurde das Optionsportfolio in Säule 2 deutlich ausgebaut. Aufgrund der gestiegenen Volatilitätslevels war es in Säule 2 ab Mitte Februar möglich, attraktive Prämien für geschriebene Optionen zu vereinnahmen. Gegen Mitte Februar setzte eine in den USA Erholung der Märkte und in Europa eine Stabilisierung ein.

Ausblick: anhaltende Turbulenzen an den Märkten

Was den Ausblick für das laufende Jahr betrifft, so erwartet das Management ein weiterhin turbulentes Trading-Jahr. Entsprechend flexibel ist der Fonds aufgestellt, um sich neuen Entwicklungen im konjunkturellen, monetären oder politischen Bereich anzupassen. Da das Volatilitätsumfeld weiterhin erhöht bleiben sollte und immer wieder Anstiege im Laufe von Korrekturen zu erwarten sind, ist von weiteren attraktiven Chancen vor allem für die Strategie in Säule 2 auszugehen. Das Portfolio ist mit über 100 Titeln mittlerweile sehr diversifiziert aufgestellt in Hinblick auf Sektoren, Länder und Geschäftsmodelle. Das gilt auch für die Engagements zwischen Large-, Mid- und Small-Caps. Kasse wird zum Teil in Staatsanleihen und ausgewählten Unternehmensanleihen gehalten.

Fazit: Insgesamt wurden die Ziele in den ersten sechs Monaten sowohl qualitativ, was die Struktur und den Aufbau des Portfolios angeht, als auch quantitativ in Bezug auf Performance, Volatilität und Stabilität der Erträge erreicht.

Flucht der Partylöwen

Ist die Luft nach dem jüngsten Kursgewitter wieder rein? Oder bleiben die Aktienmärkte ein Pulverfass? Zwei Star-Fondsmanager beziehen Stellung

Es gab auf dem diesjährigen FondsKongress in Mannheim sicher konträre Ansichten. Doch selten wurden sie so auf den Punkt gebracht: „Meine größte Sorge für 2018? Dass ich zu früh pessimistisch werde“, ließ Flossbach-von-Storch-Mitgründer Bert Flossbach auf dem Sauren Fondsmanager-Gipfel keinen Zweifel daran, dass er den Aktienmärkten im aktuell laufenden Zyklus noch weitaus höhere Kurse zutraut. Derweil stellte Frank Fischer, Manager des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN: DE000AOM8HD2, siehe auch beiliegendes Poster), seinen Vortrag unter das Motto „Party auf dem Pulverfass“. Eine Party, auf der er eigenem Bekunden zufolge nicht dabei sein wolle.

Kaum hatten die letzten Messe-Flyer den Besitzer gewechselt, war es vorbei mit der Feierlaune. An der New Yorker Wall Street rappelte es kräftig, und in Frankfurt fiel der Dax zwischenzeitlich von 13.450 auf 12.100 Punkte. Zeitweise kam Panik auf – bei Anlegern, die im Vorfeld auf weiter nur niedrige Schwankungen an den Börsen gewettet hatten, durchaus zu Recht: Einige Papiere, die diese über eine lange Zeit ertragreiche Marktmeinung verbriefen und damit handelbar machen, stürzten um 95 Prozent ab. 

Lesen Sie den vollständigen Artikel von DAS INVESTMENT unter folgendem Link: Flucht der Partylöwen

Falls Sie Exemplare von diesem Artikel wünschen, schreiben Sie kurz eine E-Mail an Hr. Endrit Çela (Relationship Manager): endrit.cela@shareholdervalue.de

 

Der Ruhestifter

„Mit seinem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen stellt Frank Fischer viele seiner Konkurrenten in den Schatten. Für seine kontinuierlich gute Leistung wird der Value-Investor als „Fondsmanager des Jahres“ ausgezeichnet.

Ein schöneres Geschenk zum Jubi läum seines Produkts kann einFondsmanager nicht erhalten. Zehn Jahre alt ist der von Frank Fischer gelenkte Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen im Januar geworden und prompt steht er jetzt auf Platz 1 seiner Vergleichsgruppe. Seit der Fondsauflegung im Januar 2008 hat Fischer eine jährliche Rendite von rund elf Prozent erzielt — und das, obwohl der Marktstart zur Zeit der globalen Finanzkrise alles andere als günstig war.“

Lesen Sie den vollständigen Artikel von €uro am Sonntag unter folgendem Link: Der Ruhestifter

 

Update zum Frankfurter Stiftungsfonds

Das erste halbe Jahr seit Auflegung ist geschafft und wir liegen mit der angestrebten Wertentwicklung unseres nachhaltigen Multi Asset Absolute Return Fonds Frankfurter Stiftungsfonds (Retail WKN: A2DTMN / Insti WKN: A2DTMP) voll im Plan. Damit wird auch in der ersten Aprilwoche die erste geplante Ausschüttung in Höhe von einem Prozent erfolgen. Weitere sollen dann quartalsmäßig folgen.

Dazu möchten wir Sie informieren, dass wir nun eine Zulassung zum öffentlichen Vertrieb in Österreich haben.

Die Gründungsklasse (G-Tranche, WKN: A2DTMS) wird zum 31. März 2018 nach Erreichung von 50 Mio. Euro hart geschlossen und kann danach nicht mehr erworben werden.

Bei Fragen und/oder Unterlagen jeglicher Art stehen Ihnen Philipp Prömm (pp@shareholdervalue.de) und Endrit Çela (ec@shareholdervalue.de) gerne zur Verfügung.

 

Konservativ aus gutem Grund | CityWire

„Kurz nach dem Jahreswechsel war Frank Fischer gemeinsam mit seiner Familie im Vorarlberg in Österreich. Skifahren, das ist für Fischer zum einen eine Möglichkeit, um Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Fernab von Telefonkonferenzen und Push-Meldungen auf dem Smartphone. Zum anderen ist es aber auch eine Möglichkeit, um neue Kraft zu tanken und zumindest für wenige Stunden die Balance Sheets weltweiter Unternehmen aus den Gedanken zu verbannen.

Viel Zeit für das Skifahren wird Fischen in den kommenden Wochen und Monaten vermutlich nicht mehr haben. Denn zum Jahresbeginn wurde Fischer, bisher Chief Investment Officer der Shareholder Value Management und Manager des über €2,5 Milliarden schweren Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, zum CEO der Firma ernannt. Die Shareholder Value Management stellt sich für die Zukunft auf – und dabei geht es nicht nur um das Personal.“

Autor: Tim Habicht | CityWire | Vollständiger Artikel unter: Konservativ aus gutem Grund

Frank Fischer auf dem FONDS professionell KONGRESS 2018 in Wien


Auch in diesem Jahr ist unser Team der Shareholder Value Management AG zusammen mit der PRIMA Fonds GmbH auf dem FONDS professionell KONGRESS 2018 in Wien vertreten. Wir freuen uns mit Ihnen an unserem Stand (Stand 54) das 10-Jährige Fondsjubiläum unseres Fonds Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen zu feiern.

Gerne machen wir Sie auf den Vortrag von unserem CEO Frank Fischer aufmerksam:

„Party auf dem Pulverfass“

Angst und Gier sind zwei Seiten einer Medaille. Vorstandsvorsitzender und Starfondsmanager Frank Fischer erläutert Ihnen, ob Aktien zu teuer sind, ob wir vor einer Korrektur stehen oder ob die Rallye weitergeht.

Der Vortrag findet am Mittwoch, 07.03.2018 um 16:40 Uhr im Saal 2 statt.

Darüber hinaus freuen wir uns Ihnen mitteilen zu können, dass unser Absolut-Return Produkt Frankfurter Stiftungsfonds (WKN: A2DTMN) ab sofort zum öffentlichen Vertrieb in Österreich zugelassen ist.

Wir freuen uns Sie dort zu sehen!

Warum Frank Fischer seinen Fonds schon vor dem Crash absicherte | Das Investment

Frank Fischer, Shareholder Value Management AG.

Die Aktienmärkte haben sich wieder beruhigt, aber wie haben bekannte Fondsmanager während der Kurseinbrüche reagiert? Hier antwortet Frank Fischer, der den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen berät und sich gleich mal mit Winnie Pooh vergleicht.

Frank Fischer: Das Goldilocks-Szenario war zu schön, alle Ampeln standen auf grün, die Volatilität konnte ja nur noch tiefer fallen, jeder Börsenbrief war euphorisch. Als klassischer antizyklischer Value-Investor waren wir schon länger defensiver unterwegs. Wir hatten die Aktienquote von in der Spitze 92 Prozent im Sommer 2017 auf zirka 64 Prozent gesenkt. Zusätzlich hatten wir in einem überkauften Markt Ende Januar S&P 500 und Nasdaq abgesichert, sodass wir deutlich unter 50 Prozent lagen.

Wie haben Sie sich während der Turbulenzen verhalten?

Fischer: Die Euphorie gipfelte im Februar mit dem höchsten Tagesrückgang im Dow Jones seit Ewigkeiten. Wie immer reagierten Dax und Co noch volatiler. Der abrupte Anstieg der Volatilität löschte Milliarden an sogenannten Short-Vola-Produkten aus. Wir haben quasi im Tief unsere Absicherungen glattgestellt, denn auf einmal war wieder Angst da. Zudem haben wir die Chancen genutzt, um selektiv zuzukaufen und haben unter anderem unsere Position in Solaredge, einem Weltmarktführer für Solar-Wechselrichter signifikant ausgebaut.

Wie sind Sie heute aufgestellt, und womit rechnen Sie?

Fischer: Auf einmal sollen alle Ängste verflogen sein und der Betriebsunfall ist fast schon wieder vergessen. Während ETFs und Robo Advisor diese Rolltreppe-hoch-Aufzug-runter-Bewegung voll mitnahmen, konnten wir die Schwankungen deutlich reduzieren und sind seit Jahresbeginn wieder im Plus. Unser Value-Investing-Konzept umfasst nicht nur die Sicherheitsmarge, nachhaltige sowie eigentümergeführte Aktien und den strukturellen Wettbewerbsvorteil, sondern wir halten es gerne wie Winnie the Pooh: unterschätze niemals den Wert des Nichtstuns beziehungsweise halte Cash, wenn das Risiko keine gute Prämie abwirft, und warte geduldig auf die nächste Gelegenheit. Wir investieren langfristig und nutzen antizyklisch die Launen des manisch-depressiven Mr. Market, die von Angst und Gier geprägt sind, zu unserem Vorteil. Wir bleiben verhalten optimistisch. Wir sind vielleicht in der Endphase, aber noch nicht am Ende des Zyklus. Dafür ist die Konjunktur (noch) zu robust.

Börse: Die Turbulenzen sind bald zurück

Die jüngsten Turbulenzen an den Börsen haben viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Man könnte meinen, dass die Zahlen zur Lohnentwicklung in den USA aus heiterem Himmel gekommen wären. Plötzlich kamen wieder Zinsängste auf. Die Börsen knickten ein – und der Abwärtstrend wurde dann auch noch durch automatische Verkaufsprogramme – vor allem an der Wallstreet – verstärkt. 1600 Punkte verlor der Dow Jones innerhalb weniger Stunden. Panik machte sich breit. Doch nur wenige Tage später schien alles wieder vergessen gewesen zu sein. Zwar war die Volatilität an die Märkte zurückgekehrt, aber im Großen und Ganzen beruhigten sich die Gemüter wieder. Die Zinsängste schwingen zwar immer noch mit, aber DAX, Dow Jones, S%P 500 & Co. kehrten wieder zum Alltag zurück.
Steigende Zinsen scheinen nicht mehr zu schrecken
Dies vor allem auch nach der Veröffentlichung der Protokolle der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed, woraus zwar ersichtlich wurde, dass die Zinsen „schrittweise weiter nach oben“ gesetzt werden sollen. Die Notenbank hat dabei signalisiert, dass 2018 wohl drei bis vier Schritte nach oben folgen könnten. Doch nach Aussage des Währungshüters Patrick Harker kann die Fed 2018 möglicherweise auch mit zwei Zinserhöhungen auskommen und müsste die Zügel damit nicht so straff anziehen wie bislang signalisiert. Zwei Schritte nach oben seien „wahrscheinlich angebracht“, so der Chef des Fed-Ablegers in Philadelphia. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass Harker im Offenmarktausschuss, der die Zinsen festlegt, nicht stimmberechtigt ist. Wie dem auch sei: Solche Aussagen hören die Märkte gerne. Der Dow Jones, S&P 500 und die Kurse an der Nasdaq stiegen prompt wieder. Die Beruhigungspille hatte gewirkt.
Viele Investoren sind derzeit zu sorglos und naiv
Doch es ist genau diese Sorglosigkeit der Marktteilnehmer, die uns Value-investoren Bauchschmerzen bereitet. Denn immer wenn die Anleger in zu guter Stimmung sind, ist das nächste Unheil nicht weit. Dies geht auch aus den jüngsten Daten zur Stimmung an den Märkten hervor, wie sie von den Analysten von Sentix erhoben werden. Diese weisen extreme Warnsignale für die Kapitalmärkte aus. So hat der Sentix Overconfidence-Index für Aktien einen oberen Extremwert erreicht, was auf erhöhte Risiken hinweist, während das Gegenstück für US-Anleihen einen Tiefstand erreicht hat. Der Overconfidence-Index misst dabei, ob Anleger dazu neigen, den Trend eines Marktes naiv und damit risikoerhöhend in die Zukunft fortzuschreiben. Und genau dieser Zustand ist am Aktienmarkt derzeit erreicht. „Mr. Market“ ist bester Laune – für uns eine gefährliche Gemengelage.
Hinzu kommt, dass wir uns zwar noch nicht am Ende des konjunkturellen Zyklus befinden, aber schon in einem sehr weit fortgeschrittenen Status. Das bedeutet: noch kann man mit Aktien Geld verdienen, aber die Volatilität wird zunehmen. Deshalb haben wir auch die Aktienquote in unseren Mandaten wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und dem PRIMA – Globale Werte gesenkt und halten mehr Cash. Das schützt zum einen vor größeren Verlusten, wenn es an der Börse abwärts geht, auf der anderen Seite halten wir genügend Pulver trocken, um dann gute Aktien günstig zu erwerben, wenn am Markt wieder die Panik ausbricht. Dann fällt „Mr. Market“ wieder in tiefe Depressionen – und wird damit zu unserem Freund. Frei nach dem Motto von Warren Buffett: Sei ängstlich, wenn alle andere gierig sind und werde gierig, wenn die anderen aus Angst sich selbst von den besten Aktien trennen! Dann warten eigentümergeführte Unternehmen, die einen Burggraben um ihr Geschäftsmodell gezogen haben, wie etwa Sixt & Co. nur darauf, von uns wieder genauer unter die Lupe genommen zu werden.

Börse: Die Turbulenzen sind bald zurück | wallstreet-online.de – Vollständiger Artikel unter:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10316025-boerse-turbulenzen

[Video] Party auf dem Pulverfass: Fondsmanager des Jahres 2018 Frank Fischer auf dem Fondskongress

Wie stellt sich die Lage im Börsenjahr 2018 dar? Welche Chancen bieten sich für Value Investoren in diesem Umfeld? Und welche Rolle spielt das Motto „skin in the game“? Ausführliche Antworten gibt der Fondsmanager in seinem Vortrag auf dem Fondskongress in Mannheim.