[Video] Party auf dem Pulverfass: Fondsmanager des Jahres 2018 Frank Fischer auf dem Fondskongress

Wie stellt sich die Lage im Börsenjahr 2018 dar? Welche Chancen bieten sich für Value Investoren in diesem Umfeld? Und welche Rolle spielt das Motto „skin in the game“? Ausführliche Antworten gibt der Fondsmanager in seinem Vortrag auf dem Fondskongress in Mannheim.

Kommt nun der große Crash oder haben wir Turnaround Tuesday?

Kommt nun der große Crash oder haben wir Turnaround Tuesday?

Es hatte schon eine ganze Weile rumort und war überfällig, aber jetzt ist es passiert: Die nun mehr seit über 200 Tagen laufende Rally ohne einen Rücksetzer von mehr als drei Prozent ist vorbei! Im gestrigen Handel verlor der Dow Jones mit im Tief 1600 Punkten so viel wie seit August 2011 nicht mehr. Die Volatilität machte den größten Anstieg an einem Tag seit langem und bescherte dem neben Kryptowährungen wohl „most crowded trade“ der letzten Zeit, short Volatilität, den super Gau. Einige Produkte dieser Art waren über 95% im Minus! Kein Wunder bei einer Vervierfachung des VIX vom Tief her.

Einen fundamentalen (Makro-)Auslöser gab es wohl nicht. Lange hatte die Börse sich und Trump als den Vater des Aufschwungs gefeiert – und wie bei jeder Blase kommt die Ernüchterung meist unerwartet. Angst vor einer Zinswende, die in den USA eigentlich schon längst da ist und nicht überraschend kommt, kann es eigentlich nicht sein. Es waren vielmehr zu viel flüchtiges Geld sowie unsichere und nicht langfristig orientierte Anleger im Markt. Zumeist investieren solche Anleger über angeblich günstige RoboAdvisor und ETFs, die dann alle auf einmal zur selben Türe hinauswollen und durch das Auslösen von Stopp Loss Marken dann einen ungebremsten Ausverkauf auslösen.

Dass nebenbei die andere große Blase der Kryptowährungen kein Halten kennt, ist alles andere als überraschend. Ausgelöst durch die Verbote von Südkorea und China kennen Bitcoin, Ethereum und Co seit Jahresbeginn nur eine Richtung. Auch diese Bereinigung war überfällig.

Beim Aktienmarkt sieht das schon wieder anders aus. Ein Abwärtsvolumen von 95% signalisierte bisher immer ein temporäres Tief. Für einen großen Crash läuft die Wirtschaft aktuell zu gut. Mit anderen Worten: das Investitionsumfeld ist geradezu ideal, man könnte auch sagen, war wie in einem Börsenmärchen. Aus der Welt der Märchen stammt auch der Begriff, der von Finanzprofis gerne für eine anhaltende Hausse verwendet wird: Das „Goldlöckchen-Szenario“. In dem zu Grunde liegenden Märchen isst das Mädchen den Brei der drei Bären. Aber: der erste Brei ist zu heiß, der zweite zu kalt, nur der dritte hat genau die richtige Temperatur. Auf die Börse übersetzt heißt dieses „genau richtige“ Umfeld: moderates Wachstum, moderate Inflation und niedrige Zinsen – und damit geringen Kosten.

Zweifel an der Nachhaltigkeit des Aufschwungs

Doch es gibt mittlerweile berechtigte Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser Idealkonstellation. Die Rückkehr der Unruhe zeigt sich etwa im VIX, dem sogenannten Angstbarometer für US-Aktien, das die von den Investoren erwarteten Schwankungen widerspiegelt. Das heißt: Die Periode historisch größtmöglicher Sorglosigkeit ist vorbei. Und damit auch die Zeit anormal geringer Schwankungen. Da hilft es auch nicht, dass FANG Tech-Giganten wie Facebook, Apple, Netflix oder auch die Google-Mutter Alphabet jüngst mit Rekord-Quartalszahlen geglänzt haben und ihre Marktdominanz weiter ausbauen konnten.

Dabei darf man auch nicht vergessen: Die US-Notenbank will die Zinsen weiter erhöhen, und die Inflationserwartungen werden nach Einschätzung vieler Ökonomen wieder steigen. Dazu kommen anziehende Rohstoffpreise, insbesondere der Ölpreis, was dämpfend wirkt. Des Weiteren haben die meisten Unternehmen bisher zwar gute Zahlen vorgelegt, sich damit die Latte für weitere Steigerungen aber in extrem ambitionierte Höhen geschraubt. Dies alles sind Warnsignale, die nicht ignoriert werden dürfen.

Rückschläge kommen aktiven Fondsmanagern zugute

Was impliziert das? Wer über passive Anlagen, Roboadvisor, ETFs und Maschinen investiert ist, weil ihm vorgegaukelt wird, er würde Gebühren sparen, dem wird schnell klar, man bekommt was man bezahlt. Wenn alle zur selben Türe hinaus wollen wird es schnell eng. Momentum getriebene Strategien werden dann im Tief ausgestoppt. Für eine Maschine ohne Erfahrung und Bauchgefühl, die vor einer neuen Situation steht, auf die sie nicht programmiert wurde, kann das nicht. Und der ETF ist immer voll investiert, auch in den Verlierern.

An den Aktienmärkten ist die Stimmung nun im Tief und der CNN Greed and Fear steht mit 17 Punkten im dunkelroten Bereich: Zeit zu kaufen! Wir haben die Börsenparty lange Zeit skeptisch beobachtet und jetzt trockenes Pulver, um wieder einzusteigen! Wir haben unsere Absicherungen auf den S&P und NASDAQ zum Börsenschluss gestern glattgestellt. So hatten wir die Aktienquote in unseren Mandaten wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und dem PRIMA – Globale Werte schon vor einer Weile zum Teil deutlich gesenkt und sind nun im Kaufmodus. Wie bekannt eigentümergeführte Value Titel mit Sicherheitsmarge und wirtschaftlichem Burggraben. Aber das kennen Sie von uns ja schon.

25. Finanzen Nacht – Goldene Bullen Vergeben: Fondsmanager des Jahres 2018 geht an Frank Fischer

Bei der Finanzen Nacht vergangenen Freitag vergab der Finanzenverlag zum 25. Mal die Goldenen Bullen. €uro Advisor Services war dabei.

„Finanzmanager des Jahres“ wurde Frank Fischer, Shareholder Value Management. Er übertraf mit seinem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen viele seiner Konkurrenten. Der überzeugte Value-Investor hat im Lauf der Jahre 2,5 Mrd. Euro eingesammelt. Die Jury bewertete vor allem den „herausragenden langfristigen Aktienerfolg“.

„Fondsgesellschaft des Jahres“ wurde Deka Investment. Die Fondstochter der Sparkassengruppe überzeugte die Jury mit der besten Produktpalette unter den großen deutschen Fondsanbietern. Zur Ermittlung wurde die Durchschnittsnote aller Produkte mit einer €uro-FondsNote gebildet – die beste Durchschnittsnote gewinnt.

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25. Finanzen Nacht – Goldene Bullen Vergeben

 

Ersetzt Künstliche Intelligenz Fondsmanager? Hendrik Leber und Frank Fischer diskutieren

Frank Fischer von Shareholder Value Management und Hendrik Leber von Acatis haben eine klare Meinung zur ‚Künstlichen Intelligenz‘.

Die sogenannten ‚Künstliche Intelligenz‘ (KI) ist ein Phänomen der Technologisierung und Digitalisierung. Auch vor der Finanzbranche und der Asset-Management-Industrie macht sie keinen Halt.

Im Sinne von Algorithmen, Tools und auch Robo-Advisorn verändert sich die Branche zunehmend, – auch unterstützt durch das steigende Interesse an passiven Investments. Eine Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist, ob KI den aktiven Manager je ersetzen wird? Oder ist vielmehr eine Ergänzung beider Seiten sinnvoll?

Die Entwicklung scheint nicht mehr aufzuhalten und gleichzeitig müssen mögliche Risiken bedacht und hilfreiche Synergien genutzt werden.

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Ersetzt Künstliche Intelligenz Fondsmanager? Hendrik Leber und Frank Fischer diskutieren

 

Frank Fischer: „Party auf dem Pulverfass geht zu Ende“

Frank Fischer, Vorstand von Shareholder Value Management, sieht das Ende der Börsenrally kommen. Wie Portfoliomanager und Berater sich darauf vorbereiten können, erklärte er beim FONDS professionell KONGRESS 2018.

Allzu lange wird sie nicht mehr dauern, die große Aktien-Party. „Wir befinden uns in einer Spätphase des Wirtschaftszyklus, aber noch nicht im End-Cycle“, sagte Frank Fischer, Vorstand der Investmentgesellschaft Shareholder Value Management, bei seinem Vortrag auf dem FONDS professionell KONGRESS 2018 im Mannheimer Rosengarten. Das bedeute, mit Aktien ließe sich zwar weiterhin Geld verdienen, die Volatilität werde aber zunehmen.

„Volatilität könnte vor allem wegen des geänderten Verhaltens der Notenbanken und des Verlassens des Goldilocks-Szenarios steigen“, erklärte Fischer. Gemeint ist ein Szenario der perfekten Mitte, in dem das Weltwirtschaftswachstum weder zu hoch noch zu niedrig ist, sondern leicht oberhalb des langjährigen Durchschnitts liegt.

Einen Bond-Crash erwartet Fischer nicht, Langfrist-Zinsen von gut drei Prozent aber schon. „Und viele haben China als Risikofaktor aus den Augen verloren – vermutlich ein Fehler“, sagte der Experte. Für Fondsmanager sei es jetzt ratsam, die Cash-Quote wieder hochzufahren.

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Frank Fischer: „Party auf dem Pulverfass geht zu Ende“

 

Von der Einbahnstraße auf die Achterbahn

Börsenausblick 2018 – Frank Fischer, Shareholder Value Management AG:

Noch sind wir nicht so weit, aber der Start war schon mal verheißungsvoll, denn die Börsen rund um den Globus haben im Großen und Ganzen einen guten Start ins neue Jahr hingelegt. Sollte sich dieser Trend in den nächsten Wochen bestätigen, könnte die alte amerikanische Börsenweisheit greifen: „As goes January, so goes the year“. Wenn also der Januar gut verläuft, dann wird auch am Ende des Jahres ein Plus stehen. Wie gesagt, noch ist es nicht so weit, aber der Anfang scheint gemacht. Davon haben auch unsere Mandate wie der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und der PRIMA – Globale Werte profitiert, die ebenfalls einen guten Jahresstart hingelegt haben, nachdem sie schon das Jahr 2017 jeweils mit einem sehr erfreulichen, zweistelligen Plus abschließen konnten.

Ob dieser positive Trend für DAX, Dow Jones, S&P 500 & Co. aber wirklich für die kommenden Monate anhält, ist fraglich. Die Börsenwelt in 2017 glich ja einer Einbahnstraße. Ein Rekord jagte den anderen, die Volatilität war so gering wie seit Jahren nicht mehr, die globale Konjunktur brummte, die Unternehmensgewinne stiegen und auch geopolitische Störfaktoren wie die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA, oder die Auseinandersetzungen im Nahen Osten konnten die Anlegern nicht aus der Ruhe bringen. Selbst US-Präsident Donald Trump konnte den Märkten mit seiner Chaos-Regentschaft nichts anhaben. Ganz im Gegenteil: die Steuerreform und seine Bemühungen um Deregulierung befeuerten die Börsen sogar noch.

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Von der Einbahnstraße auf die Achterbahn

 

Boom, Boom…Peng!

Bisher war 2017 ein Jahr der Rekorde und hat den Anlegern schöne Gewinne beschert. Egal ob DAX, Dow Jones, S&P 500, Nasdaq oder Nikkei – der Boom an den Märkten hat Aktien immer weiter nach oben gespült. Auch unsere Mandate wie der Frankfurter Aktienfonds und der PRIMA – Globale Werte haben davon profitiert und übers Jahr hin neue Höhen erklommen.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Weltwirtschaft wächst weiterhin, die Gewinne der meisten Unternehmen sprudeln, Frühindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex notieren auf Höchstständen und angesichts einer niedrigen Inflation stehen die Notenbanken weiterhin nicht unter Druck, die nach wie vor niedrigen Zinsen zu erhöhen. Und was die politischen Krisenherde betrifft, so werden Nordkorea, die Konflikte im Nahen Osten oder ähnliche Unruheherde von den Börsianern ausgeblendet. Und jetzt auch noch die Steuerreform, die für US-Präsident Donald Trump zum epochalen Glanzstück werden soll.

Wenn Trump das Gesetz tatsächlich noch in diesem Jahr unterzeichnen, stehen die Chancen gut, dass Unternehmen bereits ab Neujahr weniger Steuern zahlen werden. Aus den rund 10 Prozent Gewinnwachstum, die Analysten für 2018 im S&P 500 erwarten, könnten so circa 22 Prozent werden, so die Analysten der Deutschen Bank. Dann müssten die Gewinnschätzungen in vielen Bereichen massiv angehoben werden. Denn zurzeit liegt der effektive Steuersatz für die US-Konzerne bei 28 Prozent, wobei vor allem Energieunternehmen, aber auch zyklische Branchen wie Banken, Industrie und Konsum derzeit mehr zahlen.

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Party auf dem Pulverfass

„An der Börse erleben Aktionäre seit Monaten die beste aller Welten: Die Kurse steigen und steigen, egal, wie sehr und oft US-Präsident Donald Trump seine westlichen Verbündeten brüskiert, mit Embargos oder dem Regime in Nordkorea gar mit einem atomaren Erstschlag droht. Insgesamt kann man sagen, dass die Anleger bezüglich politischer Fragen sowie der Erkenntnis, dass 7er Jahre – also Jahre die mit einer 7 enden – selten bis nie gut enden, längst einer optimistischen Einstellung gewichen ist: solange Notenbanken ihren expansiven Kurs fortsetzen und solange das globale Wachstum derart stark ist, sind Kursrücksetzer im Dow Jones, S&P 500 oder auch im DAX nur kurze Ereignisse und sollten stetig zum Nachkauf („Buy the dip“) genutzt werden. Dabei gibt es Aktienindizes, wie etwa den japanischen Nikkei 225, welcher im Moment gar keine Rücksetzer kennt und im abgelaufenen Monat nur an einem einzigen Tag unter seinem Vortagesniveau notierte. An allen anderen Handelstagen ging es nur bergauf. Das ist schon fast erschreckend. Und in den USA und Europa notiert die Volatilität seit Monaten auf Rekordtiefs.“

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Das Endspiel ist eröffnet!

„An der Wallstreet stehen die Zeichen weiter auf „Rekord“. Sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 klettern von einem Hoch zum nächsten. Und an der Nasdaq steigen die Kurse beständig. Auch der DAX kämpft beständig mit der 13,000-Punkte-Marke auf hohem Niveau. Aber Vorsicht: Das kann und wird nicht ewig so weitergehen! Doch noch stehen die Zeichen für weitere Kursgewinne an den Börsen gut. Was die Zahlen für die laufende Berichtssaison betrifft, so sehen wir vor allem in den USA mehr gute als schlechte Nachrichten, doch die Luft wird dünn, denn die fällt den Unternehmen immer schwerer, die hohen Erwartungen der Analysten zu übertreffen. Das musste hierzulande auch SAP erfahren, die trotz guter und sehr solider Zahlen vom Markt leicht abgestraft wurden.“

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Bitcoins? Nein danke!

„Bitcoin, das ist eine von 900 Cyber-Währungen, die derzeit um den Globus kreisen. Soweit, so gut. Wenn man der Plattform CoinMarketCap Glauben schenken will, dann beläuft sich der Wert all dieser virtuellen Währungen auf mittlerweile rund 150 Milliarden Dollar, wobei dieser Wert täglich erheblichen Schwankungen ausgesetzt ist. Bitcoin hat daran den allergrößten Anteil. Doch es ist eben nur eine dieser 900 Krypo-Währungen. Ist das schon gleichbedeutend damit, dass sich Bitcoins auf Dauer durchsetzen? Nein.“

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