Frankfurter Stiftungsfonds

1. Halbjahr 2018

Das Jahr 2018 begann sehr euphorisch. Abermals zeigten sich die US-Börsen im Januar sehr freundlich mit einem rekordverdächtigen Start ins neue Jahr. Gegen Ende des Monats gab es letztendlich einen Sell-Off an den US-Rentenmärkten, initiiert durch gute US-Arbeitsmarktdaten, was in der Folge dazu führte, dass auch einige Short-Volatilitäts-Produkte explodierten. Die große Menge dieser Produkte führte letzten Endes zu einem starken Rücksetzer an den Aktienmärkten, obwohl eigentlich noch die Steuerreform von Donald Trump gefeiert wurde.

Es dauerte zwei bis drei Monate, bis sich die Situation wieder beruhigte. Im zweiten Quartal folgte eine Erholung an den Aktienmärkten. Im Mai setzte sich diese Erholung an den internationalen Aktienmärkten zunächst fort, kam jedoch insbesondere in Europa zum Monatsende ins Stocken. Gründe hierfür waren Befürchtungen über ein erneutes Aufleben der Schuldenkrise in Italien sowie einer Verschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und Europa. Anders die Emerging Markets, die im Juni aufgrund der Dollarstärke und des schwelenden Handelskonfliktes den gesamten Monat unter Druck waren.

In diesem Umfeld hielt sich der Frankfurter Stiftungsfonds anfangs sehr gut, die Marktkorrektur im ersten Quartal konnte zum Teil abgesichert werden. Die Schwerpunkte in der Positionierung konzentrierten sich auf Europa und Japan. Die USA wurden eher gemieden. Hinzu kam eine Relative Value Position zwischen S&P 500 (Long) und Russell 2000 (Short), die Ende des ersten Halbjahres initiiert wurde. In Säule 2 wurde im Januar eine Short Put/Long Call-Optionsstrategie mit Basiswert Solaredge aufgebaut. Diese konnte insgesamt +0,90% an Performance erzielen. Darüber hinaus konnten wir in dieser Säule weitere +0,30% Performance mit einem Short Put auf dem VIX Index erzielen. Der Fonds hat im gesamten ersten Halbjahr einen maximalen Drawdown von 1,55 Prozent gehabt. Die Performance der einzelnen Säulen im ersten Halbjahr sieht wie folgt aus:

2. Halbjahr 2018

Am Anfang des 2. Halbjahres setzte die Erholung an den Aktienmärkten sowohl in Europa als auch in den USA fort. Insbesondere die sich anbahnende Entspannung im Handelsstreit sowie die weiterhin sehr robusten Unternehmenszahlen der einsetzenden Berichtssaison ließen die Sorgen der Anleger aus den Vormonaten in den Hintergrund treten. In diesem Umfeld wurde antizyklisch eine Longposition im MSCI Emerging Markets etabliert. Das Währungsrisiko im Fonds wurde insbesondere für den US-Dollar durch Absicherungen neutralisiert.

Im September und Oktober kam es dann insbesondere in Europa zur Trendwende an den Aktienmärkten. Betroffen waren vor allem Nebenwerte und Value-Aktien. Im Dezember kam es zu einem regelrechten Ausverkauf an den internationalen Aktienmärkten. Dabei gab es eine Kombination aus verstärkten globalen Konjunktursorgen, Angst vor einer nach wie vor zu straffen US-Geldpolitik und technischen Effekten aufgrund von Liquidierungen von Positionen insbesondere durch US-Hedgefonds zum Jahresende. Im November wurden Positionen im 30-jährigen US-Bond sowie im US Ölsektor aufgenommen. Insbesondere die Bond-Position, aber auch die Positionierung in Edelmetallen halfen den Drawdown im Dezember zu reduzieren.

Säule 1 im Vergleich zum MSCI Europe Small minus Large

Für den Frankfurter Stiftungsfonds hatte die Entwicklung negative Konsequenzen. Hinzu kamen überproportionale Performancebelastungen durch einzelne Titel in Säule 1 und der Tatsache, dass Nebenwerte schwächer performten als die Large Caps, welche einen wesentlichen Anteil ausmachen an der Marktabsicherung in Säule 1. (siehe dazu auch Graphik Säule 1 vs. die Differenz aus MSCI Europe Small Caps minus Large Caps). Der Fondspreis verlor in diesem Umfeld bedauerlicherweise etwas über 8%. Die Säulen 1 und 2 belasteten den Fondspreis am stärksten, dagegen kam es in Säule 3 nur zu einem geringen Rückgang. Die Performance der einzelnen Säulen im zweiten Halbjahr sieht wie folgt aus: