Mit „Modern-Value“ die Chancen der Corona-Krise nutzen

Covid-19 hat die Weltwirtschaft

Die Corona Krise hat Wirtschaft und Gesellschaft weltweit im Griff. Länder wie China, Korea und Taiwan waren auf dem Weg zur Normalität und kämpfen nun gegen eine zweite Welle. Die andauernden Kontrollmaßnahmen in der Öffentlichkeit machen aber deutlich, dass man von einer Situation wie sie vor dem Ausbruch der Pandemie bestand, auch dort noch weit entfernt ist. In anderen Teilen der Welt, unter anderem den USA, Afrika, Indien und Südamerika sowie Teilen Europas, tobt weiterhin der Kampf gegen den Virus.

Das staatliche Vorgehen spaltet zunehmend die westlichen liberalen Gesellschaften und lähmt die internationalen Lieferketten und damit die Weltwirtschaft. Wir befinden uns in einer globale Rezession und die psychologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Covid 19 werden Narben u.a. auch in Form von exorbitanten Schulden hinterlassen, mit denen wir uns noch lange auseinandersetzen müssen. Nach den starken Einbrüchen an den Weltbörsen im März kam es zu einer von wenigen erwarteten V-förmigen Erholung. Diese war vor allem in den massiven politischen und monetären Aktionen unter Einbeziehung der Notenbanken begründet. Anders als zu Zeiten der Finanzkrise, als insbesondere Europa nur langsam Maßnahmen ergriff, haben die Regierungen diesmal weltweit zwar nicht konzertiert, aber zumindest schnell gehandelt. Trotzdem wird es 2020 zu einer echten weltweiten Rezession kommen.

Was heißt das für einen Value-Investoren?

Wir sind überzeugte Value-Investoren. Die klassische Value-Definition wurde von Benjamin Graham aufgestellt und bezeichnet Aktien, die sich primär durch niedrige Bewertungen, einen hohen Substanzwert und eine hohe Dividendenrendite auszeichnen. Wir haben unseren Value Ansatz seit den 1990er Jahren konsequent weiterentwickelt. Wie Warren Buffett und Charlie Munger glauben wir, dass die Kapitalrendite eines Unternehmens mittel und langfristig einen höheren Einfluss auf die Performance der Aktie hat als der Preis, der für die Aktie gezahlt wurde.

In dieser „Modern Value“ Perspektive ist also nicht der Preis allein entscheidend, sondern die Höhe der künftigen Cashflows. Dieser Ansatz erlaubt im Vergleich zu dem ursprünglichen Value-Ansatz auch die Investition in höher bewertete Aktien, wenn sie eigentümer- und familiengeführt sind, über strukturelle Wettbewerbsvorteile, einen wirtschaftlichen Burggraben, den sog. Moat, verfügen und die Aktie, gemessen am erwarteten künftigen Cashflow, eine Sicherheitsmarge bietet.

Sie können den vollständigen Quartalskommentar hier lesen oder als PDF-Datei herunterladen.