Nachdem die meisten Börsen im März massive Einbrüche in Folge der Ausbreitung des Coronavirus und eines Preiskriegs beim Öl zwischen Russland und Saudi-Arabien verbuchen mussten, begann im April mit den ersten Lockerungsmaßnahmen die Aufholjagd. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Rettungspakete verschiedener Regierungen sowie die akkommodierende Politik der Notenbanken. Langfristig könnte der Umfang des fiskalischen Rettungspaketes bis zu 10 Prozent des weltweiten BIPs betragen. Diese Summen stützen die Märkte und haben die Erholungsrallye im 2. Quartal weiter befeuert. Hinzu kam, dass in Europa im Quartalsverlauf rückläufige Infektionszahlen vermeldet wurden, was die Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr zur Normalität bestärkte. Vor allem im Juni verbesserten sich die Makroprognosen. So gab es vom US-Arbeitsmarkt weniger dramatische Zahlen, als zunächst erwartet worden war. Einzelne Volkswirtschaften, wie die deutsche, konnten den Einbruch beim BIP in Grenzen halten. Im Ergebnis notierten die wichtigsten Indizes im Juni wieder nur leicht unter ihren Höchstständen von vor der Krise. Aber die Lage bleibt fragil, auch weil die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht endgültig abzuschätzen sind. Die Geldpolitik bleibt deshalb die wichtigste Stütze der Aktienmärkte. Zum Quartalsende bereiten vor allem die USA Sorgen, da die Pandemie hier außer Kontrolle geraten ist und die Regierung sich wenig handlungsfähig zeigt. Auch wächst weltweit die Angst vor einer zweiten Infektionswelle.

In diesem Umfeld konnte der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen im 2. Quartal eine Wertentwicklung von 11,1 Prozent erzielen (-12,9 Prozent YTD). Wir setzen im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen einen Schwerpunkt auf Unternehmen mit stabilem Geschäftsmodell und strukturellem Wettbewerbsvorteil, dem wirtschaftlichen Burggraben oder „Moat“. Den Anteil dieser Unternehmen haben wir in den vergangenen Monaten ausgebaut. Aktuell besteht das Portfolio zu rund 50 Prozent aus
solchen „Modern Value“- Unternehmen mit einem tiefen Burggraben, wie z.B. Alibaba, Alphabet oder secunet Security Networks. Sie lieferten im Quartal mit rund 8 Prozent den höchsten Performancebeitrag im Portfolio.

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