Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 09. März 2020 | www.shareholdervalue.de

Das Corona-Virus hat die Märkte weiterhin fest im Griff. Die Folgen für die Weltwirtschaft sind derzeit noch kaum abzuschätzen, kein Mensch weiß, wie lange sich die Krise noch hinzieht. Die Angst ist fest im Markt verwurzelt. Oder, wie Hans-Jürgen Jakobs vom Handelsblatt schrieb „Angst essen Seele auf!“. Die Hysterie ist groß. Aber irgendwie hat man den Eindruck, dass der klare Menschenverstand in solchen Situationen immer etwas zu kurz kommt.

Klar, die Unterbrechung von Lieferketten, die Drosselung vieler Produktionseinheiten, die Angst vor einer sich weiter abschwächenden Konjunktur – niemand kann genau sagen, welche Folgen die Krise noch mit sich bringen wird. Trotzdem sei aus Anlegersicht die Frage erlaubt: Warum nicht heute schon an übermorgen denken?

Die Bewertungen sind das A und O

In diesem Zusammenhang ist das jüngste Memo des legendären Investors Howard Marks zur aktuellen Marktentwicklungen interessant. Der Milliardär und Mitgründer des Vermögensverwalters Oaktree Capital, hat sich dabei der Frage gewidmet, ob Aktien nach den jüngsten Kurseinbrüchen wieder kaufenswert sind und kommt zu dem Schluss: „Das kann niemand sagen!“ Allerdings ist er der Überzeugung, intelligentes Investieren müsse – wie immer – auf dem Verhältnis von Preis und Wert basieren. Mit anderen Worten solle man nicht die Frage stellen, ob die Kurseinbrüche sich weiter fortsetzen, sondern eher: „Sind Aktien jetzt richtig bewertet, oder gar noch zu teuer, oder schon günstig?“. Marks rät Anlegern, etwas Geld in die Hand zu nehmen, um nachzukaufen. Steigen die Aktien, würden Anleger froh sein, günstig nachgekauft zu haben. Fallen sie weiter, hätte man noch Geld, um erneut zu investieren. Kein schlechter Rat.

Auf die betroffenen Sektoren achten

Dabei muss man unter den gegebenen Umständen aber auch auf Sektoren achten, die von den Folgen des Corona-Virus besonders stark betroffen sind. So ist eine genaue Bewertung von Papieren der Touristikbranche und von Fluglinien derzeit kaum möglich. Der schon zuvor angeschlagene britische Regionalflieger Flybe musste Insolvenz anmelden. Airbus hatte im Februar keine einzige Bestellung zu vermelden. Und dass es für die Automobilbrache schwierig bleibt zeigt die Tatsache, dass der Fahrzeugabsatz in China im vergangenen Monat um rund 80 Prozent zurückgegangen ist.

Krisengewinner

Und die Krisengewinner? Das sind neben einigen Pharmakonzernen Unternehmen wie Amazon, Facebook oder YouTube, bzw. Alphabet. Denn was machen die Menschen, wenn aus Furcht vor einer Ansteckung nicht mehr aus dem Haus gehen? Sie lassen sich ihr Essen und andere Dinge nach Hause liefern, schauen Filme, hören online Musik und Chatten mit ihren Freunden. Aber auch die Aktien dieser Unternehmen sind im allgemeinen Sell-Off unter die Räder gekommen und damit heute günstiger zu erwerben als noch vor ein paar Wochen.

Und nicht zu vergessen: Es gibt Hoffnung im allgemeinen Chaos. So geht das Robert Koch-Institut davon aus, dass es schon in wenigen Wochen Behandlungsmethoden gibt, die Corona-Infizierten helfen können. Und aus China ist zu hören, dass die Werke wieder öffnen und sich Produktion langsam wieder normalisiert.

Darum bleiben wir unserem Stil treu und kaufen eigentümergeführte Firmen mit wirtschaftlichem Burggraben. Und dass die Sicherheitsmarge für unsere Value-Titel größer geworden ist, eröffnet neue Kaufgelegenheiten, denn Schwankungen können auch etwas Positives haben.





Beitrag von e-fundresearch.com | 28. Februar 2020

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2) ist beim Österreichischen Fondspreis 2020 in der Kategorie „Mischfonds Global aktienorientiert“ mit dem Prädikat „Herausragend“ ausgezeichnet worden.

Mit dem Preis würdigt das Magazin FONDS professionell gemeinsam mit der Tageszeitung Die Presse besonders den Mehrwert des jeweiligen Fondsmanagements. Der Österreichische Fondspreis wird jährlich im Rahmen des FONDS professionell Kongress in Wien verliehen. Der Preis in der Kategorie „Mischfonds Global aktienorientiert“ wurde in diesem Jahr erstmalig vergeben. Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen wird von der Shareholder Value Management AG beraten. Der Vermögensverwalter mit Sitz in Frankfurt am Main setzt bei der Auswahl der Aktien für seine Fonds und Mandate auf eine konsequente Value-Strategie. Dabei suchen CIO Frank Fischer und sein Team nach Unternehmen, die über ein skalierbares Geschäftsmodell verfügen und durch ihre Preissetzungsmacht inflationsbedingte Preiserhöhungen weitergeben können. Solche Qualitätsunternehmen zu vernünftigen Bewertungen zu kaufen, ist der Kern des Value-Ansatzes der Shareholder Value Management AG.

„Der Österreichische Fondspreis zeigt, dass wir mit unserem Ansatz auch im schwierigen Marktumfeld der vergangenen fünf Jahre einen Mehrwert liefern konnten“, kommentiert Frank Fischer die Auszeichnung. „Wir haben unseren Ansatz konsequent weiterentwickelt und damit auch der lockeren Geldpolitik und ihrem Einfluss auf die Aktienmärkte Rechnung getragen. Da zahlt sich jetzt aus.“

Für den Österreichischen Fondspreis werden die Fonds ausgezeichnet, die über den fünfjährigen Beobachtungszeitraum hinweg positive Ergebnisse erzielen konnten. Das Münchner Institut für Vermögensaufbau (IVA) analysiert, ob die Fonds durch ihre Managerleistung einen Mehrwert erzielen konnten oder ob sie aufgrund eines weitergefassten Anlageuniversums besser abgeschnitten haben. Die drei erfolgreichsten Fonds einer Kategorie werden mit dem Prädikat „Herausragend“ versehen. In diesem Jahr wurden 33 Investmentfonds von 30 Gesellschaften in insgesamt elf Kategorien ausgezeichnet.

Zum Online-Artikel auf e-fundresearch.com: https://e-fundresearch.com/newscenter/175-shareholder-value-management-ag/artikel/37282-frankfurter-aktienfonds-fuer-stiftungen-beim-oesterreichischen-fondspreis-ausgezeichnet





Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 24. Februar 2020 | www.shareholdervalue.de

Das Coronavirus verunsichert weiterhin die Märkte. Die jüngsten Fälle in Japan, Südkorea und Italien tun ihr Übriges dazu, dass Anleger rund um den Globus besorgt sind. Hinzu kommt, dass der Virus erhebliche Auswirkungen auf die chinesische Konjunktur hat. Chinas Automarkt ist in der ersten Februarhälfte um sage und schreibe 92 Prozent eingebrochen, was besonders auch die deutschen Autobauer wie VW, BMW und Daimler belastet. Rund 80.000 Menschen sind offiziell mit dem Virus infiziert. In China selbst sind es mehr als 73.000 bestätigte Fälle. Die wahre Zahl liegt aber wohl um einiges höher. Einige Beobachter schätzen allein die Fälle in der am meisten betroffenen Stadt Wuhan, die rund 11 Millionen Einwohner hat, auf mehr als 500.000. Ein gewaltiger Unterschied zu den offiziellen Zahlen aus Peking.

Wichtiger Indikator: Die Fälle außerhalb Chinas

In diesem Zusammenhang gibt es allerdings eine Zahl, die wir als wichtigen Indikator ansehen und sehr aufmerksam beobachten: Es ist die Zahl der Corona-Fälle außerhalb Chinas. Und da darf man positiv vermerken, dass diese Anzahl rückläufig ist. Solange dies so ist, besteht die Hoffnung, dass eine weltweite Pandemie immer unwahrscheinlicher wird. Auch wenn die Weltgesundheitsorganisation WHO weiterhin warnend den Finger hebt.

Peking geht „all in“

Aber welche Zahlen man nun schlussendlich zu Grunde legt, diese Krise ist eine echte Bewährungsprobe für die chinesische Wirtschaft und vor allem für die die Führung in Peking. Dabei muss man feststellen: Chinas Regierung versucht alles, um der Krise Herr zu werden. Sie geht quasi „all in“. So gibt es Sonderfinanzierungen für Unternehmen. Die Fluggesellschaften des Landes, die täglich Hunderttausende leere Plätze verzeichnen, weil der Flugverkehr eingeschränkt oder gar auf vielen Routen ganz eingestellt wurde, erhalten staatliche Unterstützung. Darüber hinaus werden Steuererleichterungen in Aussicht gestellt. Man kann sagen, Peking und die chinesische Zentralbank versuchen alles, um der Krise entgegen zu wirken. Frei nach dem Motto von Ex-EZB-Präsident Mario Draghi: „whatever it takes“!

Und erste „Erfolge“, wenn man es so nennen will, können schon verbucht werden. Waren vor einigen Tagen die Straßen noch leergefegt und die Geschäfte geschlossen, gibt es auf Pekings Straßen wieder erste Staus. Ein Bild, das in normalen Zeiten zum Alltag gehört, in den letzten Wochen aber überhaupt nicht mehr vorkam. Staus als Zeichen einer gewissen Normalisierung. Aber es ist noch ein weiter Weg, bis alle Fließbänder in den Werken wieder laufen. Das Coronavirus legt Chinas Volkswirtschaft immer noch lahm. Und die Folgen bekommt die Weltwirtschaft zu spüren.

Entspannung schon im Mai?

Die Situation in China ist und bleibt für die weitere Entwicklung an den Märkten von entscheidender Bedeutung. Wenn man aber die Entschlossenheit sieht, die Peking an den Tag legt, ist durchaus Hoffnung angebracht, dass die Krise in absehbarer Zeit abgemindert werden kann. Wir rechnen damit, dass eine Entspannung bereits im Mai zu verzeichnen ist. Bis dahin sollte auch die Industrieproduktion im Land der Mitte wieder auf normalen Touren laufen.

Belastung für Q1-Zahlen

Das bedeutet aber auch, dass der Corona-Virus und seine Folgen stark auf den Zahlen für das erste Quartal lasten werden. Wie stark diese Bremsspuren sein werden, ist derzeit noch nicht abzusehen. Die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs rechnen auf jeden Fall mit „Abwärtsüberraschungen beim Gewinnwachstum“. Deshalb sind wir mit unseren Mandaten wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen auch nicht voll investiert, obwohl die meisten Indikatoren eigentlich für weiter steigende Märkte sprechen.

Optimismus für den Rest des Jahres, auch wenn die Volatilität steigen könnte 

Wir gehen weiterhin davon aus, dass das laufende Jahr ein gutes Aktienjahr wird, wenn auch mit einer erhöhten Volatilität. Kommt es nach den zuletzt gestiegenen Kursen zu einer Korrektur, haben wir eine ganze Liste von Aktien, die wir in einer solchen Zeit gerne für unsere Mandate erwerben würden. Dazu gehören die britische Diploma PLC, die neuseeländische Ryman Healthcare oder auch die Aktie der Google-Mutter Alphabet. Die würden wir gerne zu angemessenen Preisen weiter aufstocken.





Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 10. Februar 2020 | www.shareholdervalue.de

„Mr. Market“ ist ein launischer Geselle. Mal ist er himmelhoch jauchend, mal zu Tode betrübt. Wie schnell die Stimmung an den Börsen kippen kann, konnte man in den letzten Wochen wieder beobachten. Zum einen hat die Situation in China rund um den Corona-Virus auf den Märkten gelastet. Dann haben aber die Tatsache, dass China im Handelsstreit mit den USA Strafzölle erlässt und eine Flut überwiegend guter Geschäftsberichte dafür gesorgt, dass die Stimmung wieder nach oben drehte. Die Rekordlaune der Anleger war zurück. Als dann aber die Nachricht kam, dass sich die Zahl der Corona-Infizierten noch immer stark erhöht, war es mit der guten Stimmung vorbei. Die Kurse sackten erneut ab.

Peking handelt entschlossen gegen die Krise

Was uns in diesem Zusammenhang aber optimistisch stimmt, ist die Entschlossenheit, mit der sich Peking gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krise stemmt. Umgerechnet gut 240 Milliarden US-Dollar wird die chinesische Regierung als Stimulus in den Markt pumpen. Und es hat den Eindruck: Wenn es mehr sein muss, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, dann wird noch mehr investiert. Das stimmt uns optimistisch, dass die wirtschaftlichen Probleme im Land hoffentlich nicht von Dauer sein werden, auch wenn es temporär einen Dämpfer für das globale Wachstum geben wird. Der wird allerdings vom Geld der Notenbank weggebügelt.

Volatilität – ein Geschenk der Märkte

Die Situation der letzten Wochen zeigt aber auch: Die Volatilität ist wieder zurück! Die Kurse schwanken zum Teil sehr stark, was manchem Anleger Schweißperlen auf die Stirn treibt. Wir sehen darin aber etwas Positives, fast schon so etwas wie ein Geschenk.

Denn in solchen Marktphasen sollte man sich immer wieder mit dem Gedanken auseinandersetzen: Warum habe ich in diese oder jene Aktie investiert? Unser Credo lautet: Wir beteiligen uns unternehmerisch. Wir sind damit Teil einer Firma. Und die Sicherheit, dass wir wissen, dass dort ein richtig gutes Produkt, oder eine richtig gute Dienstleistung angeboten wird, und eine Familie oder ein Eigentümer für uns die Firma weiterentwickelt, das hilft, mit Angstsituationen entspannter umzugehen und die Volatilität als Chance zu begreifen. Denn gerade in Phasen, in denen an der Börse Ausverkaufspreise dominieren, sollte man dies wie einen Winterschlussverkauf betrachten. Dies könnte etwa schon bald bei Werten von Luxusartikelherstellern wie Louis Vuitton oder auch Kering passieren, die aufgrund der Verunsicherung der chinesischen Verbraucher durch eine schwierige Phase gehen. Hier könnten sich demnächst günstige Einstiegskurse zeigen. Dabei wird aber nicht gezockt, sondern genau das Gegenteil: Man kauft ein Unternehmen, bzw. ein Teil eines guten Unternehmens zu einem günstigen Preis. Dann kann man sich auf die Erträge freuen, die in Zukunft kommen.

Bewertung und Sicherheitsmarge

Man braucht auf der anderen Seite aber auch eine klare Vorstellung zum Wert eines Unternehmens. Dazu schauen wir uns die Cashflows eines Unternehmens an und berechnen, wie hoch der Wert der ganzen Firma ist. Erst dann kann man mit einer Sicherheitsmarge agieren. Danach muss man nur geduldig warten, bis der Markt dies realisiert und eine Höherbewertung erfolgt. Das bringt dann den Kursgewinn. Bis dahin wird man im Idealfall mit einer Prämie in Form einer guten Dividende belohnt. Natürlich gelingt es in den aller wenigsten Fällen zum Tiefstkurs einzukaufen. Aber man kann gewiss sein, dass man mit einer Sicherheitsmarge die Aktie erworben hat. Danach kann man dann dem Motto von „Winnie the Pooh“ folgen: „Unterschätze nie den Wert des Nichtstuns!“

Das Shareholder Value „Mr. Market Cockpit“

Doch „nichts tun“ ist bei der derzeitigen Lange an den Börsen nicht angesagt. Denn mittelfristig zeigt unser „Mr. Market Cockpit“, das Frühindikatoren zusammenführt und für jeden Anleger auf unserer Webseite nachvollziehbar ist (https://shareholdervalue.de/mm/), erste Zeichen einer Eintrübung. So sind die Preise für Kupfer, Öl und Gas zuletzt deutlich runtergekommen, was möglicherweise zu Verwerfungen an den Märkten führt. Und dass die Probleme im Nahen und Mittleren Ost rund um den Iran und Israel, und die Gefahr, dass die amerikanische Notenbank FED den Märkten Liquidität entzieht, derzeit von den Coronavirus-Schlagzeiten aus den Nachrichten verdrängt worden sind heißt nicht, dass sie nicht schon sehr bald wieder in den Fokus der Investoren gelangen können.





08. Februar 2020 | www.shareholdervalue.de

Die finanzennacht 2020 und die Verleihung des Goldenen Bullen als Oskar der Finanzbranche war auch in diesem Jahr wieder ein absolutes Highlight. Bereits zum 27. Mal fand die Veranstaltung statt; Dieses Jahr im HOCH5, einem Werksgelände und Kreativquartier im Münchner Osten.

Mit über 500 Teilnehmer gehört die finanzennacht zu den wichtigsten Branchentreffs der Finanz- und Bankenszene. Shareholder Value war mit Clara Menzel und Endrit Çela vor Ort vertreten.

Bereits 2018 hat Frank Fischer den Goldenen Bullen als Bester Fondsmanager des Jahres gewonnen und auch in diesem Jahr gab es einen Preis. Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen gewann den zweiten Platz in der Kategorie bester Mischfonds überwiegend Aktien über 10 Jahre

Bei der Preisverleihung wurden insgesamt zwölf begehrte Preise aus den unterschiedlichsten Kategorien vergeben. Zwei Goldene Bullen gingen auch an Vertreter der Versicherungsbranche. Das Vorsorgeprodukt des Jahres (HDI), sowie die Versicherungsinnovation des Jahres – Versicherungen für Photovoltaikanlagen der Versicherungskammer Bayern. Hier zeigt sich, wie präsent das Thema Nachhaltigkeit sich durch die Branchen zieht. Auch wir können mit unserer Lösung für Fondspolicen der Versicherungen durchaus eine Innovation für die Lebensversicherer anbieten.

Aber nicht nur die Nachhaltigkeit wird in der Finanzbranche aktuell hervorgehoben. Wie schon auf dem Fondskongress vergangene Woche in Mannheim deutlich wurde, ist auch das Thema „Frauen und Geldanlage“ sehr präsent. Welche Themen Frauen bei der Geldanlage beschäftigen, wie man diese Zielgruppe in der Kommunikation besser erreichen kann und wieviel Potential hier liegt, darüber sprachen vom Finanzenverlag die Chefredakteurinnen Astrid Zehbe und Daniela Meyer der neuen Zeitschrift Courage, die erstmalig Ende Februar diesen Jahres erscheint.

Für uns war die finanznacht 2020 eine gute Gelegenheit uns mit Kollegen aus der Branche auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und uns für die Herausforderungen im nächsten Jahr vorzubereiten.






Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 20. Januar 2020 | www.shareholdervalue.de

Die Börse jubelt. Zumindest die Wallstreet lässt bisher noch keine Schwäche erkennen. Der Handelskrieg zwischen den USA und China hat sich vorerst entschärft. Und schon lassen die Anleger ihrem Optimismus wieder freien Lauf.

Doch wie man an anderen Börsenplätzen sehen kann. Von „Friede, Freude, Eierkuchen“ kann noch keine Rede sein. Sie zeigen sich uneinheitlich, denn nach der Krise ist vor der Krise. Schon stehen wieder Konjunktursorgen im Vordergrund des Interesses, der Nahost-Konflikt schwelt weiter und wie sich die aktuelle Berichtssaison entwickelt, ist auch noch nicht absehbar.

Auch wir sind grundsätzlich positiv für die Entwicklung an den Börsen eingestellt, sehen für die nahe bis mittlere Zukunft aber eine erhöhte Volatilität auf die Anleger zukommen. Deshalb versuchen wir uns von den tagespolitischen Ereignissen etwas abzukoppeln und setzen auf „Qualitätsaktien“.

Was sind für uns Qualitätsaktien? Das sind Titel von Unternehmen, die von ihren Gründern als Ankeraktionäre lange begleitet werden, die nicht auf den Tag oder die Woche, sondern auf die Zukunft hin ausgerichtet sind. Es sind Unternehmen, die nicht unbedingt ein spektakuläres, sondern ein konsistentes Umsatz- und Gewinnwachstum zeigten und dies über Jahren hin – und nicht nur für ein paar Quartale – unter Beweis gestellt haben.

Um diese Titel zu finden, muss man lange suchen. Doch es gibt sie auf der ganzen Welt. Hier drei Beispiele aus den USA, Großbritannien und aus Neuseeland, die prominent in unseren Mandaten wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, dem Frankfurter Value Focus Fund oder auch dem PRIMA – Globale Werte vertreten sind:

Beispiel 1: Alphabet

Das bekannteste Unternehmen ist Alphabet. Die Google-Mutter ist ein Paradebeispiel für eine Qualitätsaktie. Die beiden Gründer Sergey Brin und Larry Page sind zwar nicht mehr in vorderster Front tätig, sondern haben sich in den Verwaltungsrat zurückgezogen. Das bedeutet aber nicht, dass sie ihren Einfluss verloren haben. Sie halten zwar „nur“ noch 11,9 Prozent der Aktien, verfügen mit 52 Prozent aber zusammen über die Stimmrechtsmehrheit. Ohne sie geht also nichts im Konzern. Dass die Google-Suchmaschine eine Milliarden-Cashcow ist, ist für absehbare Zeit unbestritten. Das Wachstum ist ungebrochen. Dieses Geld wird aber nicht einfach auf die hohe Kante gelegt, sondern in die Zukunft investiert. Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren, Cloudlösungen und ähnliche Projekte zielen darauf ab, das Unternehmen auch weiterhin an der Weltspitze zu halten.

Beispiel 2: Diploma PLC

Ein anderes Beispiel kommt aus Großbritannien: Diploma PLC. Das Unternehmen vertreibt Nischenkomponenten in Nordamerika, Europa und Australien. Der Fokus liegt dabei auf Komponenten für den Med-Tech-Bereich, sowie industrielle Ersatzkomponenten und High-Tech Kabel für die Luft- und Raumfahrt. Diploma ist einer der wenigen Anbieter dieser Produkte, und verfügt über hervorragende technische Kenntnisse und Leistungen, um die Produkte auf den entsprechenden Märkten zu vertreiben. CEO Johnny Thomson leitet das Unternehmen in zweiter Generation und ist geschäftsführender Inhaber. Er sorgte wie schon sein Vater dafür, dass Diploma seit Jahren konsistent beim Umsatz- wie auch auf der Gewinnseite gewachsen ist. Der Konzern setzt sich dabei keine unrealistischen Ziele, sondern nur solche, die es auch erreichen und erfüllen kann. Das ist wichtig für uns als Investoren und macht das Unternehmen berechenbar.

Beispiel 3: Ryman Heathcare

Und last but not least ein Blick nach Neuseeland und hier speziell auf Ryman Healthcare. Ryman entwickelt und betreibt Senioren-Residenzen für betreutes Wohnen und Intensivpflege bis zur Demenzbetreuung in Neuseeland und Australien. Die Bewohner zahlen für das lebenslange Wohnrecht, und wiederkehrend für das Management der Residenzen und die Pflege. Ryman besitzt 30 Anlagen in Neuseeland, sowie eine erste in Melbourne. In Australien sind 14 weitere in Planung. Und auch andere Staaten im asiatischen Raum hat das Unternehmen bereits fest im Blick. Dass sich das Unternehmen eine solche Expansion leisten kann, zeigt die Gewinnentwicklung, die bisher bei jährlich 15 Prozent lag.

Mitgründer und Vorstandschef Kevin Hickmann ist mit 7 Prozent weiterhin der größte Einzelaktionär. Seit 1984 kümmert er sich um die mittlerweile rund 4500 Mitarbeiter sowie das Wohl der über 10.000 Bewohner in den Ryman-Residenzen. Dabei schaut er bei der Entwicklung des Unternehmens „mindestens 10 bis 15 Jahre in die Zukunft“, wie er immer wieder betont. Auch eine Qualität, die wir zu schätzen wissen.





Wie schon in den Monaten zuvor, so war auch im 4. Quartal 2019 der Handelsstreit zwischen den USA und China das beherrschende Thema an den Märkten und sorgte im Quartalsverlauf immer wieder für Schwankungen. Angesichts deeskalierender Signale beider Seiten setzte sich allerdings zum Ende des Quartals Optimismus durch. Mit den britischen Unterhauswahlen am 12. Dezember, die einen überwältigenden Sieg für Boris Johnsons konservative Partei brachten, rückte auch beim Brexit eine konstruktive Lösung an Stelle eines Hard-Brexit in greifbare Nähe. Diese politische Entspannung sorgte für spürbare Erleichterung an den Aktienmärkten. Sie wurde flankiert von einer weiterhin robusten US-Wirtschaft, die von guten Arbeitsmarktdaten und einem entsprechend hohen Verbrauchervertrau-en getragen wird, sowie von einer akkommodierenden Geldpolitik der Fed und der EZB. Das Gesamtpaket sorgte im 4. Quartal für einen deutlichen Rückenwind für Aktien.

Vor allem mit Blick auf den Wechsel an der Spitze der Europäischen Zentralbank reagierten die Märkte erleichtert als klar wurde, dass Christine Lagarde zunächst den Weg der lockeren Gelpolitik ihres Vorgängers Mario Draghi fortsetzen wird. Allerdings hat Lagarde eine Überprüfung der Geldpolitik angekündigt. Die Märkte zeigten sich bisher davon aber letztendlich ebenso unbeeindruckt, wie von der an-haltend schwachen Konjunktur in Deutschland und setzen ihren Erholungskurs im Quartalsverlauf fort. So konnte der MSCI World im Gesamtquartal eine Wertent-wicklung von 8,56 Prozent (in US-Dollar) verzeichnen, der S&P 500 erzielte 9,1 Prozent.

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen hat im Quartalsverlauf seine Nettoaktienquote auf bis zu 88 Prozent erhöht. Ausschlaggebend war für uns neben einem positiven makroökonomischen Umfeld auch das technische Bild, welches trotz zwischenzeitlicher Anzeichen für einen überkauften Markt weitestgehend intakt war.

Wir haben die gute Aktienmarktentwicklung im Quartal dazu genutzt, um Positionen wie Ryanair mit Gewinn zu verkaufen oder wie im Fall von Ryman Healthcare, Novo Nordisk und John Menzies zu reduzieren. Neu aufgebaut haben wir unter anderem Positionen in der US-Heimwerkerkette Tractor Supply, dem israelischen Photovoltaikunternehmen SolarEdge Technologies und dem italienischen Pharmaunternehmen Recordati S.p.A. Zu den Positionen, die wir weiter ausgebaut haben, zählen unter anderem die beiden Onlinehändler Alibaba, Amazon sowie der Halbleiterhersteller BE Semiconductor.

Im 4. Quartal konnte der Fonds eine Wertentwicklung von 8,49 Prozent erzielen, was am Ende zu einer Jahresperformance von 7,83 Prozent führte. Die größten positiven Ergebnisbeiträge im Quartal lieferten Ryman Healthcare, Alibaba und AOC Value SAS.

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Wie schon in den Monaten zuvor, so war auch im 4. Quartal 2019 der Handelsstreit zwischen den USA und China das beherrschende Thema an den Märkten und sorgte im Quartalsverlauf immer wieder für Schwankungen. Angesichts deeskalierender Signale beider Seiten setzte sich allerdings zum Ende des Quartals Optimismus durch. Mit den britischen Unterhauswahlen am 12. Dezember, die einen überwältigenden Sieg für Boris Johnsons konservative Partei brachten, rückte auch beim Brexit eine konstruktive Lösung an Stelle eines Hard-Brexit in greifbare Nähe. Diese politische Entspannung sorgte für spürbare Erleichterung an den Aktienmärkten. Sie wurde flankiert von einer weiterhin robusten US-Wirtschaft, die von guten Arbeitsmarktdaten und einem entsprechend hohen Verbrauchervertrau-en getragen wird, sowie von einer akkommodierenden Geldpolitik der Fed und der EZB. Das Gesamtpaket sorgte im 4. Quartal für einen deutlichen Rückenwind für Aktien.

Vor allem mit Blick auf den Wechsel an der Spitze der Europäischen Zentralbank reagierten die Märkte erleichtert als klar wurde, dass Christine Lagarde zunächst den Weg der lockeren Gelpolitik ihres Vorgängers Mario Draghi fortsetzen wird. Allerdings hat Lagarde eine Überprüfung der Geldpolitik angekündigt. Die Märkte zeigten sich bisher davon aber letztendlich ebenso unbeeindruckt, wie von der an-haltend schwachen Konjunktur in Deutschland und setzen ihren Erholungskurs im Quartalsverlauf fort. So konnte der MSCI World im Gesamtquartal eine Wertent-wicklung von 8,56 Prozent (in US-Dollar) verzeichnen, der S&P 500 erzielte 9,1 Prozent.

Der Frankfurter Stiftungsfonds war mit einer Nettoaktienquote von 15,8 bis 26,5 Prozent im 4. Quartal eher defensiv positioniert. Entsprechend konnte er von der guten Aktienmarktentwicklung nicht in vollem Umfang profitieren. Insgesamt erzielt der Fonds im Quartal eine Performance von 1,88 Prozent, was zu einer Gesamtjahresperformance von -0,77 Prozent geführt hat. Der Fonds nutzt drei gering korrelierte Einzelstrategien (Säulen) zur Erwirtschaftung von Rendite. Die Säulen eins (Marktneutrales Aktienportfolio) und drei (Makroinvestments und Edelmetalle) lieferten dabei über den Quartalsverlauf insgesamt einen positiven Performancebei-trag, die Säule zwei (Optionsstrategien) belastete hingegen die Performance. Zu den Aktien mit dem höchsten Ergebnisbeitrag im 4. Quartal gehören AOC Value, Ryman Healthcare und Sarine Technologies. Die größten Verluste verzeichneten im Berichtszeitraum XLMedia, Intershop und SMT Scharf.

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Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 06. Januar 2020 | www.shareholdervalue.de

Der DAX ist mit Verlusten ins neue Jahr gestartet. Das ist nicht gerade erfreulich, aber durch die jüngsten politischen Ereignisse ausgelöst und zeigt natürlich noch keinen Trend für den weiteren Verlauf an den Börsen. Eines ist jedoch klar: Insgesamt ist die Stimmung an den Märkten positiv, wenn nicht sogar zu euphorisch. So zeigt die jüngste Fondsmanagerumfrage der Bank of America Merrill Lynch, dass die Geldprofis aus Renditegründen so stark auf Aktien setzen wie seit gut einem Jahr nicht mehr. Auch die letzte Umfrage von Universal-Investment hat bezeugt, dass unabhängige Vermögensverwalter ihren Kunden eine höhere Aktienquote empfehlen, weil sie positiv für 2020 gestimmt sind. Und der aktuelle Stand des CNN Greed & Fear-Index wird sogar noch deutlicher: Bei einem Stand von 97 symbolisiert er eine extreme Gier unter den Marktteilnehmern. Vor einem Jahr stand er bei 3, also bei purer Angst! Daraufhin wurde 2019 ein sehr gutes Börsenjahr!

Und jetzt wo alle gierig sind? Mit dem Wahlsieg von Boris Johnson und der damit gesunkenen Unsicherheit bezüglich des Brexits sowie der Ankündigung aus Washington, dass eine Teileinigung im Handelsstreit mit China zur Unterschrift bereitliegt liegt, ist die Börsenstimmung deutlich in die Höhe geklettert, auch wenn der USA-Iran-Konflikt derzeit belastet. Aber das aktuelle Niveau ist vergleichbar mit der Stimmung Ende 2017, als Konsens am Markt darüber herrschte, dass die Zinsen für lange Zeit nicht steigen werden, die Volatilität sinken wird und alle Portfolien auf Risiko ausgerichtet waren. Was folgte? Die Sorglosigkeit der Marktteilnehmer wurde nur wenig später hart bestraft. 2018 wurde das schwächste Börsenjahr seit der Finanzkrise.

Das erste Quartal wird äußerst spannend

Wir wollen jetzt nicht schwarzmalen. Auch wir gehen davon aus, dass 2020 durchaus ein gutes Aktienjahr werden könnte. Allein schon deshalb, weil Donald Trump wiedergewählt werden möchte und sich ja an der Entwicklung an der Wall Street messen lassen will. Aber vor allem im ersten Quartal kann es durchaus zu Rücksetzern kommen, denn man sollte sich von den jüngsten Rekorden der großen Indizes nicht täuschen lassen. Es braucht in der jetzigen Euphorie nur geringe Enttäuschungen, um eine Korrektur auszulösen. Und mögliche Risiken gibt es genug: Der USA-Iran-Konflikt, der Handelskonflikt USA – EU gewinnt möglicherweise an Fahrt, die Notenbankpolitik bleibt nicht so expansiv wie bisher oder die Umsetzung der Nach-Brexit-Zeit klappt in Bezug auf das geplante Freihandelsabkommen nicht wie gewünscht. Dies sind nur einige mögliche Gefahrenherde. Die Risiken sollte man im Auge behalten.

Nebenwerte – die Risiken sind relativ überschaubar

Genau so verfahren wir bei den von uns betreuten Aktienfonds wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen oder dem „Frankfurter – Value Focus Fund“, in denen man Werte wie etwa Naked Wines, Mears Group, Secunet Security, oder den neuseeländischen Altersheimbetreiber Ryman Healthcare findet. Der Frankfurter – Value Focus Fonds konnte in den letzten 9 Jahren einen Wertzuwachs von rund 190 Prozent erwirtschaften. Das sind mehr als 20 Prozent per anno. Das hat kaum ein Large Cap-Fonds geschafft. Aber mit Small- und Midcaps kann man nun mal bessere Renditen als mit Large Caps erzielen. Das hat die Historie vielfach bewiesen. Bei einem Beobachtungszeitraum von 10 Jahren kam etwa der Russell 2000 US Small Cap-Index auf eine mehr als doppelt so hohe Rendite als beim Russel Large Cap-Index. Der US-Ökonomen Rolf W. Banz hat dies als „Small-Cap-Effect“ beschrieben, der zeigte, dass langfristig die Renditen kleinerer Gesellschaften signifikant über denen großer Gesellschaften liegen, wie sie etwa im Dow Jones oder S&P 500 zu finden sind. Man muss als Kehrseite aber auch eine höhere Volatilität in Kauf nehmen. Bei einem langen Anlagehorizont sollte das aber kein Problem sein, denn dann ist auch das Risiko relativ gering. Denn Volatilität ist nicht nur Risiko sondern auch Chance oder anders gesagt: Für uns ist Volatilität das Lebenselixir des Investierens.





Shareholder Value Management AG | 02. Januar 2020 | www.shareholdervalue.de

Rückblick 2019

Das Jahr 2019 bot von der Börsenentwicklung her einige Überraschungen und sorgte für ein Wechselbad der Gefühle. Wie kaum ein anderer Faktor prägte der Handelsstreit zwischen den USA und China das Geschehen an den Börsen. Aus Investorensicht war der Konflikt lange Zeit das „biggest tail risk“ und belastete die sich eintrübende Weltkonjunktur zusätzlich. Der Welthandel brach zwischenzeitlich so stark ein wie in den vergangenen Rezessionen nach dem 11. September 2001 und nach der Finanzkrise 2007/2008. Dabei bleibt das konjunkturelle Bild weltweit uneinheitlich.

Während sich die USA beim Verbrauchervertrauen und den Beschäftigungszahlen noch vergleichsweise stabil halten konnten, wird das Wachstum in Europa durch die Schwäche der Industrie belastet. In Deutschland wirkt der Transformationsprozess der Automobilindustrie erschwerend. Demgegenüber stand eine akkommodierende Politik der Notenbanken, die für eine anhaltende Liquiditätsflut sorgte. Der Mangel an attraktiven Anlagealternativen stützte die Aktienmärkte. In Folge dessen kam es nach dem schwachen Jahresende 2018 in den ersten vier Monaten des neuen Jahres zu einer deutlichen Erholung an den Kapitalmärkten. Politische Störfeuer, wie der ungeklärte Brexit oder eben der Handelsstreit, waren zwar weiter vorhanden, gerieten zwischenzeitlich aber etwas in den Hintergrund. Trotzdem blieb die Nervosität und entlud sich im Mai und im August in deutlichen Korrekturen an den Börsen; diese erholten sich allerdings in den Folgemonaten im Zuge der immer wieder aufkeimenden Entspannung wieder. Letztendlich konnten wichtige Indizes wie der S&P500, der Dax und der EuroStoxx 50 das Jahr auf Jahreshoch oder sogar auf neuen Höchstständen abschließen.

Die Positionierung des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen spiegelte die Schwankungen und Unsicherheiten Im Jahresverlauf wider. Im ersten Quartal 2019 war der Fonds mit einer Nettoaktienquote von bis zu 56 Prozent eher defensiv aufgestellt, zu unberechenbar erschien uns vor allem die wirtschaftspolitische Situation. Die konstruktive Berichtsaison sowie eine Stabilisierung der Konjunktur führten ab dem zweiten Quartal zu einer Erhöhung der Bruttoaktienquote, die wir im Jahresverlauf, vor allem nach den Rückschlägen im Mai und August, immer wieder abgesichert haben. Aufgrund der anhaltenden Unterstützung der Notenbanken, einem sich abzeichnenden Kompromiss im Handelskonflikt sowie der sich aufhellenden Konjunktur im Euroraum lag die ungesicherte Bruttoaktienquote im letzten Quartal bei über 80% Prozent – der historische Durchschnitt beträgt ca. 70 Prozent seit Auflage. Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen beendete das Jahr 2019 mit einer positiven Performance von 7,83 Prozent und lag damit leicht unter seiner durchschnittlichen Rendite von 8,58 Prozent p.a. seit Auflage vor der Finanzkrise 2008.