Flummi oder Ei? 

Flummi oder Ei? Eine neue Welt

Rückblick – was ist geschehen

Bis vor kurzem hieß es, die globale Finanzmarktkrise sei eine Ausnahmesituation gewesen und werde sich so nicht wiederholen. Das Bankensystem sei stabiler, die Notenbanken stünden Gewehr bei Fuß und selbst die Politik habe dazugelernt.

Ausgehend von einem sehr starken Börsenjahr 2019 starteten wir in das Kalenderjahr 2020 mit neuen Höchstständen. Schon im vergangenen Jahr gab es erste Warnzeichen einer Entkopplung der Entwicklung der Aktienmärkte von den konjunkturellen Daten. Die Schere zwischen Value- und Growth-Werten lief immer weiter auseinander. Diese Bewertungslücke versuchten viele Experten mit niedrigen Zinsen, hohen Geldmengen und langfristigem Wachstum zu erklären. Fundamentale Entwicklungen wurden teilweise ignoriert, gleichzeitig schienen herkömmliche Bewertungsmodelle keine Gültigkeit mehr zu haben. Selbst erste Meldungen über den Ausbruch des Coronavirus in der chinesischen Stadt Wuhan wurden als lokales, auf China begrenztes Ereignis abgetan und nicht als globale Bedrohung gesehen.

Doch das sich immer weiter ausbreitende Virus lies aus diesem lokalen Angebotsschock schnell einen Nachfrageschock werden, gepaart mit einem schwarzen Schwan in Form des Ölpreiskollapses. Was war geschehen? Während sich in Europa die Angst vor einer globalen Pandemie ausbreitete, konnten sich Saudi-Arabien und Russland nicht auf Förderquoten verständigen. Die Eskalation führte zu einem Einbruch der Ölnotierungen, gefolgt von einem schwarzen Montag an den Börsen. Ölaktien und Banken, vollautomatisierte Verkaufsprogramme, Staatsfonds, ETFs und gehebelte Risk-Parity Strategien ließen die Volatilität in eine seit der Finanzkrise nicht gesehene Höhe schnellen. Während die Verluste chinesischer Aktien dank eines besonnen und vorsichtig kommunizierenden Staatsapparates auch mit Hilfe der Notenbank verhältnismäßig glimpflich ausfielen, zog der schnelle Ausverkauf an der Wallstreet DAX und Co. noch mehr in die Tiefe.

Corona verändert die Welt fundamental

Die Welt in Europa scheint nun stillzustehen, das Wasser in Venedig ist wieder klar und die Preise von CO2-Zertifikaten folgen dem Verlauf des Ölpreises. Weltweit spielen sich im Zuge der Pandemie menschliche Dramen ab. Im tagtäglichen menschlichen Miteinander sind sowohl ein gesteigertes Verantwortungsbewusstsein, z.B. in Form von vermehrter Hilfsbereitschaft, als auch deutlich zu Tage tretender Eigensinn wie bei Hamsterkäufen zu beobachten. Auch auf Unternehmensseite sorgen einige Firmen durch Negativschlagzeilen für Aufmerksamkeit und Imageschäden, während andere durch Spendenaktionen glänzen oder ihre Produktion auf Desinfektionsmittel und Masken oder Beatmungsgeräte umstellen. In Deutschland leidet die exportlastige Wirtschaft in Industrie, Luftfahrt und Automobilsektor überproportional. Die Erfahrungen aus der Finanzkrise, mit wirtschaftlichem Stillstand, steigenden Insolvenzen und Arbeitslosenzahlen, wachsender Inflation und soziale Unruhen, lassen für den weiteren Konjunkturverlauf eher das fallende Ei als den Flummi erwarten. Dagegen sprechen wiederum die nie zuvor gesehenen finanziellen Stimuli der Notenbanken und die weltweite Solidarität, zu denen beispielsweise auch Corona-Bonds gehören. Eine solche Krise schafft neue Chancen für eine neue Form der Globalisierung. So hat diese Krise z.B. die Nachteile von weit verteilten Lieferketten mit „just-in-time“ Lieferung aufgezeigt. Deshalb ist es sinnvoll, in strategischen wichtigen Sektoren nationale Reservekapazitäten vorzuhalten.

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Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 30. März 2020 | www.shareholdervalue.de

Die Stimmung an den Märkten bleibt angespannt bis nervös. Nach einem kurzen Zwischenhoch haben die Kurse nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA wieder nachgegeben. Hinzu kommt, dass besonders in den USA die Zahl der mit dem Corona-Virus Neuinfizierten weiter stark wächst. Das ist eine Situation, die uns möglicherweise noch eine Weile begleiten wird.

Gewinner & Verlierer

Die Auswirkungen solcher Krisen auf die Unternehmen sind höchst unterschiedlich. Zu den am wenigsten betroffenen Branchen gehören etwa der Energie- und Wassersektor, aber auch die Pharmabranche und zunächst auch noch der Immobiliensektor. Am schwersten und unmittelbar leiden die Reise- und Touristikbranche, das Gastgewerbe und der Maschinenbau.

Gewinner sind eindeutig der Online-Handel und die Paketzusteller. Da die Geschäfte in den Innenstädten geschlossen sind und die Menschen zu Hause bleiben müssen, gibt die Krise Unternehmen wie Amazon noch einmal einen kräftigen Schub. Nach einer Analyse des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) dürfte ihr Marktanteil auch nach der Krise hoch bleiben. Gleiches gilt übrigens auch für Lieferdienste. Denn die aktuellen Einschränkungen haben den Rückgriff vieler Verbraucher auf diese Dienste intensiviert. Es ist wahrscheinlich, dass sie diese auch nach dem Ende des „Social Distancing“ verstärkt nutzen.

Neben Supermärkten und Drogerien, die quasi eine Sonderkonjunktur erleben, profitieren auch Online-Dienste und Softwareunternehmen. Da viele Firmen auf Homeoffice umgestellt haben, gehören Video- und Chat-Programme für viele Arbeitnehmer zum neuen Alltag. So hat Microsoft bekanntgegeben, dass ihre Bürokommunikationssoftware „Teams“ pro Woche 30 bis 40 Prozent mehr Nutzer hat. Gleiches gilt für die Videokonferenz-Software „Zoom“. Dass in der Corona-Krise die Nachfrage nach Schutzausrüstung, Medizintechnik und Impfstoffen zum Teil explodiert ist, dürfte niemanden überraschen.

Umsetzung in den Mandaten

Wie setzt man aber diese Trends in Fonds wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen um? Wir haben in den vergangenen Tagen unsere Mandate sehr stark umstrukturiert, uns von einigen Positionen wie Tom Tom, Croda oder Thermo Fischer getrennt, bzw. sie reduziert. Neu investiert oder nachgekauft wurde dagegen in krisenrestente Geschäftsmodelle wie etwa Anheuser Busch InBev, Verisign oder auch Grenke, während wir bei den Onlinehändlern Alibaba und Amazon nachgekauft haben. Diese Werte halten wir schon seit längerem in den Portfolios.

„Die Stunde der alten Männer“ – Wie reagiert Buffett in Krisen?

Man sollte jedoch der Versuchung widerstehen, Titel einfach nur zu kaufen, weil sie gerade billig erscheinen. Als Value-Investoren orientieren wir uns am Stil und den Überlegungen von Altmeister Warren Buffett. Zunächst gilt: Sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, sondern mit kühlem Kopf die Lage analysieren. Dabei geht es uns wie Buffett immer um die langfristigen Perspektiven. Unser Augenmerk liegt auf einer hohen Qualität des Managements. Diese finden wir häufig in eigentümergeführten Firmen, bzw. in solchen, die von einem starken Ankeraktionär geführt und kontrolliert werden. Nicht zu Unrecht hat das Handelsblatt eine Geschichte über Unternehmer wie Dietmar Hopp, Erich Sixt und Heinz Hermann Thiele mit „Die Stunde der alten, weisen Männer“ betitelt. Denn die würden in der Krise nicht verzagen, sondern in solchen Situationen auch immer wieder Chancen sehen. Die Qualität des Managements entscheidet. Wenn sich solche Unternehmen dann noch durch Volumenwachstum auszeichnen und über ihre Preissetzungsmacht inflationsbedingte Preiserhöhungen weitergeben können, sprechen wir von einem „wonderfull business“. Solche Unternehmen dann noch mit einer Sicherheitsmarge, also unterhalb ihres Inneren Wertes, zu kaufen, ist der Kern unseres Investmentansatzes.

Gold als Stabilisator

Wir sind optimistisch, dass die Krise endlich und zu bekämpfen ist. Auch deshalb, weil die Notenbanken und die Fiskalpolitik rund um den Globus aus allen Rohren feuern, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise einzudämmen. Doch zunächst dürfte uns die Volatilität an den Börsen weiterhin begleiten. Deshalb haben wir den Portfolios auch Gold beigemischt, um sie zu stabilisieren. Beim Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen sind es fünf Prozent des Volumens, beim Frankfurter Stiftungsfonds sechs Prozent.





Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 23. März 2020 | www.shareholdervalue.de

Spätestens nach der jüngsten Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist klar, dass Deutschland vor einer der größten Herausforderung seit Jahrzehnten steht. Die kommenden Wochen und Monate werden den Staat und die Wirtschaft verändern. Das gilt nicht nur für Deutschland, das gilt für den ganzen Globus.

Aber bei all der Unsicherheit, die in den kommenden Wochen und Monaten auf uns zukommt, gibt es schon heute ein paar Gewissheiten. Die Welt wird sich nach der Corona-Krise weiterdrehen – wenn auch vielleicht in etwas anderer Geschwindigkeit, als wir das heute kennen. Es wird auch in Zukunft Unternehmen geben, die ihre Waren und Dienstleistungen verkaufen – selbst, wenn man an der Börse den Eindruck bekommen kann, dass die Welt gerade untergeht. Aber sie tut es nicht, es gibt im Gegenteil einige ermutigende Zeichen.

Zum Beispiel aus Südkorea. Die Regierung hat hier, auch aufgrund der Erfahrungen mit dem SARS-Virus 2003, schnell und konsequent durchgegriffen. Und schon zwei Wochen nach dem Verhängen einer strikten Ausgangssperre, bei der private Kontakte zu vermeiden waren und nur noch eingekauft werden durfte, was dringend notwendig war, ging die Zahl der Neuinfizierten signifikant zurück. Zwei Wochen, länger hat es nicht gedauert, bis dieser Effekt eingetreten ist.

In Deutschland haben viele „den Gong noch nicht gehört“

In Deutschland sind die Verbote bislang nicht so radikal. Das hat aber leider auch zur Folge, dass viele Menschen sich uneinsichtig zeigen und weiterhin soziale Kontakte pflegen und das schöne Wetter dazu nutzen, um sich im Park oder an anderen öffentlichen Plätzen zu treffen. Offensichtlich haben viele Menschen „den Gong noch nicht gehört“, wie es der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach formulierte. Die demonstrative Sorglosigkeit befeuert auch hierzulande Diskussionen um mögliche Ausgangsperren.

Klar scheint aber unterdessen, dass die deutsche, ebenso wie die Weltwirtschaft in eine Rezession rutschen wird. Für das erste und zweite Quartal 2020 ist dies so gut wie sicher. Wie schwer dieser Sturz sein wird, ist heute noch nicht abzuschätzen. Geht man nach dem Crash an den Börsen, wird dieser wohl sehr tief ausfallen.

Die Gewinner der Krise

Ist das für Anleger nun ein Grund zur Resignation? Nein, ganz im Gegenteil! Denn von den Kursstürzen sind auch gute Unternehmen betroffen, die eher gestärkt als geschwächt aus der Krise kommen werden, die ihre Marktanteile ausbauen, weil sie langfristig ausgerichtet sind. Dazu zählen die von uns bevorzugten Familienunternehmen, die mit ruhiger Hand geführt werden und einen wirtschaftlichen Burggraben um ihr Geschäftsmodell errichtet haben. Solche Unternehmen werden die Gewinner der Krise sein. Diese sind im Moment günstig zu erwerben, was wir selektiv auch für unsere Mandate wie den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen nutzen An solchen Aktien werden die Anleger noch lange sehr viel Freude haben, wenn sie ihre Angst überwinden. Denn hier winken nicht nur Kurssteigerungen, sondern auch attraktive Dividenden. Und was nicht vergessen werden sollte: Viele Unternehmen fangen auf dem derzeitigen Niveau wieder an, Aktienrückkäufe zu beschließen. Patrizia Immobilien und die Hamburger Aurubis-Gruppe haben das erst vor ein paar Tagen getan. Andere werden folgen. Man braucht als Anleger nur etwas Geduld.

Regierungen, Notenbanken und Forschungseinrichtungen im Fokus

Und noch ein Umstand sollte die Gemüter beruhigen. Alle Regierungen und Notenbanken rund um die Welt kommen der Wirtschaft mit Billionen-Programmen zur Hilfe. Dies kann möglicherweise das Schlimmste abfedern. Und nicht zu vergessen: Es werden derzeit unter Hochdruck viele Impfstoffe getestet, die irgendwann hoffentlich Wirkung zeigen werden. Neben US-Firmen wie Moderna sind darunter mit CureVac aus Tübingen und BioNTech aus Mainz auch zwei deutsche Unternehmen. Diese Unternehmen arbeiten mit sogenannter Messenger-RNA (mRNA). Das sind, vereinfacht ausgedrückt, Botenstoffe, die in den Muskel gespritzt werden und dort die Entwicklung von Proteinen anstoßen, mit deren Hilfe Viren identifiziert und entsprechende Antikörper gebildet werden. Bis zur endgültigen Zulassung solcher Impfstoffe wird es noch etwas dauern, aber die Entwicklungsgeschwindigkeit ist sehr hoch.

Noch herrscht Panik – aber nicht mehr ewig!

Doch in der Zwischenzeit reagiert der Markt weiterhin panisch. Unser Mr. Market Cockpit, in dem wir verschiedene Finanzmarkt-, Sentiment- und Fundamentaldaten zusammenführen, zeigt ganz deutlich, dass die überwiegende Mehrheit der Marktteilnehmer vor den Entwicklungen kapituliert hat.

Das hat aber auch dazu geführt, dass viele Titel heute sehr attraktiv bewertet sind. Ein Beispiel ist der Bier-Gigant Anheuser-Busch InBev, der unter vielen anderen auch das mexikanische Corona-Bier herstellt. Die Aktie wurde, sicher auch deswegen, abgestraft und fiel von rund 90 auf nunmehr gut 30 Euro. Eine absolute Übertreibung.

Vielleicht ist das Tief noch nicht erreicht. Aber der Markt bietet jetzt bereits Chancen für diejenigen, die mit kühlem Kopf agieren und sich nicht einschüchtern lassen. Es kann durchaus passieren, dass wir ein, zwei Quartale eine Rezession erleben, die es durchaus in sich hat. Aber danach geht das Leben weiter! Und dabei werden die Mutigen und Besonnenen mit schönen Renditen belohnt.





Marktkommentar von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 16. März 2020 | www.shareholdervalue.de

Aktuelle Situation

Der Preiskrieg um Öl zwischen Saudi-Arabien und Russland, die schnelle und inzwischen weltweite Ausbreitung des Coronavirus sowie die erste Enttäuschung über die Reaktion der Europäischen Zentralbank, haben den Abwärtstrend an den Aktienmärkten verstärkt und in den vergangenen Tagen zu massiven Einbrüchen an den Börsen und beim Ölpreis geführt. Unser „Mr. Market-Cockpit“, in dem wir verschiedene Finanzmarkt-, Sentiment- und Fundamentaldaten zusammenführen, hat uns bereits in den vergangenen Tagen angezeigt, dass Angst im Markt ist. Aber jetzt kommt Panik auf und damit fällt quasi der Sommer- und der Winterschlussverkauf auf den gleichen Zeitraum! Sowohl unsere Sentiment- als auch Kapitulations-Unterstützungsmodelle zeigen aktuell extreme Ausschläge, was technisch gesehen klare Kaufsignale sind.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen sind jetzt viele soziale Aktivitäten nicht mehr möglich oder sogar behördlich untersagt. Das führt dazu, dass in Restaurants die Gäste ausbleiben oder Messebauern die Aufträge wegbrechen, weil die Messen ausfallen. Deshalb verzeichnen viele Unternehmen Umsatzeinbrüche bei gleichbleibenden Verpflichtungen, wie Lohn- und Steuerzahlungen. Daher müssen diese Unternehmer Liquidität schaffen um diese Verbindlichkeiten bedienen zu können. In Summe bedeutet dies, dass Assets wie Aktien oder auch Gold (über-)verkauft werden. Damit dies nicht überhandnimmt haben die Regierungen den Unternehmen umfangreiche Unterstützungen zugesagt, wie z.B. die Kurzarbeit in Deutschland. Die kurzfristige fundamentale Folge der umfangreichen weltweiten Quarantänen ist eine globale Rezession. Wir erwarten ein deutlich rückläufiges Wirtschaftswachstum sowohl in Q1 wie auch Q2 2020. Allerdings hat die Politik in vielen Ländern und nicht nur in Deutschland quasi den Draghi gemacht. Es gilt „whatever it takes“ um die Unternehmen und die Arbeitsplätze zu sichern. Der Umfang der monetären Unterstützung durch die Notenbanken und das Ausmaß der fiskalischen Unterstützung übertrifft alle bisherigen Unterstützungen in früheren Krisen bei weitem!

Sehr wichtig ist die Beobachtung, dass die die Strategie der sozialen Distanzierung in China und Südkorea sehr gut funktioniert hat. Dies kann man am Abflachen der Anzahl der Neuinfektionen sehr gut verfolgen. Es ist naheliegend innerhalb der nächsten Wochen von einem ähnlichen Verlauf in den westlichen Ländern auszugehen. Sobald die Verbreitung des Coronavirus durch rückläufige Zunahmen seinen Höhepunkt überschritten hat, werden der Ozean der Notenbankliquidität und die enormen Konjunkturpakete ihre Wirkung entfalten. Wegweisend für Europa wird die Entwicklung in Italien sein. Hier wird es deutlich werden, dass die Maßnahmen nicht nur in Asien funktionieren, sondern auch westliche Demokratien diese erfolgreich umsetzen können. Daher erwarten wir im Gegenzug zu den letzten Tagen auch eine eine extrem aggressive Erholungsbewegung der Aktienmärkte.

Das Rendite-Risiko-Verhältnis ist auf dem stark gedrückten Niveau so viel besser, dass wir bei vielen soliden familiengeführten Qualitätsunternehmen wieder sehr deutliche Unterbewertungen sehen. Die Aktienrenditen, die jetzt erwirtschaftet werden können, werden Anlegern noch über viele Jahre sehr viel Spaß machen, wenn sie ihre Angst im derzeitigen volatilen Umfeld überwinden und das einzig richtige tun: ihre Aktienquoten ausweiten!

Wertentwicklung und Positionierung

Bei allem menschlichen Leid und bei all der Trauer um die Opfer, die die Krise gefordert hat und noch fordern wird: Die Volkswirtschaften in ihrer jeweiligen Gesamtheit werden diese Krise überstehen und die Chancen, eigentümergeführte Unternehmen mit einem starken strukturellen Wettbewerbsvorteilen, dem Burggraben, zu solchen Kursen zu erwerben, gibt es in einer Dekade meistens nur einmal. Wir hatten schon frühzeitig auf die Gefahren einer Pandemie hingewiesen und im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen das systematische Risiko des Aktienmarktes weitestgehend abgesichert und konnten damit die Kursrückgänge deutlich abdämpfen. Aber auch wir haben die Konsequenzen und die daraus resultierende Liquiditätskrise unterschätzt. Nach dem Einbruch am 9. März haben wir unsere Absicherung reduziert, und haben unsere Aktienquote ausgeweitet, um sich die nun bietende Chancen nutzen zu können.

Wie geht es weiter?

Dennoch gehen wir mit Blick auf mögliche weitere Korrekturen vorsichtig vor und überprüfen unsere Positionierung laufend. Trotz der durch unser Mr. Market Cockpit messbaren Kapitulation der Anleger und den sehr attraktiven Bewertungen kann der bisherige Tiefpunkt eventuell erneut getestet oder sogar temporär unterschritten werden.

Die meisten Menschen haben zu wenig Aktien und viel zu viel Festgeld und negativ verzinsliche Anleihen. Überwinden Sie ihre Ängste und steigen Sie jetzt in den Markt ein. Weiten Sie die Aktienquote aus, auf diejenige, die sie immer haben wollten! Ihr Engagement in unternehmerischen Beteiligungen wird sich auf lange Jahre auszahlen und sehr gute Renditen liefern. Durch den Kurssturz der vergangenen Tage gibt es phantastische Firmen im Sonderangebot. Wie lange die Illiquiditätssituation an den Börsen und der Ausverkauf andauert, kann niemand sicher voraussagen. Aber es gilt, jetzt die Ängste zu überwinden und die Gelegenheit zu nutzen.

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Frank Fischers Marktanalysemodell zeigt aktuell wieder mögliche Kaufgelegenheiten: „Das Sentiment- und Kapitulationsmodell aus unserem Mr. Market Cockpit zeigt jetzt ein Kaufsignal an“, sagt Frank Fischer, CIO und Fondsmanager bei Shareholder Value. Der Grund ist, dass viele Märkte und Anlageklassen aktuell überverkauft seien […]

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Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 09. März 2020 | www.shareholdervalue.de

Das Corona-Virus hat die Märkte weiterhin fest im Griff. Die Folgen für die Weltwirtschaft sind derzeit noch kaum abzuschätzen, kein Mensch weiß, wie lange sich die Krise noch hinzieht. Die Angst ist fest im Markt verwurzelt. Oder, wie Hans-Jürgen Jakobs vom Handelsblatt schrieb „Angst essen Seele auf!“. Die Hysterie ist groß. Aber irgendwie hat man den Eindruck, dass der klare Menschenverstand in solchen Situationen immer etwas zu kurz kommt.

Klar, die Unterbrechung von Lieferketten, die Drosselung vieler Produktionseinheiten, die Angst vor einer sich weiter abschwächenden Konjunktur – niemand kann genau sagen, welche Folgen die Krise noch mit sich bringen wird. Trotzdem sei aus Anlegersicht die Frage erlaubt: Warum nicht heute schon an übermorgen denken?

Die Bewertungen sind das A und O

In diesem Zusammenhang ist das jüngste Memo des legendären Investors Howard Marks zur aktuellen Marktentwicklungen interessant. Der Milliardär und Mitgründer des Vermögensverwalters Oaktree Capital, hat sich dabei der Frage gewidmet, ob Aktien nach den jüngsten Kurseinbrüchen wieder kaufenswert sind und kommt zu dem Schluss: „Das kann niemand sagen!“ Allerdings ist er der Überzeugung, intelligentes Investieren müsse – wie immer – auf dem Verhältnis von Preis und Wert basieren. Mit anderen Worten solle man nicht die Frage stellen, ob die Kurseinbrüche sich weiter fortsetzen, sondern eher: „Sind Aktien jetzt richtig bewertet, oder gar noch zu teuer, oder schon günstig?“. Marks rät Anlegern, etwas Geld in die Hand zu nehmen, um nachzukaufen. Steigen die Aktien, würden Anleger froh sein, günstig nachgekauft zu haben. Fallen sie weiter, hätte man noch Geld, um erneut zu investieren. Kein schlechter Rat.

Auf die betroffenen Sektoren achten

Dabei muss man unter den gegebenen Umständen aber auch auf Sektoren achten, die von den Folgen des Corona-Virus besonders stark betroffen sind. So ist eine genaue Bewertung von Papieren der Touristikbranche und von Fluglinien derzeit kaum möglich. Der schon zuvor angeschlagene britische Regionalflieger Flybe musste Insolvenz anmelden. Airbus hatte im Februar keine einzige Bestellung zu vermelden. Und dass es für die Automobilbrache schwierig bleibt zeigt die Tatsache, dass der Fahrzeugabsatz in China im vergangenen Monat um rund 80 Prozent zurückgegangen ist.

Krisengewinner

Und die Krisengewinner? Das sind neben einigen Pharmakonzernen Unternehmen wie Amazon, Facebook oder YouTube, bzw. Alphabet. Denn was machen die Menschen, wenn aus Furcht vor einer Ansteckung nicht mehr aus dem Haus gehen? Sie lassen sich ihr Essen und andere Dinge nach Hause liefern, schauen Filme, hören online Musik und Chatten mit ihren Freunden. Aber auch die Aktien dieser Unternehmen sind im allgemeinen Sell-Off unter die Räder gekommen und damit heute günstiger zu erwerben als noch vor ein paar Wochen.

Und nicht zu vergessen: Es gibt Hoffnung im allgemeinen Chaos. So geht das Robert Koch-Institut davon aus, dass es schon in wenigen Wochen Behandlungsmethoden gibt, die Corona-Infizierten helfen können. Und aus China ist zu hören, dass die Werke wieder öffnen und sich Produktion langsam wieder normalisiert.

Darum bleiben wir unserem Stil treu und kaufen eigentümergeführte Firmen mit wirtschaftlichem Burggraben. Und dass die Sicherheitsmarge für unsere Value-Titel größer geworden ist, eröffnet neue Kaufgelegenheiten, denn Schwankungen können auch etwas Positives haben.





Beitrag von e-fundresearch.com | 28. Februar 2020

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2) ist beim Österreichischen Fondspreis 2020 in der Kategorie „Mischfonds Global aktienorientiert“ mit dem Prädikat „Herausragend“ ausgezeichnet worden.

Mit dem Preis würdigt das Magazin FONDS professionell gemeinsam mit der Tageszeitung Die Presse besonders den Mehrwert des jeweiligen Fondsmanagements. Der Österreichische Fondspreis wird jährlich im Rahmen des FONDS professionell Kongress in Wien verliehen. Der Preis in der Kategorie „Mischfonds Global aktienorientiert“ wurde in diesem Jahr erstmalig vergeben. Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen wird von der Shareholder Value Management AG beraten. Der Vermögensverwalter mit Sitz in Frankfurt am Main setzt bei der Auswahl der Aktien für seine Fonds und Mandate auf eine konsequente Value-Strategie. Dabei suchen CIO Frank Fischer und sein Team nach Unternehmen, die über ein skalierbares Geschäftsmodell verfügen und durch ihre Preissetzungsmacht inflationsbedingte Preiserhöhungen weitergeben können. Solche Qualitätsunternehmen zu vernünftigen Bewertungen zu kaufen, ist der Kern des Value-Ansatzes der Shareholder Value Management AG.

„Der Österreichische Fondspreis zeigt, dass wir mit unserem Ansatz auch im schwierigen Marktumfeld der vergangenen fünf Jahre einen Mehrwert liefern konnten“, kommentiert Frank Fischer die Auszeichnung. „Wir haben unseren Ansatz konsequent weiterentwickelt und damit auch der lockeren Geldpolitik und ihrem Einfluss auf die Aktienmärkte Rechnung getragen. Da zahlt sich jetzt aus.“

Für den Österreichischen Fondspreis werden die Fonds ausgezeichnet, die über den fünfjährigen Beobachtungszeitraum hinweg positive Ergebnisse erzielen konnten. Das Münchner Institut für Vermögensaufbau (IVA) analysiert, ob die Fonds durch ihre Managerleistung einen Mehrwert erzielen konnten oder ob sie aufgrund eines weitergefassten Anlageuniversums besser abgeschnitten haben. Die drei erfolgreichsten Fonds einer Kategorie werden mit dem Prädikat „Herausragend“ versehen. In diesem Jahr wurden 33 Investmentfonds von 30 Gesellschaften in insgesamt elf Kategorien ausgezeichnet.

Zum Online-Artikel auf e-fundresearch.com: https://e-fundresearch.com/newscenter/175-shareholder-value-management-ag/artikel/37282-frankfurter-aktienfonds-fuer-stiftungen-beim-oesterreichischen-fondspreis-ausgezeichnet





Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 24. Februar 2020 | www.shareholdervalue.de

Das Coronavirus verunsichert weiterhin die Märkte. Die jüngsten Fälle in Japan, Südkorea und Italien tun ihr Übriges dazu, dass Anleger rund um den Globus besorgt sind. Hinzu kommt, dass der Virus erhebliche Auswirkungen auf die chinesische Konjunktur hat. Chinas Automarkt ist in der ersten Februarhälfte um sage und schreibe 92 Prozent eingebrochen, was besonders auch die deutschen Autobauer wie VW, BMW und Daimler belastet. Rund 80.000 Menschen sind offiziell mit dem Virus infiziert. In China selbst sind es mehr als 73.000 bestätigte Fälle. Die wahre Zahl liegt aber wohl um einiges höher. Einige Beobachter schätzen allein die Fälle in der am meisten betroffenen Stadt Wuhan, die rund 11 Millionen Einwohner hat, auf mehr als 500.000. Ein gewaltiger Unterschied zu den offiziellen Zahlen aus Peking.

Wichtiger Indikator: Die Fälle außerhalb Chinas

In diesem Zusammenhang gibt es allerdings eine Zahl, die wir als wichtigen Indikator ansehen und sehr aufmerksam beobachten: Es ist die Zahl der Corona-Fälle außerhalb Chinas. Und da darf man positiv vermerken, dass diese Anzahl rückläufig ist. Solange dies so ist, besteht die Hoffnung, dass eine weltweite Pandemie immer unwahrscheinlicher wird. Auch wenn die Weltgesundheitsorganisation WHO weiterhin warnend den Finger hebt.

Peking geht „all in“

Aber welche Zahlen man nun schlussendlich zu Grunde legt, diese Krise ist eine echte Bewährungsprobe für die chinesische Wirtschaft und vor allem für die die Führung in Peking. Dabei muss man feststellen: Chinas Regierung versucht alles, um der Krise Herr zu werden. Sie geht quasi „all in“. So gibt es Sonderfinanzierungen für Unternehmen. Die Fluggesellschaften des Landes, die täglich Hunderttausende leere Plätze verzeichnen, weil der Flugverkehr eingeschränkt oder gar auf vielen Routen ganz eingestellt wurde, erhalten staatliche Unterstützung. Darüber hinaus werden Steuererleichterungen in Aussicht gestellt. Man kann sagen, Peking und die chinesische Zentralbank versuchen alles, um der Krise entgegen zu wirken. Frei nach dem Motto von Ex-EZB-Präsident Mario Draghi: „whatever it takes“!

Und erste „Erfolge“, wenn man es so nennen will, können schon verbucht werden. Waren vor einigen Tagen die Straßen noch leergefegt und die Geschäfte geschlossen, gibt es auf Pekings Straßen wieder erste Staus. Ein Bild, das in normalen Zeiten zum Alltag gehört, in den letzten Wochen aber überhaupt nicht mehr vorkam. Staus als Zeichen einer gewissen Normalisierung. Aber es ist noch ein weiter Weg, bis alle Fließbänder in den Werken wieder laufen. Das Coronavirus legt Chinas Volkswirtschaft immer noch lahm. Und die Folgen bekommt die Weltwirtschaft zu spüren.

Entspannung schon im Mai?

Die Situation in China ist und bleibt für die weitere Entwicklung an den Märkten von entscheidender Bedeutung. Wenn man aber die Entschlossenheit sieht, die Peking an den Tag legt, ist durchaus Hoffnung angebracht, dass die Krise in absehbarer Zeit abgemindert werden kann. Wir rechnen damit, dass eine Entspannung bereits im Mai zu verzeichnen ist. Bis dahin sollte auch die Industrieproduktion im Land der Mitte wieder auf normalen Touren laufen.

Belastung für Q1-Zahlen

Das bedeutet aber auch, dass der Corona-Virus und seine Folgen stark auf den Zahlen für das erste Quartal lasten werden. Wie stark diese Bremsspuren sein werden, ist derzeit noch nicht abzusehen. Die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs rechnen auf jeden Fall mit „Abwärtsüberraschungen beim Gewinnwachstum“. Deshalb sind wir mit unseren Mandaten wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen auch nicht voll investiert, obwohl die meisten Indikatoren eigentlich für weiter steigende Märkte sprechen.

Optimismus für den Rest des Jahres, auch wenn die Volatilität steigen könnte 

Wir gehen weiterhin davon aus, dass das laufende Jahr ein gutes Aktienjahr wird, wenn auch mit einer erhöhten Volatilität. Kommt es nach den zuletzt gestiegenen Kursen zu einer Korrektur, haben wir eine ganze Liste von Aktien, die wir in einer solchen Zeit gerne für unsere Mandate erwerben würden. Dazu gehören die britische Diploma PLC, die neuseeländische Ryman Healthcare oder auch die Aktie der Google-Mutter Alphabet. Die würden wir gerne zu angemessenen Preisen weiter aufstocken.





Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 10. Februar 2020 | www.shareholdervalue.de

„Mr. Market“ ist ein launischer Geselle. Mal ist er himmelhoch jauchend, mal zu Tode betrübt. Wie schnell die Stimmung an den Börsen kippen kann, konnte man in den letzten Wochen wieder beobachten. Zum einen hat die Situation in China rund um den Corona-Virus auf den Märkten gelastet. Dann haben aber die Tatsache, dass China im Handelsstreit mit den USA Strafzölle erlässt und eine Flut überwiegend guter Geschäftsberichte dafür gesorgt, dass die Stimmung wieder nach oben drehte. Die Rekordlaune der Anleger war zurück. Als dann aber die Nachricht kam, dass sich die Zahl der Corona-Infizierten noch immer stark erhöht, war es mit der guten Stimmung vorbei. Die Kurse sackten erneut ab.

Peking handelt entschlossen gegen die Krise

Was uns in diesem Zusammenhang aber optimistisch stimmt, ist die Entschlossenheit, mit der sich Peking gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krise stemmt. Umgerechnet gut 240 Milliarden US-Dollar wird die chinesische Regierung als Stimulus in den Markt pumpen. Und es hat den Eindruck: Wenn es mehr sein muss, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, dann wird noch mehr investiert. Das stimmt uns optimistisch, dass die wirtschaftlichen Probleme im Land hoffentlich nicht von Dauer sein werden, auch wenn es temporär einen Dämpfer für das globale Wachstum geben wird. Der wird allerdings vom Geld der Notenbank weggebügelt.

Volatilität – ein Geschenk der Märkte

Die Situation der letzten Wochen zeigt aber auch: Die Volatilität ist wieder zurück! Die Kurse schwanken zum Teil sehr stark, was manchem Anleger Schweißperlen auf die Stirn treibt. Wir sehen darin aber etwas Positives, fast schon so etwas wie ein Geschenk.

Denn in solchen Marktphasen sollte man sich immer wieder mit dem Gedanken auseinandersetzen: Warum habe ich in diese oder jene Aktie investiert? Unser Credo lautet: Wir beteiligen uns unternehmerisch. Wir sind damit Teil einer Firma. Und die Sicherheit, dass wir wissen, dass dort ein richtig gutes Produkt, oder eine richtig gute Dienstleistung angeboten wird, und eine Familie oder ein Eigentümer für uns die Firma weiterentwickelt, das hilft, mit Angstsituationen entspannter umzugehen und die Volatilität als Chance zu begreifen. Denn gerade in Phasen, in denen an der Börse Ausverkaufspreise dominieren, sollte man dies wie einen Winterschlussverkauf betrachten. Dies könnte etwa schon bald bei Werten von Luxusartikelherstellern wie Louis Vuitton oder auch Kering passieren, die aufgrund der Verunsicherung der chinesischen Verbraucher durch eine schwierige Phase gehen. Hier könnten sich demnächst günstige Einstiegskurse zeigen. Dabei wird aber nicht gezockt, sondern genau das Gegenteil: Man kauft ein Unternehmen, bzw. ein Teil eines guten Unternehmens zu einem günstigen Preis. Dann kann man sich auf die Erträge freuen, die in Zukunft kommen.

Bewertung und Sicherheitsmarge

Man braucht auf der anderen Seite aber auch eine klare Vorstellung zum Wert eines Unternehmens. Dazu schauen wir uns die Cashflows eines Unternehmens an und berechnen, wie hoch der Wert der ganzen Firma ist. Erst dann kann man mit einer Sicherheitsmarge agieren. Danach muss man nur geduldig warten, bis der Markt dies realisiert und eine Höherbewertung erfolgt. Das bringt dann den Kursgewinn. Bis dahin wird man im Idealfall mit einer Prämie in Form einer guten Dividende belohnt. Natürlich gelingt es in den aller wenigsten Fällen zum Tiefstkurs einzukaufen. Aber man kann gewiss sein, dass man mit einer Sicherheitsmarge die Aktie erworben hat. Danach kann man dann dem Motto von „Winnie the Pooh“ folgen: „Unterschätze nie den Wert des Nichtstuns!“

Das Shareholder Value „Mr. Market Cockpit“

Doch „nichts tun“ ist bei der derzeitigen Lange an den Börsen nicht angesagt. Denn mittelfristig zeigt unser „Mr. Market Cockpit“, das Frühindikatoren zusammenführt und für jeden Anleger auf unserer Webseite nachvollziehbar ist (https://shareholdervalue.de/mm/), erste Zeichen einer Eintrübung. So sind die Preise für Kupfer, Öl und Gas zuletzt deutlich runtergekommen, was möglicherweise zu Verwerfungen an den Märkten führt. Und dass die Probleme im Nahen und Mittleren Ost rund um den Iran und Israel, und die Gefahr, dass die amerikanische Notenbank FED den Märkten Liquidität entzieht, derzeit von den Coronavirus-Schlagzeiten aus den Nachrichten verdrängt worden sind heißt nicht, dass sie nicht schon sehr bald wieder in den Fokus der Investoren gelangen können.





08. Februar 2020 | www.shareholdervalue.de

Die finanzennacht 2020 und die Verleihung des Goldenen Bullen als Oskar der Finanzbranche war auch in diesem Jahr wieder ein absolutes Highlight. Bereits zum 27. Mal fand die Veranstaltung statt; Dieses Jahr im HOCH5, einem Werksgelände und Kreativquartier im Münchner Osten.

Mit über 500 Teilnehmer gehört die finanzennacht zu den wichtigsten Branchentreffs der Finanz- und Bankenszene. Shareholder Value war mit Clara Menzel und Endrit Çela vor Ort vertreten.

Bereits 2018 hat Frank Fischer den Goldenen Bullen als Bester Fondsmanager des Jahres gewonnen und auch in diesem Jahr gab es einen Preis. Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen gewann den zweiten Platz in der Kategorie bester Mischfonds überwiegend Aktien über 10 Jahre

Bei der Preisverleihung wurden insgesamt zwölf begehrte Preise aus den unterschiedlichsten Kategorien vergeben. Zwei Goldene Bullen gingen auch an Vertreter der Versicherungsbranche. Das Vorsorgeprodukt des Jahres (HDI), sowie die Versicherungsinnovation des Jahres – Versicherungen für Photovoltaikanlagen der Versicherungskammer Bayern. Hier zeigt sich, wie präsent das Thema Nachhaltigkeit sich durch die Branchen zieht. Auch wir können mit unserer Lösung für Fondspolicen der Versicherungen durchaus eine Innovation für die Lebensversicherer anbieten.

Aber nicht nur die Nachhaltigkeit wird in der Finanzbranche aktuell hervorgehoben. Wie schon auf dem Fondskongress vergangene Woche in Mannheim deutlich wurde, ist auch das Thema „Frauen und Geldanlage“ sehr präsent. Welche Themen Frauen bei der Geldanlage beschäftigen, wie man diese Zielgruppe in der Kommunikation besser erreichen kann und wieviel Potential hier liegt, darüber sprachen vom Finanzenverlag die Chefredakteurinnen Astrid Zehbe und Daniela Meyer der neuen Zeitschrift Courage, die erstmalig Ende Februar diesen Jahres erscheint.

Für uns war die finanznacht 2020 eine gute Gelegenheit uns mit Kollegen aus der Branche auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und uns für die Herausforderungen im nächsten Jahr vorzubereiten.