Klassiker-in-neuem-Glanz_Frankfurter-Aktienfonds

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Artikel aus Mein Geld 03/2021

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen hat seinen Anlagestil an die Herausforderungen der Corona-Krise angepasst und erzielt damit glänzende Renditen

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen zählt zu den Klassikern unter den deutschen Value-Fonds. Gemanagt wird der Fonds von Frank Fischer und seinem Team bei der Shareholder Value Management AG in Frankfurt. Fischer setzt auf einen Modern-Value-Ansatz. Für ihn zählen bei der Bewertung vor allem die künftigen Cashflows, die ein Unternehmen generiert. Sie machen den Mehrwert (Value) aus, den ein Investor erhält. Auf diese Weise lassen sich auch moderne Unternehmen aus der New Economy erfassen, die über weniger Substanzwert im klassischen Sinne verfügen.

Mehrwert findet das Team des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen vor allem in eigentümer- oder familiengeführten Unternehmen, die durch ihr stabiles Geschäftsmodell auch auf lange Sicht wiederkehrende Erträge generieren können und zudem durch einen Wettbewerbsvorteil, einen wirtschaftlichen Burggraben, über Preissetzungsmacht verfügen. Weisen die Unternehmen eine attraktive Kapitalrendite und ein angemessenes Gewinnwachstum pro Aktie auf, spricht Frank Fischer von „wunderbaren Unternehmen“. Sein Ziel ist es, solche wunderbaren Unternehmen mit einer Sicherheitsmarge, einem Abschlag auf den ermittelten Wert, zu kaufen.

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen investiert mit einem langfristigen Horizont. Fischer und sein Team verstehen sich als Miteigentümer der Unternehmen. Entsprechend versuchen sie, alle Faktoren, die den Unternehmenserfolg langfristig gefährden könnten, auszuschließen. Deshalb sind bestimmte Geschäftspraktiken (Korruption, Kinderarbeit) und Branchen (unter anderem die Herstellung von Rüstungsgütern, Glücksspiel, Kernenergie, Fracking) von vornherein ausgeschlossen. Die Ratingagentur Sustainalytics wacht über den Nachhaltigkeitsansatz, der 2020 zum zweiten Mal in Folge mit dem FNG-Siegel ausgezeichnet wurde.

Mit seinem Modern-Value-Ansatz konnte der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen sicher durch die Pandemiephase steuern. In der Zwölf-Monats-Periode nach dem Markteinbruch am 18. März 2020 erzielt er eine Wertentwicklung von rund 39,3 Prozent (Anteilklasse T per 19. März 2021). Seit seiner Auflegung am 15. Januar 2008 ergibt sich damit eine Wertentwicklung von 8,5 Prozent p. a. (Anteilklasse T per 30. April 2021).

Value-Comeback: ein langfristiger Treiber für den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen?

Das klassische Graham-Value erlebt gerade ein Comeback. Das hat vor allem mit den hohen Bewertungen der bislang favorisierten Technologiewerte, den FAANGs, zu tun. Viele Investoren sind skeptisch, ob diese noch zu halten sein werden, wenn die Notenbanken die Zügel bei den Zinsen wieder anziehen. Klassische Value-Titel sind von den Kennzahlen her attraktiver. Und so schielt ein Auge auf die Bewertungen, das andere auf die Inflation, die ein Vorbote möglicher Zinserhöhungen ist. Gleichzeitig wachsen die Hoffnungen auf einen Erfolg der Impfkampagnen und damit auf eine Erholung der Konjunktur. Davon würden vor allem zyklische Sektoren profitieren, hier sind klassische Value-Titel häufig zu finden. Die Konjunktur klassischer Value-Titel wird also aus zwei Quellen gespeist: der Skepsis gegenüber den Bewertungen und der Hoffnung auf eine baldige Erholung der Weltwirtschaft. Auch wir haben weiterhin klassisch Graham-Value-Werte im Portfolio und profitieren so von der Entwicklung. Mit unserem Modern-Value-Ansatz sind wir allerdings deutlich breiter aufgestellt. Unser Fokus liegt auf der Qualität der Unternehmen, das macht uns unabhängiger von der Rotation.

Die Bewertungen sind hoch, wie Sie gesagt haben, gleichzeitig mehren sich die Anzeichen für eine Inflation. Wie schätzen Sie das Risiko für Ihren Fonds ein?

Corona verhindert jetzt eine deutlichere Markterholung, weil sich die Impfungen verzögern und deshalb die ökonomischen Auswirkungen vor allem in Europa schwer abzusehen sind. Der entscheidende Faktor für die anhaltende Aufwärtsbewegung an den Börsen bleibt aber die Liquidität. Solange die gewährleistet ist, rechne ich nicht mit einer nachhaltigen Korrektur. Und die Notenbanken haben ja bereits signalisiert, dass sie zunächst nicht eingreifen werden. Auf lange Sicht erwarte ich aber, dass wir ein Inflationsthema bekommen. Wenn dann die Zinsen steigen, wird das zunächst Auswirkungen auf den Gesamtmarkt haben. Ich bin aber davon überzeugt, dass sich die Qualitätsunternehmen, die wir im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen halten, auch langfristig behaupten können und attraktive Kapitalrenditen erzielen werden. Rücksetzer würden wir zum Nachkaufen solcher wunderbaren Unternehmen nutzen.

Für welchen Anlegertyp ist Ihr Produkt geeignet?

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen war ursprünglich, wie der Name sagt, für die Kapitalanlage von Stiftungen gedacht. Stiftungen sind per se auf die Ewigkeit ausgerichtet und so passen sie und Aktien perfekt zusammen, denn der Anlagehorizont bei Aktien und Aktienfonds sollte nun einmal langfristig sein. Auch das Thema Nachhaltigkeit, was ethische, Governance als auch Umweltthemen ebenso betrifft wie eine nachhaltige – sprich stabile – Rendite, ist bei Stiftungen ein Thema. Aber längst eben nicht mehr nur da. Eine ethisch korrekte Geldanlage mit stabilen Erträgen suchen viele Anlegergruppen, egal ob Privatanleger, Institutionelle oder Stiftungen.

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