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Inkrafttreten der EU-Offenlegungsverordnung – Auswirkungen auf die Fonds der Shareholder Value Management AG

Mit dem Inkrafttreten der Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor) am 10. März 2021 sind Finanzmarktteilnehmer wie Kapitalverwaltungsgesellschaften dazu verpflichtet, diverse Angaben zur Nachhaltigkeit ihrer Produkte und Dienstleistungen zu machen.

Die von der Shareholder Value Management AG betreuten Mandate Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und Frankfurter Stiftungsfonds werden gemäß der Offenlegungsverordnung als Artikel 8-Fonds klassifiziert, d.h. sie berücksichtigen ökologische oder soziale Merkmale bzw. Kriterien der guten Unternehmensführung (sog. Governance) bei ihren Investitionsentscheidungen. Der Frankfurter – Value Focus Fund wird mit Inkrafttreten der Verordnung zunächst als Artikel 6-Fonds klassifiziert, d.h. er legt offen, wie Nachhaltigkeitskriterien in Anlageentscheidungen einbezogen werden und wie sich Nachhaltigkeitsrisiken auf die Rendite auswirken können. Perspektivisch wird auch der Frankfurter – Value Focus Fund als Artikel 8-Fonds klassifiziert werden.

Erklärungen zur Berücksichtigung nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen (PAI) (Artikel 4 der Offenlegungsverordnung) sowie zur Anpassung der Vergütungspolitik (Artikel 5) veröffentlicht die Shareholder Value Management AG auf ihrer Webseite shareholdervalue.de/nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsansatz der Shareholder Value Management AG

Die Shareholder Value Management AG bezieht Nachhaltigkeitskriterien in ihrem Investmentansatz auf verschiedenen Ebenen ein:

a) Ausschlusskriterien

Die Shareholder Value Management AG wendet einen umfassenden Katalog von Kriterien zum Ausschluss von Zielinvestments an. Hierdurch wird verhindert, dass Unternehmen, die ein entsprechend erhöhtes (Nachhaltigkeits-)Risiko mit sich bringen, Teil der Portfolien werden. Diese lassen sich unterteilen in Ausschlusskriterien ohne Umsatzschwelle (absolute Erwerbsverbote) und Ausschlusskriterien mit Umsatzschwelle (typischerweise 5% vom Gesamtumsatz des Zielinvestments). Konkret gilt hierbei:

Wir verzichten auf Einzelpositionen (insbesondere Aktien), die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes aus folgenden Geschäftsfeldern generieren:

  • Produktion von Spirituosen (Mindestalkoholgehalt 15 Volumenprozent)
  • Herstellung oder der Vertrieb von Tabakwaren
  • Betrieb von Glücksspieleinrichtungen (auch online)
  • Entwicklung, Herstellung oder der Vertrieb von Rüstungsgütern (lt. Anhang Kriegswaffenkontrollgesetz)
  • Entwicklung, Herstellung oder der Vertrieb völkerrechtlich geächteter Waffen (z.B. Landminen)
  • Erzeugung von Kernenergie
  • Förderung von Ölsand
  • Gewinnung und Verstromung von thermischer Kohle
  • Abbau von schiefergebundenen Rohstoffen (Fracking)
  • Herstellung oder Vertrieb pornographischen Materials


Die 5-Prozent-Grenze entfällt für geächtete Waffen und Fracking. Insofern gilt ein absolutes Investmentverbot.

Daneben schließen wir ebenso kontroverse Geschäftspraktiken aus. Diese beurteilen wir anhand der 10 UN Global Compact-Prinzipien aus den Kategorien Menschenrechte, Arbeitsrechte, umweltschädliches Verhalten und Korruption.

In Bezug auf Finanzinstrumente, die von Staaten emittiert werden, verzichten die Fonds auf diejenigen, die den folgenden Prinzipien nicht gerecht werden:

  • Menschenrechte / Demokratie Staaten, die gemäß dem aktuell gültigen Freedom House-Ranking als „nicht frei” eingestuft werden.
  • Umwelt (Biodiversität) Staaten, die gesetzlich nicht an die UN-Konvention zur biologischen Vielfalt (UN Biodiversitäts-Konvention) gebunden sind.
  • Umwelt (Klimawandel) Staaten, die gesetzlich nicht an das Übereinkommen von Paris gebunden sind.
  • Korruption Staaten, die zu den 40 Prozent letztplatzierten Staaten im aktuell gültigen Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International gehören
  • Atomwaffensperrvertrag Staaten, die gesetzlich nicht an den Atomwaffensperrvertrag gebunden sind.


b) Laufende Überwachung zur fortlaufenden Einhaltung der Ausschlusskriterien

Nachdem die Einzeltitel für das Portfolio erworben wurden, werden diese hinsichtlich ihrer Entwicklung in den Bereichen Nachhaltigkeit laufend überwacht. Im Fall von hinreichend negativen Tendenzen reagieren wir hierauf, indem wir beispielsweise den Kontakt zum Management des betroffenen Unternehmens suchen oder die entsprechende Ausübung von Aktionärsrechten empfehlen. Schließlich kann aus einer dauerhaften Verschlechterung als ultima ratio zu der Empfehlung kommen, das entsprechende Zielinvestment vollständig zu reduzieren.

c) Ausübung von Stimmrechten und direkten Kontakt zum Management des Zielinvestments

Sofern wir es im Einzelfall aufgrund unserer Sorgfaltspflicht als Berater für erforderlich halten, gehen wir auf die Einheit, die die Stimmrechte ausübt, zu und teilen unsere Einschätzung zu möglichen Stimmabgaben mit. Ferner haben wir entweder im Rahmen des Research Prozesses, im Rahmen von Investorentreffen oder eigeninitiativ die Möglichkeit den direkten Kontakt zum Management des Zielunternehmens herzustellen und uns auch zur Durchsetzung unserer ESG Ziele auszutauschen.

Hier können Sie die Mitteilung als PDF herunterladen: Inkrafttreten der EU-Offenlegungsverordnung

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EINLADUNG
27. April 2021 / 11 Uhr

Fondsmanager-Dialog

Online-Konferenz mit Frank Fischer, Yefei Lu, Heiko Böhmer & Sebastian Blaeschke (inkl. 1,0 CPD-Credits)

EINLADUNG / 27.04.2021 / 11 Uhr

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