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Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 30. März 2020 | www.shareholdervalue.de

Die Stimmung an den Märkten bleibt angespannt bis nervös. Nach einem kurzen Zwischenhoch haben die Kurse nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA wieder nachgegeben. Hinzu kommt, dass besonders in den USA die Zahl der mit dem Corona-Virus Neuinfizierten weiter stark wächst. Das ist eine Situation, die uns möglicherweise noch eine Weile begleiten wird.

Gewinner & Verlierer

Die Auswirkungen solcher Krisen auf die Unternehmen sind höchst unterschiedlich. Zu den am wenigsten betroffenen Branchen gehören etwa der Energie- und Wassersektor, aber auch die Pharmabranche und zunächst auch noch der Immobiliensektor. Am schwersten und unmittelbar leiden die Reise- und Touristikbranche, das Gastgewerbe und der Maschinenbau.

Gewinner sind eindeutig der Online-Handel und die Paketzusteller. Da die Geschäfte in den Innenstädten geschlossen sind und die Menschen zu Hause bleiben müssen, gibt die Krise Unternehmen wie Amazon noch einmal einen kräftigen Schub. Nach einer Analyse des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) dürfte ihr Marktanteil auch nach der Krise hoch bleiben. Gleiches gilt übrigens auch für Lieferdienste. Denn die aktuellen Einschränkungen haben den Rückgriff vieler Verbraucher auf diese Dienste intensiviert. Es ist wahrscheinlich, dass sie diese auch nach dem Ende des „Social Distancing“ verstärkt nutzen.

Neben Supermärkten und Drogerien, die quasi eine Sonderkonjunktur erleben, profitieren auch Online-Dienste und Softwareunternehmen. Da viele Firmen auf Homeoffice umgestellt haben, gehören Video- und Chat-Programme für viele Arbeitnehmer zum neuen Alltag. So hat Microsoft bekanntgegeben, dass ihre Bürokommunikationssoftware „Teams“ pro Woche 30 bis 40 Prozent mehr Nutzer hat. Gleiches gilt für die Videokonferenz-Software „Zoom“. Dass in der Corona-Krise die Nachfrage nach Schutzausrüstung, Medizintechnik und Impfstoffen zum Teil explodiert ist, dürfte niemanden überraschen.

Umsetzung in den Mandaten

Wie setzt man aber diese Trends in Fonds wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen um? Wir haben in den vergangenen Tagen unsere Mandate sehr stark umstrukturiert, uns von einigen Positionen wie Tom Tom, Croda oder Thermo Fischer getrennt, bzw. sie reduziert. Neu investiert oder nachgekauft wurde dagegen in krisenrestente Geschäftsmodelle wie etwa Anheuser Busch InBev, Verisign oder auch Grenke, während wir bei den Onlinehändlern Alibaba und Amazon nachgekauft haben. Diese Werte halten wir schon seit längerem in den Portfolios.

„Die Stunde der alten Männer“ – Wie reagiert Buffett in Krisen?

Man sollte jedoch der Versuchung widerstehen, Titel einfach nur zu kaufen, weil sie gerade billig erscheinen. Als Value-Investoren orientieren wir uns am Stil und den Überlegungen von Altmeister Warren Buffett. Zunächst gilt: Sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, sondern mit kühlem Kopf die Lage analysieren. Dabei geht es uns wie Buffett immer um die langfristigen Perspektiven. Unser Augenmerk liegt auf einer hohen Qualität des Managements. Diese finden wir häufig in eigentümergeführten Firmen, bzw. in solchen, die von einem starken Ankeraktionär geführt und kontrolliert werden. Nicht zu Unrecht hat das Handelsblatt eine Geschichte über Unternehmer wie Dietmar Hopp, Erich Sixt und Heinz Hermann Thiele mit „Die Stunde der alten, weisen Männer“ betitelt. Denn die würden in der Krise nicht verzagen, sondern in solchen Situationen auch immer wieder Chancen sehen. Die Qualität des Managements entscheidet. Wenn sich solche Unternehmen dann noch durch Volumenwachstum auszeichnen und über ihre Preissetzungsmacht inflationsbedingte Preiserhöhungen weitergeben können, sprechen wir von einem „wonderfull business“. Solche Unternehmen dann noch mit einer Sicherheitsmarge, also unterhalb ihres Inneren Wertes, zu kaufen, ist der Kern unseres Investmentansatzes.

Gold als Stabilisator

Wir sind optimistisch, dass die Krise endlich und zu bekämpfen ist. Auch deshalb, weil die Notenbanken und die Fiskalpolitik rund um den Globus aus allen Rohren feuern, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise einzudämmen. Doch zunächst dürfte uns die Volatilität an den Börsen weiterhin begleiten. Deshalb haben wir den Portfolios auch Gold beigemischt, um sie zu stabilisieren. Beim Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen sind es fünf Prozent des Volumens, beim Frankfurter Stiftungsfonds sechs Prozent.





Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 23. März 2020 | www.shareholdervalue.de

Spätestens nach der jüngsten Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist klar, dass Deutschland vor einer der größten Herausforderung seit Jahrzehnten steht. Die kommenden Wochen und Monate werden den Staat und die Wirtschaft verändern. Das gilt nicht nur für Deutschland, das gilt für den ganzen Globus.

Aber bei all der Unsicherheit, die in den kommenden Wochen und Monaten auf uns zukommt, gibt es schon heute ein paar Gewissheiten. Die Welt wird sich nach der Corona-Krise weiterdrehen – wenn auch vielleicht in etwas anderer Geschwindigkeit, als wir das heute kennen. Es wird auch in Zukunft Unternehmen geben, die ihre Waren und Dienstleistungen verkaufen – selbst, wenn man an der Börse den Eindruck bekommen kann, dass die Welt gerade untergeht. Aber sie tut es nicht, es gibt im Gegenteil einige ermutigende Zeichen.

Zum Beispiel aus Südkorea. Die Regierung hat hier, auch aufgrund der Erfahrungen mit dem SARS-Virus 2003, schnell und konsequent durchgegriffen. Und schon zwei Wochen nach dem Verhängen einer strikten Ausgangssperre, bei der private Kontakte zu vermeiden waren und nur noch eingekauft werden durfte, was dringend notwendig war, ging die Zahl der Neuinfizierten signifikant zurück. Zwei Wochen, länger hat es nicht gedauert, bis dieser Effekt eingetreten ist.

In Deutschland haben viele „den Gong noch nicht gehört“

In Deutschland sind die Verbote bislang nicht so radikal. Das hat aber leider auch zur Folge, dass viele Menschen sich uneinsichtig zeigen und weiterhin soziale Kontakte pflegen und das schöne Wetter dazu nutzen, um sich im Park oder an anderen öffentlichen Plätzen zu treffen. Offensichtlich haben viele Menschen „den Gong noch nicht gehört“, wie es der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach formulierte. Die demonstrative Sorglosigkeit befeuert auch hierzulande Diskussionen um mögliche Ausgangsperren.

Klar scheint aber unterdessen, dass die deutsche, ebenso wie die Weltwirtschaft in eine Rezession rutschen wird. Für das erste und zweite Quartal 2020 ist dies so gut wie sicher. Wie schwer dieser Sturz sein wird, ist heute noch nicht abzuschätzen. Geht man nach dem Crash an den Börsen, wird dieser wohl sehr tief ausfallen.

Die Gewinner der Krise

Ist das für Anleger nun ein Grund zur Resignation? Nein, ganz im Gegenteil! Denn von den Kursstürzen sind auch gute Unternehmen betroffen, die eher gestärkt als geschwächt aus der Krise kommen werden, die ihre Marktanteile ausbauen, weil sie langfristig ausgerichtet sind. Dazu zählen die von uns bevorzugten Familienunternehmen, die mit ruhiger Hand geführt werden und einen wirtschaftlichen Burggraben um ihr Geschäftsmodell errichtet haben. Solche Unternehmen werden die Gewinner der Krise sein. Diese sind im Moment günstig zu erwerben, was wir selektiv auch für unsere Mandate wie den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen nutzen An solchen Aktien werden die Anleger noch lange sehr viel Freude haben, wenn sie ihre Angst überwinden. Denn hier winken nicht nur Kurssteigerungen, sondern auch attraktive Dividenden. Und was nicht vergessen werden sollte: Viele Unternehmen fangen auf dem derzeitigen Niveau wieder an, Aktienrückkäufe zu beschließen. Patrizia Immobilien und die Hamburger Aurubis-Gruppe haben das erst vor ein paar Tagen getan. Andere werden folgen. Man braucht als Anleger nur etwas Geduld.

Regierungen, Notenbanken und Forschungseinrichtungen im Fokus

Und noch ein Umstand sollte die Gemüter beruhigen. Alle Regierungen und Notenbanken rund um die Welt kommen der Wirtschaft mit Billionen-Programmen zur Hilfe. Dies kann möglicherweise das Schlimmste abfedern. Und nicht zu vergessen: Es werden derzeit unter Hochdruck viele Impfstoffe getestet, die irgendwann hoffentlich Wirkung zeigen werden. Neben US-Firmen wie Moderna sind darunter mit CureVac aus Tübingen und BioNTech aus Mainz auch zwei deutsche Unternehmen. Diese Unternehmen arbeiten mit sogenannter Messenger-RNA (mRNA). Das sind, vereinfacht ausgedrückt, Botenstoffe, die in den Muskel gespritzt werden und dort die Entwicklung von Proteinen anstoßen, mit deren Hilfe Viren identifiziert und entsprechende Antikörper gebildet werden. Bis zur endgültigen Zulassung solcher Impfstoffe wird es noch etwas dauern, aber die Entwicklungsgeschwindigkeit ist sehr hoch.

Noch herrscht Panik – aber nicht mehr ewig!

Doch in der Zwischenzeit reagiert der Markt weiterhin panisch. Unser Mr. Market Cockpit, in dem wir verschiedene Finanzmarkt-, Sentiment- und Fundamentaldaten zusammenführen, zeigt ganz deutlich, dass die überwiegende Mehrheit der Marktteilnehmer vor den Entwicklungen kapituliert hat.

Das hat aber auch dazu geführt, dass viele Titel heute sehr attraktiv bewertet sind. Ein Beispiel ist der Bier-Gigant Anheuser-Busch InBev, der unter vielen anderen auch das mexikanische Corona-Bier herstellt. Die Aktie wurde, sicher auch deswegen, abgestraft und fiel von rund 90 auf nunmehr gut 30 Euro. Eine absolute Übertreibung.

Vielleicht ist das Tief noch nicht erreicht. Aber der Markt bietet jetzt bereits Chancen für diejenigen, die mit kühlem Kopf agieren und sich nicht einschüchtern lassen. Es kann durchaus passieren, dass wir ein, zwei Quartale eine Rezession erleben, die es durchaus in sich hat. Aber danach geht das Leben weiter! Und dabei werden die Mutigen und Besonnenen mit schönen Renditen belohnt.





Marktkommentar von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 16. März 2020 | www.shareholdervalue.de

Aktuelle Situation

Der Preiskrieg um Öl zwischen Saudi-Arabien und Russland, die schnelle und inzwischen weltweite Ausbreitung des Coronavirus sowie die erste Enttäuschung über die Reaktion der Europäischen Zentralbank, haben den Abwärtstrend an den Aktienmärkten verstärkt und in den vergangenen Tagen zu massiven Einbrüchen an den Börsen und beim Ölpreis geführt. Unser „Mr. Market-Cockpit“, in dem wir verschiedene Finanzmarkt-, Sentiment- und Fundamentaldaten zusammenführen, hat uns bereits in den vergangenen Tagen angezeigt, dass Angst im Markt ist. Aber jetzt kommt Panik auf und damit fällt quasi der Sommer- und der Winterschlussverkauf auf den gleichen Zeitraum! Sowohl unsere Sentiment- als auch Kapitulations-Unterstützungsmodelle zeigen aktuell extreme Ausschläge, was technisch gesehen klare Kaufsignale sind.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen sind jetzt viele soziale Aktivitäten nicht mehr möglich oder sogar behördlich untersagt. Das führt dazu, dass in Restaurants die Gäste ausbleiben oder Messebauern die Aufträge wegbrechen, weil die Messen ausfallen. Deshalb verzeichnen viele Unternehmen Umsatzeinbrüche bei gleichbleibenden Verpflichtungen, wie Lohn- und Steuerzahlungen. Daher müssen diese Unternehmer Liquidität schaffen um diese Verbindlichkeiten bedienen zu können. In Summe bedeutet dies, dass Assets wie Aktien oder auch Gold (über-)verkauft werden. Damit dies nicht überhandnimmt haben die Regierungen den Unternehmen umfangreiche Unterstützungen zugesagt, wie z.B. die Kurzarbeit in Deutschland. Die kurzfristige fundamentale Folge der umfangreichen weltweiten Quarantänen ist eine globale Rezession. Wir erwarten ein deutlich rückläufiges Wirtschaftswachstum sowohl in Q1 wie auch Q2 2020. Allerdings hat die Politik in vielen Ländern und nicht nur in Deutschland quasi den Draghi gemacht. Es gilt „whatever it takes“ um die Unternehmen und die Arbeitsplätze zu sichern. Der Umfang der monetären Unterstützung durch die Notenbanken und das Ausmaß der fiskalischen Unterstützung übertrifft alle bisherigen Unterstützungen in früheren Krisen bei weitem!

Sehr wichtig ist die Beobachtung, dass die die Strategie der sozialen Distanzierung in China und Südkorea sehr gut funktioniert hat. Dies kann man am Abflachen der Anzahl der Neuinfektionen sehr gut verfolgen. Es ist naheliegend innerhalb der nächsten Wochen von einem ähnlichen Verlauf in den westlichen Ländern auszugehen. Sobald die Verbreitung des Coronavirus durch rückläufige Zunahmen seinen Höhepunkt überschritten hat, werden der Ozean der Notenbankliquidität und die enormen Konjunkturpakete ihre Wirkung entfalten. Wegweisend für Europa wird die Entwicklung in Italien sein. Hier wird es deutlich werden, dass die Maßnahmen nicht nur in Asien funktionieren, sondern auch westliche Demokratien diese erfolgreich umsetzen können. Daher erwarten wir im Gegenzug zu den letzten Tagen auch eine eine extrem aggressive Erholungsbewegung der Aktienmärkte.

Das Rendite-Risiko-Verhältnis ist auf dem stark gedrückten Niveau so viel besser, dass wir bei vielen soliden familiengeführten Qualitätsunternehmen wieder sehr deutliche Unterbewertungen sehen. Die Aktienrenditen, die jetzt erwirtschaftet werden können, werden Anlegern noch über viele Jahre sehr viel Spaß machen, wenn sie ihre Angst im derzeitigen volatilen Umfeld überwinden und das einzig richtige tun: ihre Aktienquoten ausweiten!

Wertentwicklung und Positionierung

Bei allem menschlichen Leid und bei all der Trauer um die Opfer, die die Krise gefordert hat und noch fordern wird: Die Volkswirtschaften in ihrer jeweiligen Gesamtheit werden diese Krise überstehen und die Chancen, eigentümergeführte Unternehmen mit einem starken strukturellen Wettbewerbsvorteilen, dem Burggraben, zu solchen Kursen zu erwerben, gibt es in einer Dekade meistens nur einmal. Wir hatten schon frühzeitig auf die Gefahren einer Pandemie hingewiesen und im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen das systematische Risiko des Aktienmarktes weitestgehend abgesichert und konnten damit die Kursrückgänge deutlich abdämpfen. Aber auch wir haben die Konsequenzen und die daraus resultierende Liquiditätskrise unterschätzt. Nach dem Einbruch am 9. März haben wir unsere Absicherung reduziert, und haben unsere Aktienquote ausgeweitet, um sich die nun bietende Chancen nutzen zu können.

Wie geht es weiter?

Dennoch gehen wir mit Blick auf mögliche weitere Korrekturen vorsichtig vor und überprüfen unsere Positionierung laufend. Trotz der durch unser Mr. Market Cockpit messbaren Kapitulation der Anleger und den sehr attraktiven Bewertungen kann der bisherige Tiefpunkt eventuell erneut getestet oder sogar temporär unterschritten werden.

Die meisten Menschen haben zu wenig Aktien und viel zu viel Festgeld und negativ verzinsliche Anleihen. Überwinden Sie ihre Ängste und steigen Sie jetzt in den Markt ein. Weiten Sie die Aktienquote aus, auf diejenige, die sie immer haben wollten! Ihr Engagement in unternehmerischen Beteiligungen wird sich auf lange Jahre auszahlen und sehr gute Renditen liefern. Durch den Kurssturz der vergangenen Tage gibt es phantastische Firmen im Sonderangebot. Wie lange die Illiquiditätssituation an den Börsen und der Ausverkauf andauert, kann niemand sicher voraussagen. Aber es gilt, jetzt die Ängste zu überwinden und die Gelegenheit zu nutzen.

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Frank Fischers Marktanalysemodell zeigt aktuell wieder mögliche Kaufgelegenheiten: „Das Sentiment- und Kapitulationsmodell aus unserem Mr. Market Cockpit zeigt jetzt ein Kaufsignal an“, sagt Frank Fischer, CIO und Fondsmanager bei Shareholder Value. Der Grund ist, dass viele Märkte und Anlageklassen aktuell überverkauft seien […]

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Kolumne von Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG | 09. März 2020 | www.shareholdervalue.de

Das Corona-Virus hat die Märkte weiterhin fest im Griff. Die Folgen für die Weltwirtschaft sind derzeit noch kaum abzuschätzen, kein Mensch weiß, wie lange sich die Krise noch hinzieht. Die Angst ist fest im Markt verwurzelt. Oder, wie Hans-Jürgen Jakobs vom Handelsblatt schrieb „Angst essen Seele auf!“. Die Hysterie ist groß. Aber irgendwie hat man den Eindruck, dass der klare Menschenverstand in solchen Situationen immer etwas zu kurz kommt.

Klar, die Unterbrechung von Lieferketten, die Drosselung vieler Produktionseinheiten, die Angst vor einer sich weiter abschwächenden Konjunktur – niemand kann genau sagen, welche Folgen die Krise noch mit sich bringen wird. Trotzdem sei aus Anlegersicht die Frage erlaubt: Warum nicht heute schon an übermorgen denken?

Die Bewertungen sind das A und O

In diesem Zusammenhang ist das jüngste Memo des legendären Investors Howard Marks zur aktuellen Marktentwicklungen interessant. Der Milliardär und Mitgründer des Vermögensverwalters Oaktree Capital, hat sich dabei der Frage gewidmet, ob Aktien nach den jüngsten Kurseinbrüchen wieder kaufenswert sind und kommt zu dem Schluss: „Das kann niemand sagen!“ Allerdings ist er der Überzeugung, intelligentes Investieren müsse – wie immer – auf dem Verhältnis von Preis und Wert basieren. Mit anderen Worten solle man nicht die Frage stellen, ob die Kurseinbrüche sich weiter fortsetzen, sondern eher: „Sind Aktien jetzt richtig bewertet, oder gar noch zu teuer, oder schon günstig?“. Marks rät Anlegern, etwas Geld in die Hand zu nehmen, um nachzukaufen. Steigen die Aktien, würden Anleger froh sein, günstig nachgekauft zu haben. Fallen sie weiter, hätte man noch Geld, um erneut zu investieren. Kein schlechter Rat.

Auf die betroffenen Sektoren achten

Dabei muss man unter den gegebenen Umständen aber auch auf Sektoren achten, die von den Folgen des Corona-Virus besonders stark betroffen sind. So ist eine genaue Bewertung von Papieren der Touristikbranche und von Fluglinien derzeit kaum möglich. Der schon zuvor angeschlagene britische Regionalflieger Flybe musste Insolvenz anmelden. Airbus hatte im Februar keine einzige Bestellung zu vermelden. Und dass es für die Automobilbrache schwierig bleibt zeigt die Tatsache, dass der Fahrzeugabsatz in China im vergangenen Monat um rund 80 Prozent zurückgegangen ist.

Krisengewinner

Und die Krisengewinner? Das sind neben einigen Pharmakonzernen Unternehmen wie Amazon, Facebook oder YouTube, bzw. Alphabet. Denn was machen die Menschen, wenn aus Furcht vor einer Ansteckung nicht mehr aus dem Haus gehen? Sie lassen sich ihr Essen und andere Dinge nach Hause liefern, schauen Filme, hören online Musik und Chatten mit ihren Freunden. Aber auch die Aktien dieser Unternehmen sind im allgemeinen Sell-Off unter die Räder gekommen und damit heute günstiger zu erwerben als noch vor ein paar Wochen.

Und nicht zu vergessen: Es gibt Hoffnung im allgemeinen Chaos. So geht das Robert Koch-Institut davon aus, dass es schon in wenigen Wochen Behandlungsmethoden gibt, die Corona-Infizierten helfen können. Und aus China ist zu hören, dass die Werke wieder öffnen und sich Produktion langsam wieder normalisiert.

Darum bleiben wir unserem Stil treu und kaufen eigentümergeführte Firmen mit wirtschaftlichem Burggraben. Und dass die Sicherheitsmarge für unsere Value-Titel größer geworden ist, eröffnet neue Kaufgelegenheiten, denn Schwankungen können auch etwas Positives haben.





Beitrag von e-fundresearch.com | 28. Februar 2020

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2) ist beim Österreichischen Fondspreis 2020 in der Kategorie „Mischfonds Global aktienorientiert“ mit dem Prädikat „Herausragend“ ausgezeichnet worden.

Mit dem Preis würdigt das Magazin FONDS professionell gemeinsam mit der Tageszeitung Die Presse besonders den Mehrwert des jeweiligen Fondsmanagements. Der Österreichische Fondspreis wird jährlich im Rahmen des FONDS professionell Kongress in Wien verliehen. Der Preis in der Kategorie „Mischfonds Global aktienorientiert“ wurde in diesem Jahr erstmalig vergeben. Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen wird von der Shareholder Value Management AG beraten. Der Vermögensverwalter mit Sitz in Frankfurt am Main setzt bei der Auswahl der Aktien für seine Fonds und Mandate auf eine konsequente Value-Strategie. Dabei suchen CIO Frank Fischer und sein Team nach Unternehmen, die über ein skalierbares Geschäftsmodell verfügen und durch ihre Preissetzungsmacht inflationsbedingte Preiserhöhungen weitergeben können. Solche Qualitätsunternehmen zu vernünftigen Bewertungen zu kaufen, ist der Kern des Value-Ansatzes der Shareholder Value Management AG.

„Der Österreichische Fondspreis zeigt, dass wir mit unserem Ansatz auch im schwierigen Marktumfeld der vergangenen fünf Jahre einen Mehrwert liefern konnten“, kommentiert Frank Fischer die Auszeichnung. „Wir haben unseren Ansatz konsequent weiterentwickelt und damit auch der lockeren Geldpolitik und ihrem Einfluss auf die Aktienmärkte Rechnung getragen. Da zahlt sich jetzt aus.“

Für den Österreichischen Fondspreis werden die Fonds ausgezeichnet, die über den fünfjährigen Beobachtungszeitraum hinweg positive Ergebnisse erzielen konnten. Das Münchner Institut für Vermögensaufbau (IVA) analysiert, ob die Fonds durch ihre Managerleistung einen Mehrwert erzielen konnten oder ob sie aufgrund eines weitergefassten Anlageuniversums besser abgeschnitten haben. Die drei erfolgreichsten Fonds einer Kategorie werden mit dem Prädikat „Herausragend“ versehen. In diesem Jahr wurden 33 Investmentfonds von 30 Gesellschaften in insgesamt elf Kategorien ausgezeichnet.

Zum Online-Artikel auf e-fundresearch.com: https://e-fundresearch.com/newscenter/175-shareholder-value-management-ag/artikel/37282-frankfurter-aktienfonds-fuer-stiftungen-beim-oesterreichischen-fondspreis-ausgezeichnet