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Der Fall Wirecard treibt immer neue Blüten. Zunächst sind da die Vorwürfe in der „Financial Times“, die ihrerseits daraufhin von Wirecard verklagt wurde. Dann schloss sich die wiederholte Verschiebung der Vorlegung der Geschäftszahlen für 2019 an, die dann überhaupt nicht mehr kamen. Schließlich folgt das Eingeständnis der neuen Führung, wonach es mit „überwiegender Wahrscheinlichkeit“ die philippinischen 1,9 Milliarden Euro gar nicht gibt.

Der Fall Wirecard treibt immer neue Blüten. Zunächst sind da die Vorwürfe in der „Financial Times“, die ihrerseits daraufhin von Wirecard verklagt wurde. Dann schloss sich die wiederholte Verschiebung der Vorlegung der Geschäftszahlen für 2019 an, die dann überhaupt nicht mehr kamen. Schließlich folgt das Eingeständnis der neuen Führung, wonach es mit „überwiegender Wahrscheinlichkeit“ die philippinischen 1,9 Milliarden Euro gar nicht gibt.

Bis vor kurzem hieß es, die globale Finanzmarktkrise sei eine Ausnahmesituation gewesen und werde sich so nicht wiederholen Das Bankensystem sei stabiler, die Notenbanken stünden Gewehr bei Fuß und selbst die Politik habe dazugelernt. Doch das Coronavirus verändert die Welt fundamental. Lesen Sie jetzt den Bericht von Shareholder Value Management zum ersten Quartal 2020.

Fed-Chef Jerome Powell hat die Märkte wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Waren DAX, Dow Jones und vor allem die Nasdaq fast schon wieder heiß gelaufen, warnte Powell davor, dass die Corona-Krise wohl noch eine ganze Weile anhalten und die amerikanische Wirtschaft noch lange belasten werde. Er erwartet außerdem, dass die Jobverluste vieler Amerikaner wohl von Dauer sein werden. Entsprechend reagierten die Börsen mit zum Teil erheblichen Kursverlusten.

Die Staatsschulden klettern weltweit immer höher ins Astronomische. „Nicht kleckern, sondern klotzen“, gab Bundesfinanzminister Olaf Scholz vor ein paar Wochen die Devise aus, mit der man der aktuellen Corona-Krise begegnen wollte. So richtig dieser Weg auch sein mag – weltweit folgen fast alle Regierungen und Notenbanken dieser Devise. „Darf es noch eine Milliarde mehr sein?“ Ja, gerne, heißt es in Krisenzeiten immer wieder. 500 Milliarden Euro wollen Merkel und Macron ausgeben. 750 Milliarden Euro schlägt die EU vor. Oder dürfen es sogar Billionen sein?

Die Stimmung an den Märkten bleibt angespannt. Die Staatsverschuldung der Industrienationen ist von 90 auf über 120 Prozentpunkte nach oben geklettert. Und bei vielen Unternehmen sieht es auf der Schuldenseite nicht besser aus. Die Krise wird uns noch einige Zeit begleiten. Die Corona-Pandemie hat aber auch einen positiven Nebeneffekt: Sie zwingt uns anders zu denken!