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Nachfolger steht fest: Investment-Legende Buffett stellt die Weichen für die Zukunft

Es gibt Tausende Aktien auf der Welt – aber nur eine Berkshire Hathaway. Mit einem Kurs von fast 420.000 US-Dollar für die A-Aktie ist die Beteiligungsgesellschaft von Warren Buffett die teuerste Aktie der USA, dem größten Aktienmarkt der Welt. Mit einer Gewichtung von fast 7% ist die Aktie von Berkshire Hathaway zudem die aktuell größte Position im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Grund genau einmal genauer hinzuschauen bei diesem Wert.

Gerade zu dieser Zeit des Jahres rückt die Berkshire Hathaway-Aktie noch aus einem anderen Grund in den Fokus vieler Investoren: Anfang Mai findet die jährliche Hauptversammlung von Berkshire Hathaway in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska statt. Dazu kann ich Ihnen sagen: Vergessen Sie alles was Sie über Hauptversammlungen in Deutschland wissen. Die Berkshire Hathaway-Hauptversammlung wird völlig zu Recht als das „Woodstock für Kapitalisten“ bezeichnet. Diese Hauptversammlung ist im Normalfall eher ein Festival als eine nüchterne Hauptversammlung.

40.000 Aktionäre aus der ganzen Welt strömen für ein Wochenende zur Hauptversammlung nach Omaha. © Foto: Heiko Böhmer

Rund 40.000 Aktionäre aus deutlich über 100 Ländern der Welt kommen für ein ganzes Wochenende nach Omaha, um dort den besonderen Spirit von Warren Buffett und seinem kongenialen Partner Charlie Munger aufzunehmen. Die Aktionäre müssen nicht 420.000 US-Dollar für die Berkshire Hathaway-Aktie bezahlen, um an der Hauptversammlung teilnehmen zu können. Die gängige B-Aktie kostet aktuell nur rund 290 US-Dollar (ca. 240 Euro) und sie berechtigt auch zur Teilnahme an der Veranstaltung.

Anfang Mai fand die Hauptversammlung schon das zweite Jahr in Folge nur virtuell statt – doch die rund vierstündige Fragerunde mit Warren Buffett und Charlie Munger brachte auch in diesem Jahr wieder viele spannende Erkenntnisse und eine wirklich wichtige Nachricht gab es noch zusätzlich. So ließ Charlie Munger in einem Nebensatz etwas fallen, das dann für großen Wirbel sorgte: „Greg wird diese Kultur beibehalten.“

Nun ist es klar: Greg Abel wird der Nachfolger von Warren Buffett

Diese kleine Aussage veranlasste dann Buffett dazu, am nächsten Tag per offizieller Pressemitteilung endlich die Frage seiner Nachfolge zu klären. Bislang war nur klar: Die Nachfolge ist geregelt. Doch wer das Rennen machen würde, war noch unklar. Zwei Kandidaten waren schon seit einigen Jahren im Rennen: Ajit Jain als zuständiger Vorstand für das Versicherungsgeschäfts und Greg Abel als Vorstand der anderen Geschäftsbereiche.

Das Motto von Warren Buffett ist seit langer Zeit unverändert: „Immer langfristig investieren“ © Foto: Heiko Böhmer

Greg Abel wird somit zum CEO von Berkshire Hathaway, wenn Warren Buffett nicht mehr im Amt sein wird. Schon jetzt ist Buffett mit 90 Jahren der älteste CEO eines großen Unternehmens in den Vereinigten Staaten. Er leitet das Unternehmen immerhin schon seit 1965 und die Kritik daran wurde zuletzt immer lauter. Dabei ist eins an dieser Stelle nochmal wichtig festzuhalten: Berkshire hat seit 1965 im Durchschnitt einen durchschnittlichen jährlichen Wertzuwachs von 20 Prozent gehabt. Das war rund doppelt so viel wie der S&P 500 Index in den USA inklusive der ausgezahlten Dividenden gebracht hat.

Berkshire Hathaway profitiert von der Stärke der Beteiligungen

Klar ist aber auch: Sollte der Kopf von Berkshire Hathaway wechseln, wird das auf jeden Fall ein Test für die Beständigkeit des Geschäftsmodells sein. Tatsächlich geraten Beteiligungsgesellschaften und Konglomerate etwas außer Mode. Heute stehen große Konzerne im Fokus der Investoren, die sich auf nur wenige Geschäftsfelder konzentrieren – diese aber wiederum herausragend bearbeiten. Ein Beispiel dafür ist Apple. Nun ist das auch eine der maßgeblichen Aktienpositionen von Berkshire Hathaway. Insofern passt es auch wieder in das Bild. Doch im Vergleich zu Apple ist die Performance der Berkshire Hathaway Aktie in den vergangenen Jahren doch deutlich zurückgeblieben.

Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung Stand: 13.05.2021
Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

Schauen wir doch einfach auf die Entwicklung der vergangenen 10 Jahre: Die Berkshire-Aktie hat in dem Zeitraum um 255 Prozent zugelegt. Apple hat hier im Vergleich rund 900 Prozent erreicht. Aufschlussreich ist zudem der Blick auf den Vergleich mit dem S&P 500 Index – der hat „nur“ 200 Prozent hinzugewonnen. Wie gut, dass nicht nur Berkshire Hathaway, sondern auch Apple im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen enthalten sind.

Wie sehen aber jetzt die Chancen von Berkshire Hathaway aus? Bei der Antwort auf diese Frage hält sich Buffett traditionell zurück: Er empfiehlt seine eigenen Aktien nicht, sondern für langfristig orientiertes Investieren immer den S&P 500 Index als breites Investment.

Hohe Steigerung beim einbehaltenen Gewinn zeigt die Stärke von Berkshire Hathaway

Doch nach unserer Einschätzung bleibt Berkshire Hathaway weiterhin ein aussichtsreiches Investment – ob nun mit Warren Buffett oder Greg Abel an der Spitze. Dieses US-Unternehmen ist einfach eine gut laufende Gewinnmaschine. Das zeigt der Blick auf die Entwicklung beim einbehaltenen Gewinn in den vergangenen 5 Jahren: Der ist um 136 Prozent auf zuletzt 444 Mrd. US-Dollar angestiegen.

Und durch die „Big Four“ der Beteiligungen wird sich dieser Gewinnstrom auch weiter fortsetzen. Mit „Big Four“ bezeichnete Buffett im aktuellen Brief an die Aktionäre die wichtigsten Beteiligungen von Berkshire Hathaway. Im Einzelnen sind das das Versicherungsgeschäft, die schon erwähnte Apple-Beteiligung, das Eisenbahngeschäft mit BNSF und die Versorger-Sparte Berkshire Hathaway Energy (BHE).

Diese vier Pfeiler werden auch in den kommenden Jahren stabile Erträge liefern. Vielleicht sind wir aber schon bis zur nächsten Hauptversammlung schlauer. Die findet übrigens am 30. April 2022 statt und es bleibt nur zu hoffen, dass dieses Event wieder traditionell in Omaha im Century Link Centre stattfinden wird.

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