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Artikel von wallstreet-online | 16. April 2019

Frank Fischer | CEO & CIO, Shareholder Value Management AG | www.shareholdervalue.de

„Schauen Sie nicht ständig auf Ihr Portfolio!“

Anleger neigen oft zu zwei Arten von Ängsten: Da ist zum einen die Angst, die guten Zeiten an der Börse zu verpassen. Und dann ist da die Angst vor Verlusten, wenn die Märkte mal wieder sehr volatil sind. Doch diese beiden Ängste stehen in einem Nullsummenverhältnis zu rationalen Entscheidungen. Je mehr man von diesen Ängsten beherrscht wird, desto weniger rational ist man.

Zugegeben, es gibt oft gute Gründe nervös zu werden. Derzeit ist es der Handelskrieg, den US-Präsident Donald Trump mit China vielleicht bald lösen wird, aber mit den Europäern wohl einen neuen Schauplatz eröffnet. Das nicht enden wollende Brexit-Chaos, das uns zumindest bis Ende Oktober weiter beschäftigen wird – wenn nicht gar noch länger. Denn diese Frist ist zu lang, um wirklich Druck auszuüben und zu kurz für Neuwahlen. Nicht zu vergessen die sich immer weiter abschwächende Konjunktur, vor der jetzt auch mit dramatischen Worten der IWF und EZB-Präsident Draghi warnt. Doch: Sind das Gründe für Angst? Nicht für längerfristig orientierte Anleger.

Was aber können Investoren tun, um sich in Richtung maximaler Rationalität zu bewegen? Ein Value-Kollege aus den USA, Vitaly Katsnelson, hat einen guten Rat parat, dem ich mich aus Überzeugung anschließe: Schauen Sie nicht ständig auf Ihr Portfolio!

Anleger haben oft zu wenig Geduld!

Denn: was bewegt die Aktienmärkte? Zunächst einmal sind es Menschen. Menschen mit sehr unterschiedlichen Zeithorizonten. Sie investieren direkt in Einzelaktien oder in Investmentfonds, haben dabei aber oft die Geduld von Fünfjährigen, nämlich gar keine. Sie traden hin und her und achten nur auf kurzfristige Entwicklungen, statt den Unternehmen zu vertrauen, in die sie investieren. Denn was machen Unternehmen? Sie investieren in die Zukunft. Langfristig und über Jahrzehnte hinaus. Mit Geduld und Weitsicht, wenn sie denn gut geführt sind.

Immer häufiger sind die Trader aber nicht einmal mehr Menschen, sondern Computeralgorithmen, die auf Variable reagieren, die wenig oder nichts mit den Geschäftsmodellen der Unternehmen zu tun haben, in das sie investieren – diese Spieler haben einen Zeithorizont von Millisekunden.

Anders, aber nicht viel besser sind passive Investments, die einfach einen Index abbilden, egal wie dieser zusammengesetzt ist. Will man derzeit unbedingt in Bayer investiert sein? Oder in Thyssen-Krupp oder die Deutsche Bank? Das kann und muss jeder für sich selbst entscheiden. Hat man aber einen ETF auf den DAX, ist man hier „zwangsinvestiert“. Man macht den Abschwung der Commerzbank mit, die von Wirecard im DAX ersetzt wurde, als diese groß genug war, aber nicht den Aufstieg von Wirecard dorthin.

Politische Unwägbarkeiten und die Notenbanken

Klar, auch gut geführte Unternehmen leben nicht im luftleeren Raum. Auch sie sind abhängig von politischen Rahmenbedingungen wie dem Handelsstreit oder ähnlichen politischen Unwägbarkeiten. Und natürlich von der Politik der Notenbanken. Während der letzten Finanzkrise, als die Zentralbanken den Geldpreis künstlich nach unten drückten, indem sie für Billionen Staats- und Unternehmensanleihen kauften, ließen sie die sowjetische Planwirtschaft wie ein Kinderspiel aussehen. Anstatt sich mit Kinderkram zu beschäftigen, wie z.B. die Preisgestaltung für Schuhe und Zucker, wie es die sowjetischen Zentralplaner taten, setzten ein paar Dutzend „marktwirtschaftliche“ Zentralbanker den Preis für das wichtigste Einzelgut, den risikofreien Zinssatz, der den Kern der meisten wirtschaftlichen Entscheidungen und die Bewertung aller Vermögenswerte bildet, in Richtung Null. Das kommt natürlich Unternehmen zugute, deren Erträge weit in der Zukunft liegen. Sie profitieren von den niedrigen Zinsen, während die Bewertung von Unternehmen, deren Erträge nicht so stark wachsen und sich auf die Gegenwart und die nahe Zukunft konzentrieren, diesen Vorteil nicht genießt.

Langfristige Ausrichtung wird belohnt

Dabei sind es solide geführte Unternehmen, die ein bewährtes Geschäftsmodell nachweisen können und sich seit Jahren im Wettbewerb behauptet haben, die langfristigen Erfolg bringen. So haben wir in unserem „Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen“ zum Bespiel Unternehmen, die seit vielen, vielen Jahren Teil des Portfolios sind. Dazu gehört etwa die Sto SE, ein Hersteller von Farben, Putzen, Lacken und Beschichtungssystemen sowie Wärmedämmverbundsystemen und Bodenbeschichtungen. Sto zahlt eine Dividende von über 5 Prozent. Andere Beispiele sind der Autovermieter Sixt, oder WashTec und die Software AG. Auch Alphabet ist ein Langfristinvestment, mit dem wir sehr zufrieden sind und das seit Jahren kontinuierlich wächst. All das sind gute und solide geführte Unternehmen, denen wir als Value-Investoren auch weiterhin viel zutrauen. Da muss man nicht alle zehn Minuten ins Portfolio schauen!

wallstreet-online.de – Vollständiger Artikel unter:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11383168-boerse-schauen-staendig-portfolio





Der Frankfurter – Value Focus Fund der Shareholder Value Management AG ist mit Wirkung vom 1. Januar 2019 zum öffentlichen Vertrieb in Deutschland zugelassen. Der Aktienfonds, der mit einem konzentrierten Portfolio weltweit in Small- und Micro-Caps investiert, wurde bereits 2008 als Luxemburger AIF aufgelegt und wurde im Jahr 2010 um die Anteilklasse R (WKN: A1C XU7) erweitert.  Diese hat seit Auflegung eine Performance von 154,31% erzielt.

Ein weiterer von Shareholder Value Management AG initiierter Publikumsfonds hat die Vertriebszulassung in Deutschland erhalten. Der Frankfurter-Value Focus Fund wird nach einer wertorientierten Anlagestrategie gemanagt. Das Beraterteam um Frank Fischer und Ronny Ruchay konzentriert sich mit einem langfristigen Anlagehorizont auf weltweite, primär eigentümergeführte Unternehmen, die über dauerhafte strukturelle Wettbewerbsvorteile („wirtschaftlicher Burggraben“) verfügen und deren Aktien am Markt deutlich unter ihrem inneren Wert gehandelt werden. Bei der Steuerung der Investitionsquote kann das Beraterteam auch auf Sentiment-Indikatoren zurückgreifen, um aktuelle Marktineffizienzen auszunutzen.

Das Ergebnis ist ein konzentriertes Portfolio aus 15 bis 20 Titeln. Aktuell machen die fünf größten Positionen etwa 70 Prozent des rund 51 Mio. Euro großen Portfolios aus. Die größte Einzelposition ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels secunet Security Networks. Als alternativer Investmentfonds (AIF) ist der Frankfurter-Value Focus Fund hinsichtlich der Anlagemöglichkeiten flexibler als ein UCITS-Fonds. So können Einzelpositionen beispielsweise höher gewichtet werden.

„Mit unserem Value-Ansatz profitieren wir besonders von der Informationsineffizienz bei Small- und Micro-Caps. Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von unter 500 Mio. Euro werden einfach von deutlich weniger Analysten abgedeckt als große Unternehmen“, so Frank Fischer. „Entsprechend lassen sich immer wieder ‚Hidden Champions‘ mit einfachen und verständlichen Geschäftsmodellen finden. Dazu passt, dass im langfristigen Vergleich die wertorientierte Anlage in Nebenwerte deutlich bessere Ergebnisse liefert als eine Anlage in Blue Chips.“

Der Frankfurter – Value Focus Fund führt die Anlagepolitik des Absolutissimo Fund – Value Focus Fund fort, der am 31. Dezember 2010 aufgelegt und technisch am 1. Oktober 2017 in den zu diesem Zweck gegründeten Frankfurter – Value Focus Fund verschmolzen wurde. Die Anlagestrategie und die Auswahlkriterien blieben dabei unverändert. Seit Auflegung konnte die Strategie eine Performance von 154,31 Prozent. erzielen. (Stand 31.10.2018). Bisher war der Fonds als Luxemburger AIF nicht zum öffentlichen Vertrieb in Deutschland zugelassen. Mit der Zulassung wurde die Berechnung der erfolgsabhängigen Vergütung auf Jahresbasis umgestellt und der Fonds jetzt wöchentlich handelbar gemacht.

Frankfurter-Value Focus Fund R

WKN: A1CXU7
ISIN: LU0566535208
Anlageschwerpunkt: Small- und Micro-Caps weltweit, Schwerpunkt EuropaAusgabeaufschlag: max. 5,00 ProzentVerwaltungsvergütung: bis zu 1,60 Prozent p.a.:

Für den Fonds kann eine erfolgsabhängige Vergütung anfallen.

Pressekontakt:

Shareholder Value Management AG

Neue Mainzer Straße 1

D-60311 Frankfurt am Main

www.shareholdervalue.de

Philipp Prömm
Vorstand
philipp.proemm@shareholdervalue.de
Tel. +49 (0)69 66 98 30 18

Wichtiger Informationen:

Diese Pressemitteilung dient ausschließlich zur Information. Sie stellt kein Angebot dar, Fondsanteile zu erwerben. Diese Pressemitteilung ist lediglich eine Kurzdarstellung und ersetzt keine Anlageberatung. Sie wurde mit großer Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Kauf von Fondsanteilen sind die aktuellen Verkaufsunterlagen: Verkaufsprospekt, Wesentliche Anlegerinformationen, Jahresbericht und Halbjahresbericht, falls dieser mit jüngerem Datum als der Jahresbericht vorliegt. Der Verkaufsprospekt enthält außerdem ausführliche Risikohinweise und nähere steuerliche Informationen. Die aktuellen Verkaufsunterlagen sind kostenfrei in digitaler Form unter www.axxion.lu erhältlich. Die Fondsanteile dürfen ausschließlich in Ländern zum Kauf angeboten oder verkauft werden, in denen ein solches Angebot zulässig ist. So dürfen Anteile dieses Fonds weder innerhalb der USA noch an oder für Rechnung von US-Staatsbürgern oder in den USA ansässigen US-Personen zum Kauf angeboten oder verkauft werden. Gleiches gilt für die Hoheitsgebiete oder Besitztümer, die der Gesetzgebung der USA unterliegen. Fondsperformance ist kein Indikator für die Zukunft.

„Die Geldanlage in Investmentfonds ist von Anlegerseite her immer mit hohen Erwartungen verknüpft: Ist mein Geld sicher angelegt? Kann das Management die – Erwartung in Bezug auf eine gute Rendite erfüllen? Wie geht das Management überhaupt vor? Und „last but not least“: Wie verantwortungsvoll wird mit meinem Geld umgegangen? Wir von der Shareholder Value Management AG hoffen, all diesen Fragen mit positiven Ergebnissen Rechnung zu tragen.“

Die vier Prinzipien des Value-Investing

Als eigentümergeführter Frankfurter Investment Spezialist mit Fokus auf Value-Aktien berät unser Haus mehrere Fonds und unterstützt Mandate mit einem Gesamtvolumen von gut 3,3 Mrd. Euro. Dazu gehören etwa der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und der neue Frankfurter Stiftungsfonds. Unsere Anlagestrategie richtet sich ganz nach den bewährten Prinzipien des Value-Investing, dessen Urvater Benjamin Graham ist und das in Perfektion vom berühmten Value-Investor Warren Buffett verkörpert und umgesetzt wird. Um das Ziel zu erreichen, den permanenten Kapitalverlust zu vermeiden und gleichzeitig eine dauerhaft überdurchschnittliche Rendite zu gewährleisten, folgen wir konsequent den vier Prinzipien des Value-Investing. Dazu gehört die antizyklische Kapitalanlage in unterbewertete Titel mit Sicherheitsmarge zum Zeitpunkt des Kaufs einer Aktie. Wir bevorzugen dabei eigentümergeführte Unternehmen. Denn das Management legt den Fokus auf das Interesse des Unternehmens und der Anteilseigner, und hat weniger seinen Bonus oder seinen Karriereplan im Sinn. Als
weiteres Kriterium ist uns bei der Auswahl der Aktien wichtig, dass die Unternehmen einen wirtschaftlichen Burggraben („Economic Moat“) um ihr Geschäftsmodell aufgebaut haben, der sie durch strukturelle Wettbewerbsvorteile so gut wie möglich vor Konkurrenz schützt. Das „Value-Investing“ geht davon aus, dass am Kapitalmarkt temporäre Ineffizienzen bestehen.

Es muss also Unternehmen geben, die an der Börse „unter Wert“ gehandelt werden. Ziel der Strategie ist es, solche Unternehmen zu identifizieren, die zudem über einen Eigentümer und einen starken Wettbewerbsvorteil verfügen, um diese dann mit einer Sicherheitsmarge zu kaufen. Das vierte Prinzip des „Mr. Market“, die Psychologie der Börse, ist die einzigartige Weiterentwicklung der akademischen Lehre in Richtung Verhaltensökonomie. Denn Börsen neigen immer wieder zu Übertreibungen, nach oben wie nach unten. Angst und Gier herrschen an den
Kapitalmärkten und nicht die Ratio. Wenn die Börsen abwärts gehen, wollen wir nicht dabei sein, gleichzeitig aber unterbewertete Titel einsammeln, wenn andere Anleger die Angst überkommt. Übertreiben die Märkte auf der anderen Seite nach oben, steigen wir lieber etwas früher aus, frei nach dem Motto: „Lieber den Fuß zu früh auf der Bremse und die Party vor dem letzten Drink verlassen. Denn der bereitet am nächsten Tag bekanntlich die größten Kopfschmerzen.“ Dies ermöglicht es, ein diszipliniertes Risikomanagement sowohl für Einzeltitel als auch für das Gesamtportfolio anzuwenden. Daraus ergibt sich eine Investmentphilosophie mit einem vermögensverwaltenden Ansatz, der, aufbauend auf der Verhaltensökonomie, aktives Management der Cashquote und Absicherungsstrategien zur Steuerung des Aktienrisikos nutzt. Denn über allem steht die goldene Regel: Verliere auf Dauer kein Geld!

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Lesen Sie den vollständigen Beitrag „Value-Aktien als nachhaltige Renditequelle“ unter folgendem Link:
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