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Die Notenbanken bestimmen die Märkte

Im August konnten die Aktienmärkte ihre Erholungsrally fortsetzen.  Zwar ist hinsichtlich der Coronapandemie die Lage in den USA unverändert ernst, während auch in Europa die Fallzahlen wieder ansteigen. Gleichzeitig lässt die aggressive Rhetorik von Demokraten und Republikanern nichts Gutes für den beginnenden Präsidentschaftswahlkampf und damit für die politische und wirtschaftliche Zukunft des Landes erahnen. Und den Briten und Europäern droht weiterhin ein Brexit ohne Abkommen.

Aber an der Börse spielen diese Faktoren derzeit nur eine untergeordnete Rolle. Hier sind es vor allem die Notenbanken, die den Takt vorgeben und durch die Politik niedriger Zinsen weiterhin Liquidität in die Aktienmärkte umleiten. Die Fed hat im August signalisiert, künftig auch höhere Inflationsraten zu akzeptieren und eine durchschnittliche Inflationsrate von zwei Prozent anzupeilen. Dieser Strategiewechsel wurde an den Märkten als ein Zeichen für eine längere Phase einer lockeren Geldpolitik interpretiert. Entsprechend entwickelten sich vor allem die US-Märkte positiv, wobei der S&P 500 und der Nasdaq neue Höchststände verzeichnen konnten, da vor allem Technologiewerte weiter stark gefragt waren.

Fokus auf „Modern Value“ zahlt sich aus

Auch der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen konnte im August mit einer Wertentwicklung von mehr als 6 Prozent deutlich zulegen. In den vergangenen 12 Monaten erzielte er eine Performance von 3,67 Prozent*. Dabei zahlte sich die Ausrichtung des Fonds auf „Modern Value“-Qualitätstitel mit einer hohen Eigenkapitalrendite, einer gesunden Bilanz und einem hohen Umsatzwachstum aus. Wie an den US-Börsen, so waren auch im Fondsportfolio vor allem die Technologiewerte für die positive Wertentwicklung verantwortlich. Spitzenreiter mit einem Beitrag von 1,76 Prozent war einmal mehr secunet Security Networks AG, die flankiert von guten Unternehmensnachrichten weiter ansteigen konnte. secunet bietet unter anderem IT-Sicherheitslösungen für die öffentliche Hand an und kann von der zunehmen Digitalisierung profitieren. Zuletzt wurde das Krankenhauszukunftsgesetz für die Digitalisierung von Krankenhäusern verabschiedet, wofür der secunet konnektor eine passende Lösung anbietet. secunet könnte auch zu den Profiteuren des 2 Milliarden-Euro-Förderpaketes der Bundesregierung zur Entwicklung von Quantencomputern gehören. Neben secunet lieferten Alibaba mit 0,67 Prozent, Facebook mit 0,62 Prozent und Apple mit 0,52 Prozent im August die höchsten Ergebnisbeiträge.

Am unteren Ende der Wertbeitragsskala standen weiterhin klassische „Graham-Value“-Werte wie der Anbieter von Sozialdienstleistungen Mears (-0,13 Prozent) oder der Verkehrstelematikkonzern Kapsch (-0,10 Prozent), die sich vor allem durch eine niedrige Bewertung auszeichnen.

Langfristiges Wachstum intakt, aber kurzfristig ist Vorsicht geboten

Aktuell drängen die Marktteilnehmer stark in die Technologiewerte, da hier mit Blick auf die Transformation von Geschäftsmodellen durch die Coronapandemie weiterhin hohe Wachstumsraten erwartet werden. Auch wir sind vom langfristigen Wachstum von Alibaba, Facebook und Alphabet überzeugt. Allerdings lassen uns die mittlerweile recht hohen Bewertungen auch vorsichtig werden. Entsprechend halten wir im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen eine Goldposition von rund 4 Prozent und haben den Aktienanteil des Fonds im August leicht abgesichert, was zu einer Netto-Aktienquote von ca. 64% per Monatsultimo geführt hat.

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*Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen.

Nachdem die meisten Börsen im März massive Einbrüche in Folge der Ausbreitung des Coronavirus und eines Preiskriegs beim Öl zwischen Russland und Saudi-Arabien verbuchen mussten, begann im April mit den ersten Lockerungsmaßnahmen die Aufholjagd. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Rettungspakete verschiedener Regierungen sowie die akkommodierende Politik der Notenbanken. Langfristig könnte der Umfang des fiskalischen Rettungspaketes bis zu 10 Prozent des weltweiten BIPs betragen. Diese Summen stützen die Märkte und haben die Erholungsrallye im 2. Quartal weiter befeuert. Hinzu kam, dass in Europa im Quartalsverlauf rückläufige Infektionszahlen vermeldet wurden, was die Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr zur Normalität bestärkte. Vor allem im Juni verbesserten sich die Makroprognosen. So gab es vom US-Arbeitsmarkt weniger dramatische Zahlen, als zunächst erwartet worden war. Einzelne Volkswirtschaften, wie die deutsche, konnten den Einbruch beim BIP in Grenzen halten. Im Ergebnis notierten die wichtigsten Indizes im Juni wieder nur leicht unter ihren Höchstständen von vor der Krise. Aber die Lage bleibt fragil, auch weil die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht endgültig abzuschätzen sind. Die Geldpolitik bleibt deshalb die wichtigste Stütze der Aktienmärkte. Zum Quartalsende bereiten vor allem die USA Sorgen, da die Pandemie hier außer Kontrolle geraten ist und die Regierung sich wenig handlungsfähig zeigt. Auch wächst weltweit die Angst vor einer zweiten Infektionswelle.

In diesem Umfeld konnte der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen im 2. Quartal eine Wertentwicklung von 11,1 Prozent erzielen (-12,9 Prozent YTD). Wir setzen im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen einen Schwerpunkt auf Unternehmen mit stabilem Geschäftsmodell und strukturellem Wettbewerbsvorteil, dem wirtschaftlichen Burggraben oder „Moat“. Den Anteil dieser Unternehmen haben wir in den vergangenen Monaten ausgebaut. Aktuell besteht das Portfolio zu rund 50 Prozent aus
solchen „Modern Value“- Unternehmen mit einem tiefen Burggraben, wie z.B. Alibaba, Alphabet oder secunet Security Networks. Sie lieferten im Quartal mit rund 8 Prozent den höchsten Performancebeitrag im Portfolio.

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Mit „Modern-Value“ die Chancen der Corona-Krise nutzen

Covid-19 hat die Weltwirtschaft

Die Corona Krise hat Wirtschaft und Gesellschaft weltweit im Griff. Länder wie China, Korea und Taiwan waren auf dem Weg zur Normalität und kämpfen nun gegen eine zweite Welle. Die andauernden Kontrollmaßnahmen in der Öffentlichkeit machen aber deutlich, dass man von einer Situation wie sie vor dem Ausbruch der Pandemie bestand, auch dort noch weit entfernt ist. In anderen Teilen der Welt, unter anderem den USA, Afrika, Indien und Südamerika sowie Teilen Europas, tobt weiterhin der Kampf gegen den Virus.

Das staatliche Vorgehen spaltet zunehmend die westlichen liberalen Gesellschaften und lähmt die internationalen Lieferketten und damit die Weltwirtschaft. Wir befinden uns in einer globale Rezession und die psychologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Covid 19 werden Narben u.a. auch in Form von exorbitanten Schulden hinterlassen, mit denen wir uns noch lange auseinandersetzen müssen. Nach den starken Einbrüchen an den Weltbörsen im März kam es zu einer von wenigen erwarteten V-förmigen Erholung. Diese war vor allem in den massiven politischen und monetären Aktionen unter Einbeziehung der Notenbanken begründet. Anders als zu Zeiten der Finanzkrise, als insbesondere Europa nur langsam Maßnahmen ergriff, haben die Regierungen diesmal weltweit zwar nicht konzertiert, aber zumindest schnell gehandelt. Trotzdem wird es 2020 zu einer echten weltweiten Rezession kommen.

Was heißt das für einen Value-Investoren?

Wir sind überzeugte Value-Investoren. Die klassische Value-Definition wurde von Benjamin Graham aufgestellt und bezeichnet Aktien, die sich primär durch niedrige Bewertungen, einen hohen Substanzwert und eine hohe Dividendenrendite auszeichnen. Wir haben unseren Value Ansatz seit den 1990er Jahren konsequent weiterentwickelt. Wie Warren Buffett und Charlie Munger glauben wir, dass die Kapitalrendite eines Unternehmens mittel und langfristig einen höheren Einfluss auf die Performance der Aktie hat als der Preis, der für die Aktie gezahlt wurde.

In dieser „Modern Value“ Perspektive ist also nicht der Preis allein entscheidend, sondern die Höhe der künftigen Cashflows. Dieser Ansatz erlaubt im Vergleich zu dem ursprünglichen Value-Ansatz auch die Investition in höher bewertete Aktien, wenn sie eigentümer- und familiengeführt sind, über strukturelle Wettbewerbsvorteile, einen wirtschaftlichen Burggraben, den sog. Moat, verfügen und die Aktie, gemessen am erwarteten künftigen Cashflow, eine Sicherheitsmarge bietet.

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Wie schon in den Monaten zuvor, so war auch im 4. Quartal 2019 der Handelsstreit zwischen den USA und China das beherrschende Thema an den Märkten und sorgte im Quartalsverlauf immer wieder für Schwankungen. Angesichts deeskalierender Signale beider Seiten setzte sich allerdings zum Ende des Quartals Optimismus durch. Mit den britischen Unterhauswahlen am 12. Dezember, die einen überwältigenden Sieg für Boris Johnsons konservative Partei brachten, rückte auch beim Brexit eine konstruktive Lösung an Stelle eines Hard-Brexit in greifbare Nähe. Diese politische Entspannung sorgte für spürbare Erleichterung an den Aktienmärkten. Sie wurde flankiert von einer weiterhin robusten US-Wirtschaft, die von guten Arbeitsmarktdaten und einem entsprechend hohen Verbrauchervertrau-en getragen wird, sowie von einer akkommodierenden Geldpolitik der Fed und der EZB. Das Gesamtpaket sorgte im 4. Quartal für einen deutlichen Rückenwind für Aktien.

Vor allem mit Blick auf den Wechsel an der Spitze der Europäischen Zentralbank reagierten die Märkte erleichtert als klar wurde, dass Christine Lagarde zunächst den Weg der lockeren Gelpolitik ihres Vorgängers Mario Draghi fortsetzen wird. Allerdings hat Lagarde eine Überprüfung der Geldpolitik angekündigt. Die Märkte zeigten sich bisher davon aber letztendlich ebenso unbeeindruckt, wie von der an-haltend schwachen Konjunktur in Deutschland und setzen ihren Erholungskurs im Quartalsverlauf fort. So konnte der MSCI World im Gesamtquartal eine Wertent-wicklung von 8,56 Prozent (in US-Dollar) verzeichnen, der S&P 500 erzielte 9,1 Prozent.

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen hat im Quartalsverlauf seine Nettoaktienquote auf bis zu 88 Prozent erhöht. Ausschlaggebend war für uns neben einem positiven makroökonomischen Umfeld auch das technische Bild, welches trotz zwischenzeitlicher Anzeichen für einen überkauften Markt weitestgehend intakt war.

Wir haben die gute Aktienmarktentwicklung im Quartal dazu genutzt, um Positionen wie Ryanair mit Gewinn zu verkaufen oder wie im Fall von Ryman Healthcare, Novo Nordisk und John Menzies zu reduzieren. Neu aufgebaut haben wir unter anderem Positionen in der US-Heimwerkerkette Tractor Supply, dem israelischen Photovoltaikunternehmen SolarEdge Technologies und dem italienischen Pharmaunternehmen Recordati S.p.A. Zu den Positionen, die wir weiter ausgebaut haben, zählen unter anderem die beiden Onlinehändler Alibaba, Amazon sowie der Halbleiterhersteller BE Semiconductor.

Im 4. Quartal konnte der Fonds eine Wertentwicklung von 8,49 Prozent erzielen, was am Ende zu einer Jahresperformance von 7,83 Prozent führte. Die größten positiven Ergebnisbeiträge im Quartal lieferten Ryman Healthcare, Alibaba und AOC Value SAS.

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Wie schon in den Monaten zuvor, so war auch im 4. Quartal 2019 der Handelsstreit zwischen den USA und China das beherrschende Thema an den Märkten und sorgte im Quartalsverlauf immer wieder für Schwankungen. Angesichts deeskalierender Signale beider Seiten setzte sich allerdings zum Ende des Quartals Optimismus durch. Mit den britischen Unterhauswahlen am 12. Dezember, die einen überwältigenden Sieg für Boris Johnsons konservative Partei brachten, rückte auch beim Brexit eine konstruktive Lösung an Stelle eines Hard-Brexit in greifbare Nähe. Diese politische Entspannung sorgte für spürbare Erleichterung an den Aktienmärkten. Sie wurde flankiert von einer weiterhin robusten US-Wirtschaft, die von guten Arbeitsmarktdaten und einem entsprechend hohen Verbrauchervertrau-en getragen wird, sowie von einer akkommodierenden Geldpolitik der Fed und der EZB. Das Gesamtpaket sorgte im 4. Quartal für einen deutlichen Rückenwind für Aktien.

Vor allem mit Blick auf den Wechsel an der Spitze der Europäischen Zentralbank reagierten die Märkte erleichtert als klar wurde, dass Christine Lagarde zunächst den Weg der lockeren Gelpolitik ihres Vorgängers Mario Draghi fortsetzen wird. Allerdings hat Lagarde eine Überprüfung der Geldpolitik angekündigt. Die Märkte zeigten sich bisher davon aber letztendlich ebenso unbeeindruckt, wie von der an-haltend schwachen Konjunktur in Deutschland und setzen ihren Erholungskurs im Quartalsverlauf fort. So konnte der MSCI World im Gesamtquartal eine Wertent-wicklung von 8,56 Prozent (in US-Dollar) verzeichnen, der S&P 500 erzielte 9,1 Prozent.

Der Frankfurter Stiftungsfonds war mit einer Nettoaktienquote von 15,8 bis 26,5 Prozent im 4. Quartal eher defensiv positioniert. Entsprechend konnte er von der guten Aktienmarktentwicklung nicht in vollem Umfang profitieren. Insgesamt erzielt der Fonds im Quartal eine Performance von 1,88 Prozent, was zu einer Gesamtjahresperformance von -0,77 Prozent geführt hat. Der Fonds nutzt drei gering korrelierte Einzelstrategien (Säulen) zur Erwirtschaftung von Rendite. Die Säulen eins (Marktneutrales Aktienportfolio) und drei (Makroinvestments und Edelmetalle) lieferten dabei über den Quartalsverlauf insgesamt einen positiven Performancebei-trag, die Säule zwei (Optionsstrategien) belastete hingegen die Performance. Zu den Aktien mit dem höchsten Ergebnisbeitrag im 4. Quartal gehören AOC Value, Ryman Healthcare und Sarine Technologies. Die größten Verluste verzeichneten im Berichtszeitraum XLMedia, Intershop und SMT Scharf.

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Das 3. Quartal 2019 war von politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit auf der einen und einer zunehmend expansiven Notenbankpolitik auf der anderen Seite geprägt. Der Handelsstreit mit China liegt als Dauerbelastung auf den Märkten und bremst das Wachstum. Dabei wechseln sich Zeichen der Entspannung mit scharfen Tönen und einer weiteren Eskalation ab. Hinzu kommt eine Vielzahl größerer und kleinerer globaler Konfliktherde, wie die Drohnen-Angriffe auf Saudi-Arabien, die Unruhen in Hongkong, die Finanzkrise in Argentinien und natürlich das Endlos-Drama des Brexits, das zunehmend auf ein „No-Deal“-Szenario hinsteuert. Das konjunkturelle Bild ist weltweit uneinheitlich. Während sich die US-Wirtschaft hinsichtlich privaten Verbrauchs und Beschäftigungszahlen vergleichsweise gut hält, wird das Wachstum in Europa vor allem von der Schwäche der Industrie belastet. In Deutschland sind die Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen und das verarbeitende Gewerbe Ende September auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2012 gerutscht, hier stellt der Transformationsprozess in der Automobilindustrie eine zusätzliche Belastung dar.

Die Notenbanken versuchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit Zinssenkungen (Fed) und einer Neuauflage des Wertpapierkaufprogramms (EZB) gegenzusteuern. Allerdings können auch sie nur begrenzt das schwache konjunkturelle Umfeld kompensieren und nicht alle Auswirkungen des Handelsstreits ausbügeln. Hinzu kommt, dass mit Blick auf die EZB klar wird, dass diese an den Grenzen des Machbaren angelangt ist. Vor diesem Hintergrund war das dritte Quartal an den Aktienmärkten durch starke Schwankungen und einen schwachen August geprägt. Zwar konnten die Verluste des Vormonats im September wieder weitgehend kompensiert werden, aber die Unsicherheit bleibt bestimmend.

Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen

Die Investitionsquote des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen im 3. Quartal spiegelt das uneinheitliche Stimmungsbild wider. Lag die Nettoaktienquote nach Absicherung zu Quartalsbeginn im Juli bei rund 71 % wurde sie im weiteren Verlauf angesichts der sich weiter eintrübenden Konjunktur und des sich verschärfenden Handelskonfliktes durch Absicherungen bis auf 48 % abgesenkt, wodurch der Fonds die Schwankungen des Marktes abfedern konnte. Zum Quartalsende waren wir der Meinung, bei der Konjunktur das Schlimmste hinter uns zu haben. Die vorsichtige Stimmungsaufhellung, verbunden mit der anhaltenden Liquiditätsflut der Notenbanken hat uns bewogen, offensiver zu werden, so dass die Aktienquote (brutto und netto) Ende September wieder bei rund 85 % und damit über ihrem historischen Durchschnitt von 70 % lag.

Wir haben das Portfolio des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen im vergangenen Quartal verstärkt auf weniger zyklische Qualitätstitel ausgerichtet. Zu den Neuzugängen zählt das Diagnostikunternehmen Thermo Fisher Scientific Inc. Wir erwarten, dass der Diagnostikmarkt weiterwachsen wird, auch wenn die Wirtschaft sich insgesamt schwächer entwickeln sollte. Aus dem gleichen Grund haben wir unsere Position bei Croda International PLC ausgebaut. Croda ist im Life-Science-Bereich aktiv, auch in diesem Markt sehen wir weiter gutes Wachstum, unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung. Ebenfalls zugekauft haben wir beim britischen KfZ-Versicherer Admiral Group PLC. Unter den Verkäufen im Quartal ist SolarEdge, ein Produzent von Photovoltaiksystemen. Der Kurs der Aktie hat sich seit dem Kauf fast verfünffacht, damit ist die Sicherheitsmarge nicht mehr gegeben.

Die Wertentwicklung des Fonds im 3. Quartal betrug -0,11 %. Die Werte mit dem größten positiven Performancebeitrag im Quartal waren Sunrise Communications AG, Ryman Healthcare Ltd. und Alphabet Inc. Am stärksten belastet haben WashTec AG, Bertrandt AG und METRO AG.

Ausblick

Ersten Frühindikatoren, wie der Citi US Economic Surprise Index zeigen, dass die Erwartungen an die Konjunktur langsam aber sicher nach oben gehen und sich Unsicherheiten sowie der Abbau von Lagerbeständen durch die Unternehmen dem Ende nähern. Zudem stellen EZB und Fed dem Markt verstärkt Liquidität zur Verfügung. Dieses Liquiditätsumfeld sowie ein potenziell möglicher „Fake-Deal“ zwischen Donald Trump und Xi Jinping sollten sich positiv auf die Märkte auswirken und die Börsen anschieben. Viele Investoren sind derzeit unterpositioniert und es herrscht Angst an den Märkten. In solchen Momenten ist es gut zu kaufen und verstärkt am Aktienmarkt investiert zu sein. Daher ist der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen aktuell offensiver positioniert. Zudem haben wir einige Titel im Fonds, die voraussichtlich kurz vor Sondersituationen stehen und sich noch im vierten Quartal auswirken können. Verhalten optimistisch gehen wir dementsprechend auf das Jahresende zu und erwarten, dass wir dieses positiv schließen können, sofern keine negativen externen Faktoren hinzutreten.

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Das 3. Quartal 2019 war von politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit auf der einen und einer zunehmend expansiven Notenbankpolitik auf der anderen Seite geprägt. Der Handelsstreit mit China liegt als Dauerbelastung auf den Märkten und bremst das Wachstum. Dabei wechseln sich Zeichen der Entspannung mit scharfen Tönen und einer weiteren Eskalation ab. Hinzu kommt eine Vielzahl größerer und kleinerer globaler Konfliktherde, wie die Drohnen-Angriffe auf Saudi-Arabien, die Unruhen in Hongkong, die Finanzkrise in Argentinien und natürlich das Endlos-Drama des Brexits, das zunehmend auf ein „No-Deal“-Szenario hinsteuert. Das konjunkturelle Bild ist weltweit uneinheitlich. Während sich die US-Wirtschaft hinsichtlich privaten Verbrauchs und Beschäftigungszahlen vergleichsweise gut hält, wird das Wachstum in Europa vor allem von der Schwäche der Industrie belastet. In Deutschland sind die Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen und das verarbeitende Gewerbe Ende September auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2012 gerutscht, hier stellt der Transformationsprozess in der Automobilindustrie eine zusätzliche Belastung dar.

Die Notenbanken versuchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit Zinssenkungen (Fed) und einer Neuauflage des Wertpapierkaufprogramms (EZB) gegenzusteuern. Allerdings können auch sie nur begrenzt das schwache konjunkturelle Umfeld kompensieren und nicht alle Auswirkungen des Handelsstreits ausbügeln. Hinzu kommt, dass mit Blick auf die EZB klar wird, dass diese an den Grenzen des Machbaren angelangt ist. Vor diesem Hintergrund war das dritte Quartal an den Aktienmärkten durch starke Schwankungen und einen schwachen August geprägt. Zwar konnten die Verluste des Vormonats im September wieder weitgehend kompensiert werden, aber die Unsicherheit bleibt bestimmend.

Der Frankfurter Stiftungsfonds war während des 3. Quartals 2019 aufgrund der sich weiter eintrübenden Konjunktur und des sich verschärfenden Handelskonfliktes auf der Aktienseite insgesamt eher defensiv positioniert. Die Nettoaktienquote war im Verlauf des Quartals teilweise negativ und bewegte sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die vorsichtige Stimmungsaufhellung, verbunden mit der anhaltenden Liquiditätsflut der Notenbanken hat uns bewogen, vorsichtig offensiver zu werden, so dass die Nettoaktienquote zum Quartalsende bei rund 26 % lag. Im 3. Quartal 2019 betrug die Performance des Fonds -0,74 %. Die Säule 1 erwirtschaftete einen positiven Performancebeitrag, während die Säulen 2 und 3 aufgrund ihrer negativen Wertentwicklung belastend wirkten.

Die insgesamt unbefriedigende Wertentwicklung des Frankfurter Stiftungsfonds in diesem Jahr (-2,61 % YTD) hat uns zu einer grundsätzlichen Überprüfung der Anlagestrategie des Fonds bewogen. Im Ergebnis ist vorgesehen, den Frankfurter Stiftungsfonds zukünftig als defensiv ausgerichteten Multi-Asset-Fonds zu positionieren. Dabei bleiben als Kernbestandteile die drei Säulen erhalten. Die Säule 1 wird zu einem konzentrierten Aktienportfolio, welches sich aus ausgewählten Titeln des SVM-Anlageuniversums zusammensetzt. In der zweiten Säule werden auch weiterhin Optionsstrategien umgesetzt, um Volatilitätsprämien zu vereinnahmen. Säule 1 und 2 können je nach Marktlage durch Futures abgesichert werden. Die dritte Säule wird stabilisierende Elemente für das Gesamtportfolio, insbesondere Anleihen und Edelmetalle sowie Makro-Ideen, enthalten.

Diese optimierte Anlagestrategie hat zum Ziel dem Anleger langfristig attraktive Renditen zu bieten und dabei weiterhin den defensiven Charakter des Frankfurter Stiftungsfonds beizubehalten. Weitere Details werden im nächsten Investment-Update mit Frank Fischer und Ulf Becker am 5. November 2019 erläutert. Anmeldungen sind über anmelden.org/investment_update_mit_frank_fischer_und_ulf_becker möglich. Wie gewohnt, steht im Nachgang eine Aufzeichnung über unseren YouTube Channel Shareholder Value TV zur Verfügung.

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Das erste Halbjahr 2019 hielt für Investoren ein Wechselbad der Gefühle bereit. Der Handelskonflikt zwischen China und den USA schwelte weiter und sorgte zunächst für vorsichtigen Optimismus, im weiteren Verlauf aber wieder für Angst bei den Investoren. Trotz der Liquiditätsimpulse der Notenbanken bleibt das gesamtwirtschaftliche Bild getrübt. Aufgrund der anhaltenden politischen Risiken behielt der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen im ersten Halbjahr überwiegend eine neutrale Positionierung bei und erzielte insgesamt eine Wertentwicklung von -0,5 Prozent.

Den höchsten Beitrag zur Performance des Fonds im ersten Halbjahr 2019 lieferten der portugiesische Windenergiebetreiber EDP Renováeis, der deutsche Handelskonzern Metro und das chinesische Internetunternehmen Alibaba. Der Anbieter von erneuerbaren Energien Montauk Holdings, der britische Pflegedienstleister Mears Group und der britische Softwareentwickler Plus 500 lieferten die niedrigsten Ergebnisbeiträge.

Unter den Unternehmen, die im ersten Halbjahr 2019 neu in das Portfolio aufgenommen wurden, sind mit Ryanair Holdings PLC und Admiral Group PLC auch zwei Werte aus Großbritannien. Da viele Investoren das Vereinigte Königreich aus Sorge um einen harten Brexit meiden, bieten sich langfristig orientierten Investoren hier interessante Kaufgelegenheiten. Die Fluggesellschaft Ryanair ist einer der Kostenführer der Luftfahrtindustrie. Das Geschäftsmodell ist komplett auf Effizienz angelegt. Gleichzeitig weist Ryanair aufgrund der modernen Flugzeuge und der engen Bestuhlung eine vergleichsweise niedrige CO2-Belastung auf. Der Direktversicherer Admiral Group ist Kostenführer bei KfZ-Versicherungen in Großbritannien. Dieser Bereich dürfte nach unserer Auffassung von den wirtschaftlichen Konsequenzen eines harten Brexits relativ unberührt bleiben.

Das erste Quartal 2019 im Rückblick: Notenbanken befeuern die Erholung

Die Signale der US-Notenbank Fed Anfang 2019, ihre Normalisierungspolitik zunächst aufzuschieben, sowie die angekündigte Verlängerung des TLTRO-Programms der EZB, führten an den Kapitalmärkten nach dem Katastrophenmonat Dezember 2018 zu einer deutlichen V-förmigen Erholung. So konnte der MSCI World im Januar um gut acht Prozent zulegen. Gleichzeitig sorgte die Erwartung einer Lösung im Handelsstreit für positive Stimmung, die durch die Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Stützung der Konjunktur noch gefestigt wurde. Die Impulse waren stark genug, um die latenten Konjunktur- und Brexitsorgen in den Hintergrund zu drängen. Das positive Umfeld führte dazu, dass im ersten Quartal fast alle Anlageklassen zweistellige Renditen erzielen konnten.

Da wir vor allem die politische Situation weiter für unberechenbar gehalten haben, waren wir im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen im ersten Quartal mit einer Nettoaktienquote von zunächst 22 Prozent im Januar und 56 Prozent im Februar zu defensiv aufgestellt und konnten entsprechend von der positiven Aktienmarktentwicklung nur gering profitieren. Auch einzelne Unternehmen in Sondersituationen belasteten die Wertentwicklung des Fonds. Das Ziel dieser Investitionen war es, in einem insgesamt schwierigen Marktumfeld unabhängiger von Marktentwicklungen zu agieren. Ein Beispiel für diese Investments ist die Telecom Italia. Wir hatten bei der Aktie positive Effekte aus der Deregulierung des italienischen Telekommunikationsmarktes erwartet. Die Rhetorik, der im Juni 2018 neu gebildeten italienischen Regierung aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung führte jedoch dazu, dass sich diese Erwartungen nicht erfüllt haben und der Kurs der Aktie einbrach. Die Belastungen wirkten noch bis ins erste Quartal 2019.

Aufgrund der defensiven Positionierung und der Effekte durch die Unternehmen in Sondersituationen erzielte der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen im ersten Quartal 2019 eine Performance von 0,94 Prozent.

Das zweite Quartal 2019: Enttäuschte Hoffnungen, deutlicher Marktrückgang im Mai

Die Gemengelage aus Brexit-Chaos, dem anhaltenden Handelskonflikt und dem Streit um mögliche Autozölle mit der EU trübten die Stimmung im Laufe des zweiten Quartals ein. Nicht zuletzt in Folge des Handelskonfliktes ist der Welthandel in einem Umfang eingebrochen, den man sonst nur aus Rezessionsphasen kennt. Die aggregierten Einkaufsmanagerindizes entwickelten sich im April und Mai rückläufig. Durch das Aufflammen der Handelsstreitigkeiten geriet die konjunkturelle Stabilisierung seit Jahresanfang ins Stocken, was zu einem Rückgang an den Aktienmärkten führte. Der MSCI World verlor im Mai über 5 Prozent, europäische Nebenwerte im MSCI Europe Small Cap fast 6 Prozent. Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen erzielt im April und Juni mit 2,3% und 1,33% eine positive Performance welche hauptsächlich durch vielversprechende Einzeltitel getrieben wurde.

Die negative Performance im Mai wurde am stärksten durch Alibaba belastet, welche sich auch in der Gesamtperformance des zweiten Quartals wiederfinden (Q2 -1,42 Prozent). Im zweiten Quartal war der Fonds mit eine Brutto/ Netto Aktienquote von um die 75 Prozent nicht abgesichert. Das USD-Währungsexposure hingegen blieb auch im zweiten Quartal vollständig abgesichert.

Zum Ende des Quartals verliehen die Notenbanken den Märkten neuen Schwung. So spekulierte EZB-Präsident Draghi über die Notwendigkeit eines zusätzlichen Stimulus, sollte sich der wirtschaftliche Ausblick nicht verbessern. Auch Fed-Chef Jerome Powell signalisierte die Bereitschaft zu Zinssenkungen, wenn die konjunkturelle Lage das erfordere. Die Erwartung einer Geldschwemme sorgte für eine gute Stimmung an den Märkten, der DAX markierte ein neues Jahreshoch, der S&P 500 sogar ein neues Rekordhoch. Auch der der Wechsel an der Spitze der EZB von Draghi zu Lagarde wird nichts an der expansiven Politik der Notenbank ändern, da die Wachstumsdaten weltweit eher enttäuschend sind. Vor diesem Hintergrund erwarten wir in den kommenden Wochen eine anhaltende Volatilität und schließen temporäre Rückschläge nicht aus, auch wenn aktuell der Markt intakt aussieht.

Die relative schlechtere Wertentwicklung von europäischen Value Nebenwerten gegenüber großen Aktien und besonders US-Unternehmen zieht sich wie ein roter Faden seit 18 Monaten hin. Wir sind davon überzeugt, dass sich diese Schere auch wieder schließen wird. Daher gibt es auch keinen Anlass zu Veränderungen, ganz im Gegenteil investieren wir unverändert in eigentümergeführte Firmen mit wirtschaftlichem Burggraben und Sicherheitsmarge, wie wir es seit mehr als 10 Jahren erfolgreich getan haben. Beispielsweise haben wir Titel wie Washtec oder Freenet mit hohen einstelligen Dividendenrenditen im Portfolio. Für uns als Value-Investoren bietet ein solches Umfeld immer wieder Gelegenheiten, attraktive Aktien zu günstigen Preisen zu erwerben. Wir haben deshalb im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen im Juni die Cash-Quote erhöht und die Bruttoaktienquote auf 71 Prozent reduziert, um bei interessanten Value-Titeln mit Potential nachzukaufen und die entsprechende Liquidität zu haben.  Es ist nach wie vor so: Es gibt keine wirkliche Alternative zu Aktien.

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Das erste Halbjahr 2019 hielt für Investoren ein Wechselbad der Gefühle bereit. Der Handelskonflikt zwischen China und den USA schwelte weiter und sorgte zunächst für vorsichtigen Optimismus, im weiteren Verlauf aber wieder für Angst bei den Investoren. Trotz der Liquiditätsimpulse der Notenbanken bleibt das gesamtwirtschaftliche Bild getrübt.

In diesem Umfeld wurde die Wertentwicklung des Frankfurter Stiftungsfonds vor allem von seiner Säule 1, dem Aktienportfolio belastet, welches im ersten Halbjahr eine negative Wertentwicklung von -1,76 Prozent verzeichnete. Für die Long-Positionierung der Säule 1 wird zu einem großen Teil in Aktien investiert, die nach der Anlagephilosophie auch seit Jahren erfolgreich im Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen allokiert sind. Dadurch ergibt sich in diesem Teilportfolio sowohl ein Schwerpunkt im Small- und Mid Cap-Segment als auch bei Value-Titeln. Seit Mitte des letzten Jahres entwickeln sich europäische Value-Nebenwerte tendenziell schwächer als US-Large Caps, was sich belastend auf die Wertentwicklung der Säule 1 ausgewirkt hat (siehe Grafik).

Quelle: Bloomberg, Stand: 28.06.2019

Ein Teilportfolio von rund 20 Titeln, die sich relativ unabhängig vom Markt bewegen, entwickelte sich trotz der allgemeinen Markterholung im ersten Quartal leicht negativ und belastete auch die dahinter liegenden Absicherungen.

Die schwache Entwicklung der Aktienmärkte im zweiten Quartal wirkte sich ebenfalls negativ auf die Ertragssäule 2 „Volatilitätsstrategien“ aus. Aufgrund der schwächeren Aktienmärkte sind Optionen, mit denen Volatilitätsstrategien umgesetzt werden, ins Geld gelaufen und verloren leider an Wert. Die Säule 2 wies im ersten Halbjahr 2019 eine Wertentwicklung von -1,09 Prozent bei einer Volatilität von 1,79 Prozent auf.

Angesichts der Entspannung im Handelskonflikt wurden in der Säule 3, den Makro-Strategien, im März Positionen aufgebaut, die von einer zyklischen Erholung der Weltwirtschaft und entsprechend sukzessive steigenden Zinsen profitieren sollten. Die Signale der US-Notenbank Fed, ihre Normalisierungspolitik zunächst aufzuschieben, sowie die angekündigte Verlängerung des TLTRO-Programms der EZB, liefen diesen Positionen entgegen und beeinträchtigten im März die Entwicklung der Säule 3. Trotzdem lieferte die Säule 3 im ersten Halbjahr eine positive Wertentwicklung von 1,09 Prozent.

Enttäuschte Hoffnungen und Sorgen um ein Wiederaufflammen des Handelsstreits führten im Mai zu einem Rückgang der Aktienmärkte. Der MSCI World verlor 5,2 Prozent. Die defensive Ausrichtung des Frankfurter Stiftungsfonds erwies sich in dieser Situation als stabilisierend, so dass der Fonds seine Verluste im Mai auf 2,1 Prozent reduzieren konnte.

Insgesamt erzielte der Frankfurter Stiftungsfonds im ersten Halbjahr 2019 eine Wertentwicklung von -1,78 Prozent.

Auf das zweite Halbjahr werden wir den Fonds weiterhin deutlich defensiver als den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen ausrichten. Ebenso wie dieser sollte der Frankfurter Stiftungsfonds von einer Erholung der europäischen Nebenwerte und der zu erwartenden weiterhin expansiven Notenbankpolitik profitieren. Die relative schlechtere Wertentwicklung von europäischen Value Nebenwerten gegenüber großen Aktien und besonders US Unternehmen zieht sich wie ein roter Faden seit 18 Monaten hin. Wir sind davon überzeugt, dass sich diese Schere auch wieder wird. Daher gibt es auch keinen Anlass zu Veränderungen, ganz im Gegenteil investieren wir unverändert in eigentümergeführte Firmen mit wirtschaftlichem Burggraben und Sicherheitsmarge, wie wir seit mehr als 10 Jahren erfolgreich getan haben.

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Januar

Ausgehend vom schwachen Jahresende 2018 kam es im Januar zu einer deutlichen Erholung an den Kapitalmärkten. Insbesondere die Bereitschaft der amerikanischen Notenbank ihre Normalisierungspolitik zu verschieben sowie die gestiegene Wahrscheinlichkeit einer Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China halfen trotz Konjunktur- und Brexitsorgen dem MSCI World (in Euro gerechnet) zu einem Zugewinn von gut 8 Prozent. Der Fonds konnte in diesem Umfeld knapp 4 Prozent zulegen. Die Bruttoaktienquote betrug 73 Prozent, die beta-adjustierte Nettoaktienquote lag bei 34 Prozent. Das USD-Exposure verblieb wie im Vormonat abgesichert. Alle drei Säulen konnten sich im Januar erholen. Zusätzlich unterstützte die starke Erholung in den Emerging Markets den Fonds. Die Edelmetalle entwickelten sich ebenfalls erfreulich, wobei die synthetische Gold-Position im Monatsverlauf veräußert und die synthetische Silber-Position beibehalten wurde.

Februar

Auch im Februar setzte sich der freundliche Jahresstart fort. Die Risiken im Hinblick auf einen Handelskrieg zwischen den USA und China sowie einen ungeordneten Brexit reduzierten. Der MSCI World (in Euro) legte um knapp 4 Prozent zu. Der Fonds konnte dieser Erholung nicht folgen und verlor gut ein Prozent an Wert. Die Bruttoaktienquote betrug 79 Prozent, die beta-adjustierte Nettoaktienquote lag bei 18 Prozent. Das USD-Exposure verblieb weiterhin abgesichert. Vor allem Säule 1 (Marktneutrales Aktienportfolio) trug zum Rückgang des Fondspreises bei, nachdem einige einzelne Aktien enttäuschende Unternehmenszahlen präsentierten. Säule 2 (Volatilitätsstrategien) beendete den Monat mit einem kleinen Minus, während Säule 3 (Makro-Ideen) leicht zulegen konnte. Neu aufgenommen in Säule 3 wurde eine Short-Position in zehnjährigen US-Staatsanleihen, nachdem die Zinsen seit dem Verlaufshoch im Herbst deutlich korrigiert haben.

März

Der März schließlich knüpfte an die seit Jahresbeginn anhaltenden Erholung an den internationalen Aktienmärkten an, nachdem die US-Notenbank ihre Kehrtwende vollendete und die Gespräche im Handelsstreit zwischen den USA und China konstruktiv verliefen. Der MSCI World (in Euro) stieg um 2,7 Prozent, europäische Nebenwerte legten um knapp 1,4 Prozent zu. Der Fondspreis verlor, in diesem Umfeld ca. 2,4 Prozent. Verantwortlich hierfür waren vor allem Titel, die sich grundsätzlich durch ein hohes idiosynkratisches Risiko auszeichnen, d.h. die sich relativ unabhängig von der Marktentwicklung bewegen. Dieser Teil des Portfolios, ca. 20 Titel, entwickelte sich trotz der positiven Wertentwicklung des Gesamtmarktes leicht negativ, sodass wir sowohl auf den Titeln als auch dem dagegen liegenden Hedge verloren. Als Makroideen haben wir Trades aufgenommen, die von einer zyklischen Erholung der Weltwirtschaft profitieren sollten. Dazu gehörten beispielsweise auch Positionen, die von steigenden Zinsen profitieren sollten (Short UST). Diese sind aufgrund der sehr „dovishen“ Haltung der Notenbanken im Allgemeinen und der Fed im Speziellen gegen uns gelaufen. Die Bruttoaktienquote lag zum Monatsende bei knapp über 84 Prozent. Unter Berücksichtigung der Absicherungen betrug die beta-adjustierte Nettoaktienquote 26 Prozent. Der USD-Anteils des Fonds bleibt weiter währungsgesichert.