Beiträge

Artikel von Börsen-Zeitung | 9. Dezember 2019

Frank Fischer | CEO & CIO, Shareholder Value Management AG | www.shareholdervalue.de

Herr Fischer, wann und womit haben Sie Ihr erstes eigenes Geld verdient?
Ich habe mit sieben Jahren an der Endhaltestelle der Linie 23 in Frankfurt selbstgemalte Bilder verkauft, was meinem Vater äußerst unangenehm war.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Damit konnte ich mir dann selbst ein Gokart kaufen.

Was war Ihr erstes Investment an den Märkten?
Natürlich eine Aktie, lustigerweise ein Large Cap, und zwar BASF.

Was war Ihr erfolgreichstes Investment?
Ich denke, das war die Secunet. Wir sind bis heute investiert und nach wie vor überzeugt von dieser Firma.

An welches Fehlinvestment erinnern Sie sich?
Ehrlich gesagt gibt es da leider einige. Eines davon war Rosenthal Porzellan, denn das hat mir privat richtig wehgetan, denn es sah eigentlich zu sicher aus.

Treffen Sie Ihre private Anlageentscheidungen allein, oder beraten Sie sich mit jemandem?
Anlageentscheidungen treffe ich selbst, sonst hat meine Frau in vielen Dingen die Hosen an!

Gibt es eine bestimmte Anlagestrategie, die Sie verfolgen?
Wir sind Value-Investoren. Wir versuchen, den realen wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens zu ermitteln. Wenn der Preis für das Unternehmen an der Börse unter dem von uns ermittelten Wert liegt, prüfen wir anhand unserer Kriterien, ob sich ein Investment lohnt.

Welche Kennzahlen sind für Sie wichtig, wenn Sie sich ein Wertpapier näher anschauen?
Zu den Kennzahlen, die wir uns zunächst anschauen gehören, die Cash-flows und der Total Shareholder Return, also was dem Aktionär schließlich zufließt. Daneben gibt es ein paar Kriterien, die für uns wichtig sind. Der Kurs der Aktie sollte eine Sicherheitsmarge bieten, wir wollen höchstens 60 Cent für einen Euro zahlen. Das Unternehmen sollte eigentümergeführt sein und über strukturelle Wettbewerbsvorteile verfügen. Das können zum Beispiel Patente oder Kostenvorteile sein.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit beim Investieren?
Das Thema ist für uns sehr wichtig und hat unterschiedliche Facetten. Zum einen ist uns eine gute Corporate Governance sehr wichtig. Gut geführte, inhabergeführte Unternehmen sind nachhaltiger ausgerichtet als Firmen mit einem externen Manager. Daneben wollen wir bestimmte Themen wie Umweltverschmutzung oder Kinderarbeit nicht unterstützen.

Haben Sie bei der Geldanlage ein Vorbild?
Definitiv Warren Buffett. Er hat das Value Investing weiterentwickelt. Gleichzeitig ist er bei vielen ethischen, philosophischen und Governance-Themen ein Vorbild. Eines unser wichtigsten Auswahlkriterien für ein Unternehmen ist, dass das Management „skin in the game“ hat, also signifikant am Unternehmen beteiligt ist. Dieses Kriterium geht auf Warren Buffett zurück.

Ihr Motto beim Investieren lautet?
Als Value Investor braucht man Sitzfleisch und Demut vor den Märkten.

Welches Buch sollten Anleger gelesen haben?
„The intelligent investor“ von Benjamin Graham. Einfacher ist aber „Buffettology“ von Mary Buffett.

Welches Wertpapier oder welche Assetklasse würden Sie auf Jahressicht empfehlen?
Anleger haben angesichts der niedrigen Zinsen eigentlich keine Wahl, als in Aktien zu investieren. Zwar sind die Konjunkturerwartungen im Moment in einigen Bereichen sehr schwach, gleichzeitig schiebt aber die ansteigende Liquidität die Börsen an. Hinzu kommt, dass die ersten konjunkturellen Indikatoren sich wieder aufhellen. Wenn wir jetzt noch eine Lösung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sehen, kann das der Börse weitere Impulse geben.

Sie haben eine Million Euro und müssen diese mit einem Anlagehorizont von zehn Jahren investieren. Wie würden Sie das Geld anlegen bzw. aufteilen?
Immer zu 100 % in Aktien. Besser noch mit Sicherheitsmarge und konzentriert in eigentümergeführte Firmen mit wirtschaftlichem Burggraben. Als Privatinvestor kann man natürlich auch über mehrere Aktienfonds streuen.

Vita von Frank Fischer:
Frank Fischer, Jahrgang 1964, ist Vorstandsvorsitzender (CEO) der Shareholder Value Management AG undübt dort die Funktion des Chief Investment Officers (CIO) aus. Der Diplom-Kaufmann managt den 1,7 Mrd. Euro schweren Frankfurter Aktien fonds für Stiftungen. Fischer ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist Stifter und Vorstand der gemeinnützigen Stiftung Starke Lunge.

Artikel als PDF Downloaden: zum kostenlosen Download





Artikel von wallstreet-online | 10. Dezember 2019

Frank Fischer | CEO & CIO, Shareholder Value Management AG | www.shareholdervalue.de

Böse 2020

DAX bei 16.000? Die Logik spricht dafür!

Das Geschehen an den Börsen ist nicht immer logisch. So spricht einiges dafür, dass wir auch 2020 wieder viel Überraschendes erleben werden. Doch logisch betrachtet, spricht vieles dafür, dass sich die Aktienrally 2020 fortsetzen wird.

Da sind zum einen die konjunkturellen Aussichten. Derzeit schwächelt die globale Wirtschaft, aber die Konjunkturerwartungen drehen schon wieder nach oben. Und die Börse nimmt ja immer die Entwicklung schon vorweg.

Trump muss einen Deal präsentieren – Fake hin, Fake her

Auf der anderen Seite zeigt sich, dass der anhaltende Handelskrieg zwischen den USA und China die Unternehmenslenker daran hindert, nachhaltig zu investieren. Aber auch dies nimmt zunehmend ab. Denn jedem Marktteilnehmer ist klar: US-Präsident Donald Trump will am 3. November kommenden Jahres wiedergewählt werden. Doch ohne eine florierende Wirtschaft wird ihm das nicht gelingen. Auch wenn Trump selten logisch denkt und handelt, so ist auch ihm klar, dass er einen Deal mit Peking präsentieren muss – ob einen richtigen Deal, oder einen Fake-Deal sei mal dahingestellt. Doch wie auch immer dieser aussehen wird, er wird ausreichen, dass im Markt wieder ein Risk-on-Spirit in den Vordergrund tritt. Das heißt, die Risikowahrnehmung der Marktteilnehmer nimmt ab und es wird wieder verstärkt in Aktien investiert.

Lockere Geldpolitik unterstützt weiterhin den Aufschwung

Außerdem leben wir in einem liquiditätsgetriebenen Umfeld. Die FED und die EZB versorgen die Märkte mit Liquidität. Japan hat gerade ein riesiges Ausgabenpaket in Höhe von umgerechnet gut 100 Milliarden Euro bis 2023 verabschiedet. Ob Europa, die USA, Japan oder auch China: Liquidität ist genügend vorhanden. Und wenn sich dann die Perspektiven hier und da wieder aufhellen, steht einem weiteren Aufschwung an den Börsen nichts mehr im Wege.

Hinzu kommt: Trump hat gesagt, dass er sich an der Entwicklung an der Wallstreet messen lassen will. Deshalb stehen auch die Chancen für eine Fortführung der Aktienmarktrally sehr gut. Wir erwarten zwar eine Pause des Aufschwungs im ersten Quartal 2020, aber danach sollte es weiter bergauf gehen. Und dann kann der DAX durchaus auf 16.000 Punkte klettern, der Eurostoxx 50 deutlich über 4.000, vielleicht sogar bis 4.500 Punkte. Doch es geht nicht nur um die Blue Chips. Wir sehen beim Stoxx 600 seit Jahren einen Deckel, den man fast schon als Sargdeckel bezeichnen kann. Sollte sich die Entwicklung an den Märkten aber wie erwartet fortsetzen, dann kann dieser Deckel regelrecht weggeblasen werden. Eine Wiederentdeckung der Nebenwerte wäre die Folge, die mit ihren hohen Dividendenrenditen locken, und das in einem Umfeld, immer noch sehr niedriger Zinsen.

Qualität und Value

Mit unserem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen wollen wir aber nicht unbedingt diese Welle reiten. Wir suchen nach Titel, die sich auch unabhängig von konjunkturellen Phasen und präsidialen Tweets gut entwickeln. Das gilt zum Beispiel für Ryman Healthcare, einen neuseeländischen Entwickler und Betreiber von Altersheimen. Diese sind von zyklischen Entwicklungen nicht besonders abhängig. Hier geht es mehr um Demographie. Ryman Healthcare ist gut aufgestellt und expandiert derzeit nach Australien und einigen Regionen in Asien. Und das mit einem Konzept, mit dem das Unternehmen noch über viele Jahre hin weiterwachsen kann. Das ist eine Aktie, die gut ins Portfolio des Fonds passt.

Aber es gibt auch in Deutschland gute Titel, die uns gefallen und die sich gut entwickeln. Dazu gehören etwa Washtec, Betrandt oder auch Sixt Leasing. Aktien, die unterbewertet sind und die jetzt wieder Leben zeigen. Auch der Bankensektor kann wieder interessant werden.

Logisch betrachtet spricht also vieles dafür, dass sich die Aktienmärkte auch 2020 gut entwickeln werden. Wenn da nicht die eigene Logik der Börse wäre. Und die kann manchmal ganz schön irrational sein.

Börse 2020: DAX bei 16.000? Die Logik spricht dafür! | wallstreet-online.de – Vollständiger Artikel unter:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11966984-boerse-2020-dax-16-000-logik-spricht-dafuer





PRESSEMITTEILUNG – Frankfurt, 9. Dezember 2019

FRANKFURTER STIFTUNGSFONDS WIRD STRATEGISCH NEU AUSGERICHTET
– Zielallokation entspricht defensiven Mischfonds
– Erträge aus drei Säulen
– CIO Frank Fischer künftig für Aktienauswahl verantwortlich

Die Shareholder Value Management AG richtet die Strategie des Frankfurter Stiftungsfonds (ISIN DE000A2DTMN6) neu aus. Der Multi-Asset-Fonds wurde bisher nach einer Absolute-Return-Strategie gemanagt. Künftig soll der Fonds als defensiver Mischfonds die zwei anderen aktienorientierten Fonds der Shareholder Value Management AG (SVM), den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und den Frankfurter – Value Focus Fund ergänzen.

In Zukunft steht die langfristige Stärke der Value-Aktien im Mittelpunkt der Anlagestrategie und nicht mehr wie bisher das Ziel kurzfristiger absoluter Erträge. Frank Fischer, CEO und Chief Investment Officer der Shareholder Value Management AG, übernimmt künftig auch beim Frankfurter Stiftungsfonds die Aktienauswahl. Hierbei nutzt er seine langjährige Erfahrung im Zusammenhang mit dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. Das Aktienportfolio im Stiftungsfonds wird auf bis zu 40 Einzeltitel (bisher 100) aus dem SVM-Anlageuniversum konzentriert. Das Aktienportfolio des Frankfurter Stiftungsfonds orientiert sich dabei am Aktienportfolio des langfristig erfolgreichen Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen. „Value-Nebenwerte haben sich historisch gesehen als die beste Aktienkategorie erwiesen. Allerdings brauchen einige Aktien Zeit, um ihr volles Potenzial zu entwickeln. Nach der Neuausrichtung können wir nun auch im Frankfurter Stiftungsfonds unsere stringente und bewährte Value-Investing-Philosophie effektiver einbringen“, so Frank Fischer.

Der Frankfurter Stiftungsfonds nutzt auch weiterhin drei Ertragssäulen zur Erwirtschaftung einer langfristig positiven Rendite. Neben dem Aktienportfolio werden in einer zweiten Säule Optionsstrategien, wie zum Beispiel Covered Calls, umgesetzt. Damit sollen Volatilitätsprämien vereinnahmt und die Schwankungsbreite des Portfolios reduziert werden. Das Portfolio kann zudem je nach Marktlage durch Futures abgesichert werden. Die dritte Säule wird vor allem stabilisierende Elemente für das Gesamtportfolio, insbesondere Anleihen und ein Edelmetallexposure sowie Makro Investments, enthalten.

Primäres Ziel des Frankfurter Stiftungsfonds ist künftig die Erwirtschaftung stabiler Erträge für regelmäßige Ausschüttungen. Für den Fonds wird künftig ein Renditeziel von bis zu 5 Prozent p.a. angestrebt. Die Änderungen der Anlagestrategie treten zum 1. Januar 2020 in Kraft.

Pressekontakt:

Shareholder Value Management AG

Neue Mainzer Straße 1

D-60311 Frankfurt am Main

www.shareholdervalue.de

Philipp Prömm
Vorstand
philipp.proemm@shareholdervalue.de
Tel. +49 (0)69 66 98 30 18

Wichtiger Informationen:

Diese Pressemitteilung dient ausschließlich zur Information und hat teilweise werbenden Charakter. Sie stellt kein Angebot dar, Fondsanteile zu erwerben und ist nicht als Grundlage für eine vertragliche oder anderweitige Verpflichtung gedacht. Die hierin enthaltenen Informationen stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf der Fondsanteile und / oder Wertpapiere dar und können eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Es handelt sich nicht um eine Finanzanalyse. Diese Mitteilung enthält nicht alle relevanten Informationen zu den genannten Finanzinstrumenten, vielmehr handelt es sich lediglich um eine Kurzdarstellung, die keine Anlageberatung ersetzt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Jeder Empfänger sollte eine eigene unabhängige Beurteilung, eine eigene Einschätzung und Entscheidung vornehmen. Insbesondere wird jeder Empfänger aufgefordert, eine unabhängige Prüfung vorzunehmen und / oder sich unabhängig fachlich beraten zu lassen und seine eigenen Schlussfolgerungen im Hinblick auf wirtschaftliche Vorteile und Risiken unter Berücksichtigung der rechtlichen, regulatorischen, finanziellen, steuerlichen und bilanziellen Aspekte zu ziehen. Allein verbindliche Grundlage für den Kauf von Fondsanteilen sind die aktuellen Verkaufsunterlagen: Verkaufsprospekt, Wesentliche Anlegerinformationen, Jahresbericht und Halbjahresbericht, falls dieser mit jüngerem Datum als der Jahresbericht vorliegt. Der Verkaufsprospekt enthält außerdem ausführliche Risikohinweise und nähere steuerliche Informationen. Die aktuellen Verkaufsunterlagen sind kostenfrei in digitaler Form unter www.axxion.lu erhältlich. Die Fondsanteile dürfen ausschließlich in Ländern zum Kauf angeboten oder verkauft werden, in denen ein solches Angebot zulässig ist. So dürfen Anteile dieses Fonds weder innerhalb der USA noch an oder für Rechnung von US-Staatsbürgern oder in den USA ansässigen US-Personen zum Kauf angeboten oder verkauft werden. Gleiches gilt für die Hoheitsgebiete oder Besitztümer, die der Gesetzgebung der USA unterliegen.

Es handelt sich bei dieser Information um unsere im Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuellen Einschätzungen. Die Einschätzungen können sich jederzeit ohne Ankündigung ändern. Die hier abgegebenen Einschätzungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen und stammen oder beruhen (teilweise) aus von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen. Eine Haftung für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der gemachten Angaben und Einschätzungen, einschließlich etwaiger rechtlicher Ausführungen, ist ausgeschlossen. Transaktionen in genannten Wertpapieren durch den / die in der Pressemitteilung genannten Sondervermögen sind jederzeit ohne gesonderte vorherige Ankündigung möglich. Rückschlüsse auf mögliche, zukünftige Transaktionen aufgrund dieser Pressemitteilung sind unzulässig. Diese Information inklusive Einschätzungen dürfen weder in Auszügen noch als Ganzes ohne schriftliche Genehmigung durch die Shareholder Value Management AG vervielfältigt oder an andere Personen weitergegeben werden.

PRESSEMITTEILUNG – Frankfurt, 3. Dezember 2019

FRANKFURTER AKTIENFONDS FÜR STIFTUNGEN ERHÄLT FNG-SIEGEL
– Audit bescheinigt professionellen und transparenten Nachhaltigkeitsansatzes
– Besonders anspruchsvolle und umfassende Nachhaltigkeitsstrategie ausgezeichnet

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2) erhält erstmals ein FNG-Siegel für nachhaltige Investmentfonds. Dem Fonds wird damit ein professioneller und transparenter Nachhaltigkeitsansatz bescheinigt. Die glaubwürdige Anwendung des Ansatzes wurde durch ein unabhängiges, zeitlich und inhaltlich aufwändiges Audit geprüft und von einem externen Komitee unter Mitwirkung der Universität Hamburg überwacht. Der Fonds erhält zusätzlich zum FNG-Siegel einen Stern für eine besonders anspruchsvolle und umfassende Nachhaltigkeitsstrategie.

Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen wird von der Shareholder Value Management AG beraten. Der Vermögensverwalter mit Sitz in Frankfurt am Main setzt bei der Auswahl der Aktien für seine Fonds und Mandate auf Ausschlusskriterien, die gemeinsam mit dem unabhängigen Researchanbieter Sustainalytics entwickelt wurden und sich am ethischen Leitfaden der Evangelischen Kirche in Deutschland orientieren. Sustainalytics überprüft alle in Frage kommenden Titel anhand der definierten Ausschlusskriterien. In einem zweiten Schritt erfolgt eine individuelle Überprüfung der Einzeltitel nach qualitativen Kriterien durch die zuständigen Analysten. Hieran anknüpfend erstreckt sich ein laufender Überwachungsprozess der Zielgesellschaften, um auf eine veränderte Geschäftspraxis adäquat reagieren zu können. Schließlich erfolgt bei Missständen eine Kontaktaufnahme mit dem betroffenen Unternehmen mit dem Ziel, diesen abzuhelfen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Fondsvermögen nicht in Unternehmen investiert wird oder bleibt, die nicht akzeptable Geschäftsfelder bzw. -praktiken verfolgen.

Das FNG-Siegel wird von der GNG – Gesellschaft für Qualitätssicherung Nachhaltiger Geldanlagen mbh, einer Tochtergesellschaft des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG), und der Universität Hamburg verliehen. Die Methodik ist darauf ausgerichtet, die Einhaltung von Mindeststandards zu prüfen. Gehen Fonds über diese Standards hinaus können sie zusätzlich mit bis zu drei Sternen bewertet werden. Das Audit des FNG-Siegels beurteilt Kriterien wie die Portfoliozusammensetzung eines Fonds, den Investmentprozess, die ESG-Researchkapazitäten und evtl. begleitende EngagementProzesse. Es muss jährlich erneuert werden. Frank Fischer, CEO der Shareholder Value Management AG und Fondsmanager des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, sagt: „Wir fühlen uns aus Überzeugung strikten Nachhaltigkeitskriterien verpflichtet. Das FNG-Siegel ist eine Bestätigung dafür, dass wir die Themen in unserem Investmentprozess richtig implementiert haben und unsere Vorhaben auch richtig umsetzen.“

Pressekontakt:

Shareholder Value Management AG
Neue Mainzer Straße 1
D-60311 Frankfurt am Main
www.shareholdervalue.de
Philipp Prömm
Vorstand
philipp.proemm@shareholdervalue.de
Tel. +49 (0)69 66 98 30 18

Wichtige Informationen:

Diese Pressemitteilung dient ausschließlich zur Information. Sie stellt kein Angebot dar, Fondsanteile zu erwerben und ist nicht als Grundlage für eine vertragliche oder anderweitige Verpflichtung gedacht. Die hierin enthaltenen Informationen stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf des Fondsanteile und / oder Wertpapiere dar und können eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Es handelt sich nicht um eine Finanzanalyse. Diese Mitteilung enthält nicht alle relevanten Informationen zu den genannten Finanzinstrumenten, vielmehr handelt es sich lediglich um eine Kurzdarstellung, die keine Anlageberatung ersetzt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Jeder Empfänger sollte eine eigene unabhängige Beurteilung, eine eigene Einschätzung und Entscheidung vornehmen. Insbesondere wird jeder Empfänger aufgefordert, eine unabhängige Prüfung vorzunehmen und/oder sich unabhängig fachlich beraten zu lassen und seine eigenen Schlussfolgerungen im Hinblick auf wirtschaftliche Vorteile und Risiken unter Berücksichtigung der rechtlichen, regulatorischen, finanziellen, steuerlichen und bilanziellen Aspekte zu ziehen. Allein verbindliche Grundlage für den Kauf von Fondsanteilen sind die aktuellen Verkaufsunterlagen: Verkaufsprospekt, Wesentliche Anlegerinformationen, Jahresbericht und Halbjahresbericht, falls dieser mit jüngerem Datum als der Jahresbericht vorliegt. Der Verkaufsprospekt enthält außerdem ausführliche Risikohinweise und nähere steuerliche Informationen. Die aktuellen Verkaufsunterlagen sind kostenfrei in digitaler Form unter www.axxion.lu erhältlich. Die Fondsanteile dürfen ausschließlich in Ländern zum Kauf angeboten oder verkauft werden, in denen ein solches Angebot zulässig ist. So dürfen Anteile dieses Fonds weder innerhalb der USA noch an oder für Rechnung von US-Staatsbürgern oder in den USA ansässigen US-Personen zum Kauf angeboten oder verkauft werden. Gleiches gilt für die Hoheitsgebiete oder Besitztümer, die der Gesetzgebung der USA unterliegen.

Es handelt sich bei dieser Information um unsere im Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuellen Einschätzungen. Die Einschätzungen können sich jederzeit ohne Ankündigung ändern. Die hier abgegebenen Einschätzungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen und stammen oder beruhen (teilweise) aus von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen. Eine Haftung für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der gemachten Angaben und Einschätzungen, einschließlich etwaiger rechtlicher Ausführungen, ist ausgeschlossen. Transaktionen in genannten Wertpapieren durch den / die in der Pressemitteilung genannten Sondervermögen sind jederzeit ohne gesonderte vorherige Ankündigung möglich. Rückschlüsse auf mögliche, zukünftige Transaktionen aufgrund dieser Pressemitteilung sind unzulässig. Diese Information inklusive Einschätzungen dürfen weder in Auszügen noch als Ganzes ohne schriftliche Genehmigung durch die Shareholder Value Management AG vervielfältigt oder an andere Personen weitergegeben werden.

Artikel von wallstreet-online | 28. November 2019

Frank Fischer | CEO & CIO, Shareholder Value Management AG | www.shareholdervalue.de

Nachhaltige Überzeugungstäter

Wenn es um die Megatrends an der Börse geht, werden immer zuerst die Digitalisierung, die Industrialisierung 4.0, Künstliche Intelligenz oder auch maschinelles Lernen genannt. Das ist alles richtig, auch wenn man nicht immer genau weiß, wann und wie sich das auf die Kurse der einzelnen Unternehmen auswirken wird. Dagegen ist eines klar: Nachhaltiges Investieren ist und bleibt auf lange Zeit einer der absolut bestimmenden Zukunftsfaktoren an den Märkten. Nicht nur institutionelle Investoren investieren Milliarden in die nachhaltige Geldanlage, auch Privatanlagern wird immer mehr bewusst, dass der Klimawandel und der Umweltschutz neben sozialen Aspekten die Themen unserer Zeit sind.

Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen: Auszeichnung mit Stern

Strikten Nachhaltigkeitskriterien fühlen auch wir uns verpflichtet – und das aus Überzeugung. So haben wir den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen schon seit Jahren ganz darauf ausgerichtet. Zum einen haben wir einen eigenen Analysten, der die Einhaltung der Kriterien genau überwacht. Doch damit nicht genug: So überprüft das Nachhaltigkeitsratinghaus Sustainalytics bis ins Kleinste hinein das Anlageuniversum des Fonds. Deshalb investieren wir nicht in Unternehmen, denen kontroverse Geschäftspraktiken wie Korruption und Kinderarbeit nachgewiesen wurde. Aber auch die Bereiche Rüstung, Pornographie und Tabak sind ausgeschlossen, wie auch die Produzenten von Kohle, Fracking, Schiefer und Nuklearenergie, um nur einige Sektoren zu nennen. Und, um dem Ganzen noch einen für uns entscheidenden Punkt hinzuzufügen, orientieren wir unsere ESG-Kriterien ganz nach denen der Evangelischen Kirche aus. Dafür wurde der Fonds nun mit dem „FNG-Siegel mit Stern 2019“ des Forums Nachhaltige Geldanlagen ausgezeichnet. Dabei wurde vor allem die institutionelle Glaubwürdigkeit herausgestellt, wie auch der hohe interne Beitrag zur SRI-Researchqualität und die „besonders anspruchsvolle und umfassende Nachhaltigkeitsstrategie“. Damit hat der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen eine Auszeichnung erhalten, auf die wir sehr stolz sind.

Nachhaltiges Wirtschaften ist mittlerweile in den Köpfen der Vorstände verankert

Das Bewusstsein, nachhaltig wirtschaften zu müssen, ist mittlerweile aber auch in den Vorstandsetagen der Unternehmen angekommen. Denn die Verantwortlichen wissen: Wenn wir uns nicht den Nachhaltigkeitskriterien unserer Zeit anpassen, bekommen wir von den Investoren kein Geld mehr. Denn mittleiweile kann man sagen: Nachhaltigkeit treibt die Kurse.

Dafür gibt es viele Beispiele, etwa bei neuen Produktentwicklungen wie dem Kaltwasserwaschmittel von Procter & Gamble, das den Energieverbrauch beim Waschen um 90 Prozent reduziert – mittlerweile ein großer wirtschaftlicher Erfolg, wie auch der Adidas-Sportschuh, der aus im Ozean gesammelten Plastik hergestellt wird. Mehr als eine Million dieser Schuhe wurden schon verkauft. Oder die niederländische Bank ING, die den Zinssatz für einen Milliardenkredit an den Elektronikkonzern Phillips an das Erreichen von ESG-Zielen geknüpft hat. Derweil hat der Onlinehändler Amazon 100.000 Elektro-Vans beim amerikanischen Start-up Rivian bestellt und will sich als Klima-Pionier neu zu erfinden. Gleiches gilt für Google, das verstärkt in Ökostrom investiert. Die Beispiele ließen sich endlos fortführen.

Aktiver Kampf gegen den Klimawandel treibt die Aktienkurse

Und es lohnt sich, wie eine Untersuchung der Deutschen Bank zur Auswirkung der Klimadebatte auf die Entwicklung der Aktienkurse jüngst ergeben hat. Weltweit wurden fünf Millionen Seiten Geschäftsberichte von 1.600 Unternehmen sowie alle veröffentlichten Nachrichten-Artikel von Dow Jones der vergangenen zwei Jahrzehnte analysiert. Ergebnis: Die Aktienkurse von Unternehmen, bei denen die positive Berichterstattung zum Thema Klimawandel besonders zunahm, schnitten über die vergangenen 20 Jahre im Schnitt 26 Prozent besser ab als die Masse der im Weltaktienindex MSCI World gelisteten Unternehmen.

Wir haben uns als Asset Manager schon sehr lange strikten Nachhaltigkeitskriterien verschrieben und bekennen uns aktiv zu den 17 Zielen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung. Wie auch beim Value-Investing, so sind wir auch im Bereich nachhaltiger Geldanlage Überzeugungstäter.

Börse: Nachhaltige Überzeugungstäter | wallstreet-online.de – Vollständiger Artikel unter:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11941883-boerse-nachhaltige-ueberzeugungstaeter





Artikel von wallstreet-online | 30. September 2019

Frank Fischer | CEO & CIO, Shareholder Value Management AG | www.shareholdervalue.de

Es ist eines der ganz großen Themen unserer Zeit: der Klima- und Umweltschutz! Klima-Gipfel, Klima-Aktionsplan, das Klimapaket der Bundesregierung, Greta Thunbergs Wutrede vor den Vereinten Nationen. Es vergeht kein Tag, an dem nicht der Klima- und Umweltschutz die globalen Schlagzeilen beherrscht. Völlig zurecht, denn es ist unbestritten – außer von US-Präsident Donald Trump – dass der Schutz unserer Umwelt eines der dringendsten, globalen Herausforderungen unserer Zeit ist. Doch man darf dabei nicht vergessen: der Klima- und Umweltschutz ist nur einer von drei Bereichen, wenn man Nachhaltigkeit ganzheitlich betrachten will. Es ist nur das „E“ von ESG (Environment – Social – Governance), mehr nicht. Es muss aber um alle Bereiche gehen, also um den Umwelt- und Klimaschutz, eine soziale Verantwortung und eine gute, nachhaltige Unternehmensführung. So machen wir das auch bei unserem global investierenden Mischfonds, den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen.

EU: „Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzwesen“

Und um eine ganzheitliche Betrachtung wird es sich auch in Zukunft bei der Geldanlage in Europa drehen. Geht es nämlich nach den Plänen der Europäischen Union, dann sollen private Investoren jährlich rund 180 Milliarden Euro in nachhaltige Investments stecken. Nur so könnten die Klimaziele der EU noch erreicht werden, heißt es aus Brüssel. Um mehr privates Kapital zu locken, sollen deshalb einheitliche Definitionen und Vorgaben her.

Die Proteste der „Fridays for Future“-Bewegung und die Wahlerfolge der Grünen haben für eine gesellschaftliche und politische Dynamik gesorgt, die bis in Fragen der Geldanlage hineinreicht. Und so hängt sich inzwischen fast jeder Anbieter von Geldanlagen ein „grünes Mäntelchen“ um. Viele Anleger stehen diesen Offerten aufgeschlossen gegenüber. Einigkeit herrscht insofern bei dem diffusen Wunsch, neben Renditeerwartungen weitere, nachhaltige Kriterien bei Produkten der Geldanlage zunehmend zu berücksichtigen. Gleichwohl herrscht auf Anbieterseite als auch bei Investoren eine Verunsicherung wenn es um die konkrete Umsetzung dieses Anliegens geht. Diese beruht im Wesentlichen auf mangelnder Standardisierung und damit auch Vergleichbarkeit der einschlägigen Kriterien. Deshalb werden die Rufe nach allgemeingültigen Regeln immer lauter. Dem will die EU so bald wie möglich mit ihrem „Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzwesen“ Rechnung tragen. Dies wird künftige Investments in DAX-, MDAX- und alle andere Unternehmen stark beeinflussen.

„E“, „S“ und „G“ am Beispiel Novo Nordisk

Jeder Vermögensverwalter und jede Fondsgesellschaft sind derzeit noch frei, wie ernst sie ihre Verpflichtungen nehmen wollen. Wir gehen bei unseren Mandaten den eher „harten“ Weg: Im ersten Schritt lassen wir unser Anlageuniversum von der Nachhaltigkeitsratingagentur Sustainalytics anhand fixer Kriterien überprüfen und einschränken. Doch das ist uns nicht weitreichend genug. So haben wir ein internes ESG-Analysesystem aufgebaut, dass sich noch intensiver mit den einzelnen Unternehmen auseinandersetzt. Am Beispiel des dänischen Pharma-Konzerns Novo Nordisk wird dies deutlich. So interessieren wir uns nicht nur für den aktuellen Zustand des nachhaltigen Wirkens eines Unternehmens, sondern auch für die künftige Geschäftspolitik. So finden wir es überzeugend, dass Novo Nordisk ab 2020 in seinen weltweiten Produktionsstätten ausschließlich Ökostrom verwenden wird und so sein aktuelles Klimaziel erreichen will – mit Solarmodulanlagen in den USA, Windkraft in Europa und China, sowie Wasserkraft Brasilien. Damit wird Novo Nordisk das erste Pharmaunternehmen sein, das seine gesamte Produktion mit erneuerbaren Energien betreibt. Klimaziel 2030: Null CO2-Emissionen! Im Rahmen der „Circular for Zero“-Strategie setzt Novo Nordisk auch auf mehr Kreislaufwirtschaft in drei Schwerpunktbereichen: Den unnötigen Verbrauch von Ressourcen minimieren, den Umweltschutz in der gesamten Lieferkette fördern und ständig nach Lösungen für die Wiederverwendung von Produkten suchen. Dass Novo Nordisk auch noch das „S“ von ESG, also soziale Komponenten in den Vordergrund rückt, ist umso überzeugender. So bietet das Unternehmen mit dem Hilfsprogramm „Changing Diabetes in Children“ Kindern mit Typ 1 Diabetes in Entwicklungsländern Zugang zur Diabetesbehandlung und kostenfreiem Insulin. 20.000 Kinder werden bis 2020 davon profitieren! Und last but not least das „G“: Novo Nordisk lebt von der Unternehmensführung her den Nachhaltigkeitsgedanken vor. Sie legt Wert auf ökologische und soziale Leistungen, ohne die finanziellen Aspekte zu vernachlässigen. Diese sind uns als Aktionären natürlich auch wichtig. Wie gesagt, Novo Nordisk ist nur ein Beispiel, um zu zeigen, was uns in puncto Nachhaltigkeit wichtig ist.

Klimawandel und Performance

Zum Schluss noch mal zurück zum Klimawandel: Die Deutsche Bank hat jüngst untersucht, wie sich die Klimadebatte auf Aktienkurse auswirkt. Hierzu wurden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz fünf Millionen Seiten Geschäftsberichte von 1.600 Unternehmen weltweit sowie alle veröffentlichten Nachrichten-Artikel von Dow Jones der vergangenen zwei Jahrzehnte analysiert. Die Ergebnisse: Die Aktienkurse von Unternehmen, bei denen die positive Berichterstattung rund um das Thema Klimawandel besonders zunahm, schnitten über die vergangenen 20 Jahre im Schnitt 26 Prozentpunkte besser ab als der MSCI-World-Index. Das ist pro Jahr mehr als ein Prozent. Das ist zwar keine große Outperformance. Wenn man die Zahlen aber als Teil der Risikoreduzierung betrachtet, so haben nachhaltige Faktoren eine positive Wirkung auf ein breit gestreutes Portfolio.

Börse & Nachhaltigkeit: ESG: Das „E“ alleine reicht nicht! | wallstreet-online.de – Vollständiger Artikel unter:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11777932-boerse-nachhaltigkeit-esg-e-alleine-reicht-nicht

Artikel von www.fondstrends.lu | 02.April 2019

Endrit Çela | Relationship Manager, Shareholder Value Management AG | www.shareholdervalue.de

Aktien-, Immobilien- und Rentenmärkte sind über zehn Jahre hinweg stetig gestiegen und haben ungeahnte Höhen erklommen. Für den Anleger stellen sich zwei entscheidende Fragen, die aktuell im Fokus der Fondsgipfel Roadshow stehen: „Wie investieren nach 10 Jahren Hausse in 2019?“ und „Sind Aktien weiterhin alternativlos?“

FondsTrends sprach mit Endrit Çela, Relationship Manager der Shareholder Value Management AG, über die aktuelle Roadshow und eine womöglich neue „Value-Phase“ an den Märkten.

FondsTrends: Vor einigen Jahren haben Shareholder Value Management AG, DJE Investment S.A. und ACATIS Investment KVG mbH den Fondsgipfel ins Leben gerufen. Drei starke Partner, die sich verbünden. Wie kam es dazu?

Endrit Çela: Die erste gemeinsame Roadshow mit den Gesellschaften DJE und ACATIS startete im Jahr 2016 – ausschlaggebend war die positive Chemie zwischen den befreundeten Value-Investoren. Gemeinsam können wir für unsere Besucher und Kunden eine geballte Expertise von erfahrenen Fondsmanagern anbieten. Für diese Expertise haben die drei Gesellschaften die Auszeichnung „Fondsmanager des Jahres“ erhalten – DJE im Jahr 2006, ACATIS im Jahr 2017 und unser Haus mit Frank Fischer als Fondsmanager im letzten Jahr. Aufgrund der positiven Entwicklung der Roadshows haben wir uns letzten Endes dafür entschieden, eine gemeinsame Plattform – ein Label – für unsere Roadshows aufzubauen. So wurde FONDSGIPFEL erschaffen.

FondsTrends: „Wie investieren nach 10 Jahren Hausse in 2019?“ ist das Thema Ihrer diesjährigen Roadshow, die in der DACH-Region und Luxemburg schon auf Hochtouren läuft. Worauf dürfen sich die Teilnehmer in diesem Jahr freuen?

Endrit Çela: Nach einer jahrelangen Hausse sind die Börsen weltweit in den Korrekturmodus geschwenkt. An der Wall Street wurde Ende letzten Jahres der schlechteste Dezember seit 1931 erlebt. Diese negativen Entwicklungen haben für Verunsicherung bei den Anlegern gesorgt, weshalb diese nach Orientierung suchen. Sie suchen insbesondere nach sicheren Möglichkeiten, um weiterhin eine nachhaltige Rendite erzielen zu können. Wir, die Shareholder Value Management AG, sind überzeugt, dass an Aktien kein Weg vorbeiführt, ganz nach dem amerikanischen Begriff „TINA“ – „there is no alternative“. Aus diesem Grund dürfen sich die Teilnehmer der diesjährigen FONDSGIPFEL-Veranstaltungsreihe auf die Expertise dreier Gesellschaften freuen, die einen Ausblick auf die aktuelle und zukünftige Kapitalmarktlage sowie intelligente Investitionsmöglichkeiten geben werden.

FondsTrends: Die Investment-Philosophie der Shareholder Value Management AG folgt konsequent dem Gedanken des Value-Investing im Sinne von Benjamin Graham und Warren Buffett. Nachdem die Börsen in Folge der Finanzkrise durch die expansive Geldpolitik der Notenbanken über Jahre nach oben getrieben wurden, gab es im vergangenen Jahr einen merklichen Bruch. Hat womöglich eine neue „Value-Phase“ an den Märkten begonnen, die aktives Management begünstigt? Wie stellen Sie sich generell für ein schwierigeres Umfeld an den Märkten in den nächsten Jahren auf?

Endrit Çela: Die Shareholder Value Management AG hält an dem bewährten Konzept der antizyklischen Kapitalanlage in unterbewertete Unternehmen fest. Unser Ziel ist der Vermögenserhalt und -zuwachs unter Vermeidung des permanenten Kapitalverlustes. Nach den jüngsten Kapriolen an den Finanzmärkten könnte durchaus eine neue Value-Phase begonnen haben, da viele Unternehmen zu günstigen Preisen zu erwerben sind. Bei fallenden Märkten fallen auch die Aktienkurse der Unternehmen und genau in diesem Zeitpunkt können wir zuschlagen.

Wir sind aufgrund der „politischen Börsen“ und der aktuellen Gemengelage defensiver unterwegs und sichern unsere Positionen am Markt ab. Da die zukünftigen Entwicklungen weltweit nicht abzuschätzen sind, müssen „Schocks“ einkalkuliert werden. Durch einen höheren Kassenbestand und eine geringere Aktienquote muss demnach für eine gewisse Flexibilität gesorgt werden. Diese Flexibilität bietet uns die Chance, bei fallenden Kursen unterbewertete Aktien zu kaufen.

FondsTrends: Das Thema ESG und Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle im Asset Management. Inwiefern reagieren Sie auf diesen Trend? Sehen Sie hier einen Paradigmenwechsel, oder ist das ganze Ihrer Ansicht nach eher eine „Modeerscheinung“?

Endrit Çela: Inzwischen achten immer mehr Anleger auf Nachhaltigkeitskriterien, so sind mehr als 300 Milliarden Euro in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits in diese Mandate investiert. Das Pflänzchen wächst und gedeiht, weshalb wir einen eindeutigen Paradigmenwechsel erkannt haben. Bei unseren beratenen Fonds-Mandaten wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, dem Frankfurter – Value Focus Fund und dem Frankfurter Stiftungsfonds werden strenge Nachhaltigkeitskriterien beachtet. Unsere Überzeugung verbietet die Investition in Unternehmen, die ihre Erträge durch Rüstungsgüter, Glücksspiel oder ähnlichem erzielen. Darüber hinaus bleibt das Ziel bestehen, auf Dauer kein Geld zu verlieren und eine mittel- bis langfristige überdurchschnittliche Rendite im Einklang mit sozialen, ökologischen, Governance- und anderen nachhaltigkeitsbezogenen Kriterien zu erzielen. Hinzu kommt, dass die EU-Kommission demnächst die Berücksichtigung von SDG-Kriterien (Sustainable Development Goals) bei Investitionen vorschreiben wird. Mit ihrer Initiative wollen die EU-Länder die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitskriterien vorantreiben, die wir ebenfalls unterschrieben haben.

FondsTrends: Sie kommen ursprünglich aus Michigan. Was schätzen Sie am Arbeiten in Deutschland und was vermissen Sie am meisten, wenn Sie an Ihre alte Heimat denken?

Endrit Çela: In den USA sind Investitionen in die Aktienmärkte selbstverständlich, weshalb ich mit 16 meine erste Aktie gekauft habe. Mein Portfolio sollte Aktien von Unternehmen beinhalten, deren Produkte in meinem Alltag nicht wegzudenken waren. Damals habe ich beispielsweise Aktien von Microsoft gekauft. Umso mehr freue ich mich, mein Wissen und meine Begeisterung über die Aktienmärkte durch meine Tätigkeit bei der Shareholder Value Management AG weitergeben zu können.

Ich habe in Michigan jahrelang professionell American Football gespielt sowie Powerlifting und Leichtathletik betrieben. Trotz der „competitive atmosphere“ sind dort starke Freundschaften entstanden, welche mir heute am meisten fehlen. Doch viele meiner guten Freunde besuchen mich regelmäßig und sind von Deutschland und Europa begeistert.

FondsTrends: Herr Çela, wir danken Ihnen für das interessante Interview und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg – sowohl für den Fondsgipfel als auch die Shareholder Value Management AG!

Endrit Çela ist Relationship Manager der Shareholder Value Management AG. Seine frühe Kindheit verbrachte er in Albanien. Gemeinsam mit seiner Familie wanderte er im Alter von neun Jahren nach Michigan, USA aus und beendete dort seine sportliche und schulische Laufbahn. Seit elf Jahren lebt er in Deutschland. Hier absolvierte er sein Studium der Politikwissenschaften und wagte den erfolgreichen Quereinstieg in die Investmentwelt.





Artikel von FONDS exklusiv | 11. März 2019

Frank Fischer | CEO & CIO, Shareholder Value Management AG | www.shareholdervalue.de

Noch ist es in Deutschland nur ein zartes Pflänzchen, doch immer mehr Anleger legen Wert darauf, dass ihre Geldanlage nachhaltigen Kriterien entspricht. Derzeit machen sie zwar nur knapp über drei Prozent des verwalteten Fondsvermögens aus, doch in absoluten Zahlen wird es schon etwas beeindruckender: Mehr als 300 Milliarden Euro werden heute in Deutschland, Österreich und der Schweiz nachhaltig angelegt. Und das Pflänzchen wächst, blüht und gedeiht.

Wir beachten bei den von uns beratenen Fonds-Mandaten wie dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, dem Frankfurter-Value Focus Fund und dem Frankfurter Stiftungsfonds strenge Nachhaltigkeitskriterien. Zum einen trifft dies unsere Überzeugung, denn wir wollen nicht in Unternehmen investieren, die ihr Geld mit Rüstungsgütern, Glücksspiel oder Ähnlichem verdienen. Auf der anderen Seite legen immer mehr Investoren Wert auf die Erwirtschaftung von Renditen im Einklang mit sozialen, ökologischen, kulturellen und anderen nachhaltigkeitsbezogenen Kriterien. Hinzu kommt, dass die EU-Kommission demnächst die Berücksichtigung von SDG-Kriterien (Sustainable Development Goals) bei Investitionen vorschreiben wird. Mit ihrer Initiative wollen die EU-Länder die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele vorantreiben.

UN: 17 Ziele – 169 Teilbereiche

Die von der UN beschlossenen „Sustainable Development Goals“, denen wir uns aus eigener Überzeugung verpflichtet fühlen, umfassen 17 Ziele mit insgesamt 169 Unterzielen. Dazu zählen u.a. die Beseitigung von Hunger und extremer Armut, aber auch eine bessere Bildung für alle und das Erreichen von Klimazielen. Ganz entscheidend dabei ist der Aspekt der Nachhaltigkeit, der den nachfolgenden Generationen gute Lebensverhältnisse in einem gesunden Ökosystem ermöglichen soll. Derzeit gibt es noch keine allgemein verbindlichen Nachhaltigkeitskriterien, aber die UN-Ziele gelten mittlerweile als Richtlinie für Anleger, die sich einer nachhaltigen Geldanlage verschrieben haben.

Aber: Die Überprüfung aller Unternehmen weltweit in Bezug auf die Einhaltung strenger Nachhaltigkeitskriterien ist genauso schwierig wie aufwendig und alleine nicht allein zu leisten. So wuchs im Laufe der Zeit die Notwendigkeit, alle Kriterien und die dahinterstehenden Prozesse zu strukturieren. In Anlehnung an den „Leitfaden für ethisch nachhaltige Geldanlage der Evangelischen Kirche in Deutschland“ haben wir deshalb schon 2013 mit dem Research-Anbieter Sustainalytics einen Katalog von Ausschlusskriterien entwickelt, der mittlerweile für alle Fonds-Mandate verbindlich ist. Damit wurden wir zum einen den Anforderungen von speziellen Zielgruppen der Fonds gerecht, zum anderen spielen diese Kriterien seitdem aber auch im Rahmen unseres Risikomanagements eine wesentliche Rolle.

Verstärkte Investition in Nachhaltigkeitsmärkte

Gleichzeitig zeigen die UN-Nachhaltigkeitsziele aber auch den Unternehmen, wo in Zukunft hoher Bedarf und ein Markt entsteht, in den es sich lohnt zu investieren. Entsprechend forschen sie auf Gebieten, die den UN-Zielen gerecht werden. Als Beispiele aus unseren Portfolien können hier EDP Renewables, TPI Composites und Ryman Healthcare dienen. Die portugiesische EDPR setzt ganz auf alternative Energie mit Schwerpunkt Windkraft. TPI Composites entwickelt Rotorblätter für Windturbinen, und Ryman Healthcare baut und betreibt Alterswohnheime in Neuseeland und Australien. Auf diese Weise investieren wir in Zukunftsthemen, die der Performance der Fonds auf Dauer zu Gute kommen.

„Die Geldanlage in Investmentfonds ist von Anlegerseite her immer mit hohen Erwartungen verknüpft: Ist mein Geld sicher angelegt? Kann das Management die – Erwartung in Bezug auf eine gute Rendite erfüllen? Wie geht das Management überhaupt vor? Und „last but not least“: Wie verantwortungsvoll wird mit meinem Geld umgegangen? Wir von der Shareholder Value Management AG hoffen, all diesen Fragen mit positiven Ergebnissen Rechnung zu tragen.“

Die vier Prinzipien des Value-Investing

Als eigentümergeführter Frankfurter Investment Spezialist mit Fokus auf Value-Aktien berät unser Haus mehrere Fonds und unterstützt Mandate mit einem Gesamtvolumen von gut 3,3 Mrd. Euro. Dazu gehören etwa der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen und der neue Frankfurter Stiftungsfonds. Unsere Anlagestrategie richtet sich ganz nach den bewährten Prinzipien des Value-Investing, dessen Urvater Benjamin Graham ist und das in Perfektion vom berühmten Value-Investor Warren Buffett verkörpert und umgesetzt wird. Um das Ziel zu erreichen, den permanenten Kapitalverlust zu vermeiden und gleichzeitig eine dauerhaft überdurchschnittliche Rendite zu gewährleisten, folgen wir konsequent den vier Prinzipien des Value-Investing. Dazu gehört die antizyklische Kapitalanlage in unterbewertete Titel mit Sicherheitsmarge zum Zeitpunkt des Kaufs einer Aktie. Wir bevorzugen dabei eigentümergeführte Unternehmen. Denn das Management legt den Fokus auf das Interesse des Unternehmens und der Anteilseigner, und hat weniger seinen Bonus oder seinen Karriereplan im Sinn. Als
weiteres Kriterium ist uns bei der Auswahl der Aktien wichtig, dass die Unternehmen einen wirtschaftlichen Burggraben („Economic Moat“) um ihr Geschäftsmodell aufgebaut haben, der sie durch strukturelle Wettbewerbsvorteile so gut wie möglich vor Konkurrenz schützt. Das „Value-Investing“ geht davon aus, dass am Kapitalmarkt temporäre Ineffizienzen bestehen.

Es muss also Unternehmen geben, die an der Börse „unter Wert“ gehandelt werden. Ziel der Strategie ist es, solche Unternehmen zu identifizieren, die zudem über einen Eigentümer und einen starken Wettbewerbsvorteil verfügen, um diese dann mit einer Sicherheitsmarge zu kaufen. Das vierte Prinzip des „Mr. Market“, die Psychologie der Börse, ist die einzigartige Weiterentwicklung der akademischen Lehre in Richtung Verhaltensökonomie. Denn Börsen neigen immer wieder zu Übertreibungen, nach oben wie nach unten. Angst und Gier herrschen an den
Kapitalmärkten und nicht die Ratio. Wenn die Börsen abwärts gehen, wollen wir nicht dabei sein, gleichzeitig aber unterbewertete Titel einsammeln, wenn andere Anleger die Angst überkommt. Übertreiben die Märkte auf der anderen Seite nach oben, steigen wir lieber etwas früher aus, frei nach dem Motto: „Lieber den Fuß zu früh auf der Bremse und die Party vor dem letzten Drink verlassen. Denn der bereitet am nächsten Tag bekanntlich die größten Kopfschmerzen.“ Dies ermöglicht es, ein diszipliniertes Risikomanagement sowohl für Einzeltitel als auch für das Gesamtportfolio anzuwenden. Daraus ergibt sich eine Investmentphilosophie mit einem vermögensverwaltenden Ansatz, der, aufbauend auf der Verhaltensökonomie, aktives Management der Cashquote und Absicherungsstrategien zur Steuerung des Aktienrisikos nutzt. Denn über allem steht die goldene Regel: Verliere auf Dauer kein Geld!

[…]

Lesen Sie den vollständigen Beitrag „Value-Aktien als nachhaltige Renditequelle“ unter folgendem Link:
https://shareholdervalue.de/wp-content/uploads/2018/10/2018.09_SVM-Gastbeitrag-Vermögensverwalter-eMagazin-Private-Banker.pdf